Arbeitgebermarke

5 Tipps für erfolgreiches Employer Branding im B2B

| Autor / Redakteur: Tina Schäfer / Georgina Bott

Employer Branding ist die Pflege der Unternehmen-Mitarbeiter-Beziehung und diese Beziehung steht vor den selben Herausforderungen wie jede andere Beziehung auch. Letztlich ist es der Mensch, der steht im Mittelpunkt stehen sollte.
Employer Branding ist die Pflege der Unternehmen-Mitarbeiter-Beziehung und diese Beziehung steht vor den selben Herausforderungen wie jede andere Beziehung auch. Letztlich ist es der Mensch, der steht im Mittelpunkt stehen sollte. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Eine Herausforderung, vor der branchenübergreifend fast alle Unternehmen stehen, ist der Fachkräftemangel. Gerade im B2B ist daher gutes Employer Branding essenziell. Kleines Budget? Wenig Zeit? Mit diesen fünf Tipps können KMUs trotzdem erfolgreiches Employer Branding betreiben.

1. Wahre Stärke kommt von innen

Unternehmen im B2B-Umfeld stehen bei dem Aufbau einer erfolgreichen Arbeitgebermarke oftmals vor der Herausforderung, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen wenig emotional besetzt sind. Daher müssen sie auf andere Methoden setzen. Zum Beispiel auf den Aufbau einer Unternehmenskultur mit starken, authentischen Werten. Aber Vorsicht, versprechen Sie nichts nach außen, was später nach innen nicht eingehalten werden kann, sonst geht der Schuss schnell nach hinten los. Die Goldene Regel beim Employer Branding lautet: „Authentisch sein!“

2. Reden ist Silber – reden lassen ist Gold

Bieten Sie Ihren Lesern einen Mehrwert mit unternehmensadäquaten Inhalte, die eine hohe Relevanz haben. Das müssen nicht immer branchenrelevante Themen sein, sondern Inhalte, die für potenzielle Arbeitnehmer von Interesse sind und zur generellen Haltung des Unternehmens passen. Die Arbeitgebermarke lässt sich aber auch hervorragend über die eigenen Mitarbeiter transportieren. Für einen Vertriebler wird es immer spannender sein, mit Vertrieblern zu kommunizieren als mit der Personalabteilung. Das bedeutet nicht, dass die Personaler wegfallen. Ihre Rolle ist vielmehr die eines Brokers zwischen Bewerber und Mitarbeiter. Ziel sollte es sein, nicht nur die Sprache Ihrer Kunden zu sprechen, sondern auch Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen.

Employer Branding ist kein Personalmarketing

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Employer Branding ist kein Personalmarketing

28.06.17 - Ein Ziel vieler Unternehmen ist es, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Dazu braucht es allerdings mehr als eine kurze Recruiting-Kampagne. Warum Sie Employer Branding als Strategie verstehen sollten und welche Auswirkungen das auf den Unternehmenserfolg hat, lesen Sie hier. lesen

3. Die Zielgruppe ist entscheidend

Planen Sie so viel Zeit wie nötig für die Bespielung Ihrer Kommunikationskanäle ein. Dabei kommt es allerdings auf die Qualität und nicht die Quantität an. Um gute Inhalte zu bieten und die Leser zu erreichen, muss man sich auf die Kanäle konzentrieren, die von der Zielgruppe benutzt werden. Nicht empfehlenswert ist es, alle zur Verfügung stehenden Kanäle zu bespielen, die dann aus Zeitgründen nicht gepflegt werden können. Deshalb: Vorher eruieren, auf welchen Kanälen die Zielgruppe am besten zu erreichen ist und diese punktuell, regelmäßig und sorgfältig betreuen.

4. Ihren Wirkungsgrad erhöhen

Es ist sinnvoll, ganzheitlich zu kommunizieren. Auf verschiedenen Kommunikationskanälen unterschiedliche Botschaften zu spielen oder sich beispielsweise nur auf soziale Netzwerke in der Kommunikation zu fokussieren, ist in der Regel nicht zielführend. Darum gilt: eine kanalübergreifende, stimmige und authentische Kommunikation sollte angestrebt werden. Denn die Vernetzung aller Kommunikationsmaßnahmen erhöht den Wirkungsgrad.

5. Erfolg ist messbar

Wichtige Indikatoren sind beispielsweise die „quality of new-hire“, die „average retention rate“ und der „engagement level“. Durch qualitative wie auch quantitative Faktoren wird der Wert gemessen, den neue Mitarbeiter an ein Unternehmen bringen. Des Weiteren wird der Zufriedenheitsgrad gemessen als auch der Grad der emotionalen Bindung an den Arbeitgeber. Doch viel wichtiger ist der Zeitraum, den man betrachtet. Employer Branding soll sich langfristig auswirken. Das bedarf auch immer wieder einer gewissen Nachjustierung bestimmter Stellschrauben. Die Standardlösung gibt es leider nicht.

Letztlich sollte man aber das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren: den Menschen, er steht im Mittelpunkt.

Tina Schäfer ist seit vier Jahren Unit Director bei der Vogel Corporate Media GmbH und seit Juni 2016 zudem Mitglied der Geschäftsleitung.
Tina Schäfer ist seit vier Jahren Unit Director bei der Vogel Corporate Media GmbH und seit Juni 2016 zudem Mitglied der Geschäftsleitung. (Bild: Vogel Corporate Media)

Über die Autorin

Seit inzwischen vier Jahren ist Tina Schäfer Unit Director bei der Vogel Corporate Media GmbH und seit Juni 2016 zudem Mitglied der Geschäftsleitung. Neben Consumer Brands wie Condor und PUMA berät sie auch klassische B2B-Kunden wie 3M oder den Kabelhersteller Lapp Group im Bereich Corporate Communications-, Content- und Social-Media-Marketing. Neben der operativen Steuerung der Business Unit ist sie maßgeblich an der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens beteiligt. Auf Grund ihrer langjährigen Agentur-Erfahrung sind digitale Kommunikationskonzepte, Corporate Publishing und Content Marketing ihr Steckenpferd. Mit ihrem Know-how unterstützt sie zudem seit 2014 die Kommission Corporate Media der Deutschen Fachpresse.

Über Vogel Corporate Media
Vogel Corporate Media ist eine in Berlin ansässige Agentur für Corporate Communications, Content Marketing und Corporate Publishing. Unter der Leitung von Tina Schäfer konzipiert und implementiert das Team crossmediale Kommunikationsstrategien, die Unternehmen dabei helfen, im Wandel der Digitalisierung, zeitgemäß zu kommunizieren.

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