Facebook, Twitter & Co.

Diese 3 Aktionen zum G20-Gipfel gehen viral

| Autor: Georgina Bott

„Mensch, wach auf!“ Mit dieser Message wirbt die aktuelle Kampagne von fritz-kola zum G20-Gipfel auf großen Plakatwänden.
„Mensch, wach auf!“ Mit dieser Message wirbt die aktuelle Kampagne von fritz-kola zum G20-Gipfel auf großen Plakatwänden. (Bild: Vogel Business Media / Bott)

Gezielte Werbung oder einfach Zufall? Domino's, Edeka und fritz-kola bekommen während des G20-Gipfels in den sozialen Netzwerken große Aufmerksamkeit. Drei außergewöhnliche Aktionen werden in Facebook, Twitter und Co. zum viralen Hit.

Zwischen brennenden Autos, fliegenden Steinen und großem Polizeiaufgebot während des G20-Gipfels werden zwei neue Social-Media-Stars geboren, die mit ihren Aktionen viral gehen. Und auch fritz-kola nutzt die volle Aufmerksamkeit in Hamburg für seine Werbekampagne.

Mit dem Roller durch die „Hölle“

Kurz nachdem Polizei und Demonstranten am vergangenen Donnerstag aneinandergeraten, geht ein ganz besonderes Video durch die sozialen Netzwerke: Der 27-jährige Pizzabote Benjamin von Domino's Pizza schlängelt sich scheinbar unbeeindruckt mit seinem Roller durch die „Welcome to Hell“- Demo. Der erfolgreichste deutsche Tweet zu diesem Thema kommt Donnerstagabend von Twitter-User Koney123, der auf die Aussage von CDU-Generalsekretär Peter Tauber anspielt:

Das Video des tapferen Pizzaboten ist nicht nur in Deutschland bekannt – auch für das US-Fernsehen ist Benjamin mit seinem Dominos-Roller zwischen den Demonstranten ein echtes Highlight. Fox News berichtet noch am gleichen Abend über Benjamin. Und auch die amerikanische Twitter-Gemeinde erfreut sich an dem Video. Ein Tweet dazu kommt direkt am Abend von Gerry Bing, der den Auschnitt aus der Nachrichtensendung online stellt. Für Viele aber stellt sich die Frage: Steckt dahinter eine Werbeaktion von Domino's oder hat Benjamin tatsächlich zu dieser Zeit und an diesem Ort Pizza ausgeliefert? Die Meinungen dazu sind geteilt.

Nur mal schnell zu Edeka

Ebenfalls für Aufsehen sorgt der Tweet von Kevin Schubert: Ein Mann spaziert seelenruhig durch die Frontlinie zwischen Demonstranten und Polizisten. In seiner Hand hält er ein Schild mit der Aufschrift: „Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke.“ Es dauerte nicht lange, bis auch dieser Tweet viral durch die sozialen Netzwerke geht und der zweite Social-Media-Stern rund um den G20-Gipfel geschaffen ist.

Genauso schnell, wie das Bild viral geht, reagiert auch Edeka darauf. Mit einem Facebook-Post inklusive Fotomontage, teilen Sie dem Mann mit, dass er zuhause bleiben soll und sie ihm den geplanten Einkauf nach Hause liefern. Kurz darauf meldet sich der Schildträger per Facebook. Andre Kramer, der als Comedian bekannt ist und für gewöhnlich auf Twitter und Facebook das politische Weltgeschehen mit viel Ironie kommentiert. Er wollte mit der Aktion „einfach nur lustig sein“, kommentiert er den Facebook-Beitrag der Supermarktkette. Außerdem wolle er keinen Profit daraus schlagen und würde sich freuen, wenn Edeka die Lebensmittel an die Obdachlosen an der Reeperbahn spendet.

Dass Edeka in den vergangenen Monaten schon öfter durch virale Werbung aufgefallen ist, dürfte den Meisten bekannt sein. Für Aufsehen sorgten zum Beispiel die inszenierte Auseinandersetzung mit Lidl und das Posting, das Toilettenpapier mit Zuckerwatteduft bewirbt. Die Werbeagentur von Edeka – Jung von Matt – hat also schon häufiger bewiesen, dass sie Profis im Produzieren von viralen Hits sind. Ob die Edeka-Agentur auch an dieser Plakataktion beteiligt ist oder ob Kramer dadurch auf seine neue Tour aufmerksam machen will, das ließ sich bisher nicht klären. Für jede Menge Aufmerksamkeit sorgt diese Aktion aber allemal.

Drei „Anti-Helden“ müssen aufwachen

Auch eine Werbekampagne rund um den G20-Gipfel, geht in den vergangenen Tagen viral: „Mensch, wach auf!“ von fritz-kola zeigt auf großen Plakatwänden drei schlafende Politiker – die „Anti-Helden“ dieser Kampagne sind Trump, Erdogan und Putin.

Die von Blood Actvertising entwickelte Kampagne im Rahmen des G20-Gipfels kritisiert „alle Politiker, die vor den Missständen dieser Welt die Augen verschließen, anstatt etwas zum Positiven zu verändern“, erklärt das Unternehmen fritz-kulturgüter in einer Pressemitteilung. Der Hamburger Brausehersteller will mit diesen Bildern möglichst viele Leute motivieren, politisch aktiv zu werden und „aufzuwachen“. Und die provokante Kampagne kommt an:

Übrigens: Die Kampagne „mensch, wach auf!“ hat auch noch einen sozialen Aspekt in Zusammenhang dem gleichnamigen Hashtag #menschwachauf. fritz-kola spendet pro veröffentlichter Meinung, die auf Twitter und Instagram unter #menschwachauf gepostet wird, einen Betrag an die evangelische Obdachlosenhilfe. Für 100 Beiträge unterstützt fritz-kola die Initiative mit 1.000 Euro, für 500 mit 2.000 und für 1.000 Beiträge mit insgesamt 5.000 Euro.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44781750 / Live)