Studie „Digitalisierung der Wirtschaft“

Neue digitale Technologien vor dem Durchbruch

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Eine Hand aus dem 3D-Drucker? So könnte schon bald die Zukunft der deutschen Wirtschaft aussehen. Denn 3D-Druck, Virtual Reality und CO. ermöglichen eine flexiblere und kostengünstigere Produktion.
Eine Hand aus dem 3D-Drucker? So könnte schon bald die Zukunft der deutschen Wirtschaft aussehen. Denn 3D-Druck, Virtual Reality und CO. ermöglichen eine flexiblere und kostengünstigere Produktion. (Bild: gemeinfrei / CC0)

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BITKOM Bundesverband Informa- tionswirtschaft, Telekommuni- kation und Neue Medien e.V.

Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft schreitet immer weiter voran. Mittlerweile will jedes fünfte Unternehmen den 3D-Druck einführen und jedes neunte Virtual Reality. Das zeigt eine aktuelle Studie zum Thema „Digitalisierung der Wirtschaft“.

In der deutschen Wirtschaft stehen digitale Technologien wie 3D-Druck, Virtual Reality oder Cognitive Computing vor dem Durchbruch. Das hat eine repräsentative Umfrage unter Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Setzen bisher erst fünf Prozent der Unternehmen in Deutschland 3D-Druck-Verfahren ein, so planen oder diskutieren aber 20 Prozent den Einsatz. Im produzierenden Gewerbe liegt der Anteil der Nutzer von 3D-Druck sogar bei 16 Prozent und weitere 40 Prozent planen den Einsatz. Virtual Reality nutzen bislang zwei Prozent der Befragten, jedes neunte Unternehmen prüft den Einsatz. Bei Cognitive Computing beziehungsweise Verfahren der künstlichen Intelligenz liegt die Anwenderquote bei einem Prozent. Sieben Prozent der Befragten stehen vor der Einführung.

In der deutschen Wirtschaft stehen digitale Technologien wie 3D-Druck, Virtual Reality oder Cognitive Computing vor dem Durchbruch.
In der deutschen Wirtschaft stehen digitale Technologien wie 3D-Druck, Virtual Reality oder Cognitive Computing vor dem Durchbruch. (Bild: Bitkom Research)

„Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft nimmt Fahrt auf“, so Bitkom-Präsident Thorsten Dirks zum Start der hub conference in Berlin. „Die neuen Technologien sind zusätzliche Beschleuniger.“

So ermöglichen 3D-Druck-Verfahren eine flexiblere und kostengünstigere Produktion. Mit Virtual Reality können neue Produkte, Bauvorhaben oder die Ergebnisse von Datenanalysen besser visualisiert werden. Cognitive Computing bildet die Grundlage für digitale Assistenten, die Berufstätige bei ihrer Arbeit unterstützen. Laut Umfrage wollen 40 Prozent der Unternehmen ihre Investitionen in digitale Technologien im Jahr 2016 steigern, die Hälfte davon kräftig. Bei 48 Prozent bleiben die IT-Investitionen unverändert und nur bei 8 Prozent nehmen sie eher ab.

„Wer zukunftsfähig sein will, muss seine Produkte und Dienste mit Blick auf eine zunehmend digitalisierte Welt anpassen“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. So will jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent), im Jahr 2016 gezielt in die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle investieren.

Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Digitalisierung enorme Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat. 41 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie als Folge der Digitalisierung neue Produkte beziehungsweise Dienstleistungen anbieten. Umgekehrt haben 16 Prozent deshalb bereits Produkte vom Markt genommen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Unternehmen haben ihre Produkte beziehungsweise Leistungen um digitale Zusatzdienste ergänzt. Beinahe jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) setzt dabei auf interaktive Online-Kommunikation, zum Beispiel über soziale Medien. Fast jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) hat digitale Transaktionsdienste eingeführt, wie zum Beispiel Online-Shops oder Buchungssysteme, und jedes fünfte (21 Prozent) bietet digitale Service-Angebote, zum Beispiel eine Fernwartung per Internet.

Rohleder: „Eine direkte und schnelle Interaktion und Kommunikation kann den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen.“

Digitale Transformation muss fest verankert sein

Ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche digitale Transformation bestehender Geschäftsmodelle ist aus Sicht des Bitkom, dass dieses Thema fest in der Organisation verankert wird. Doch nur etwa jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) gibt an, dass es eine eigene organisatorische Einheit gegründet hat, die sich ausschließlich mit der Digitalisierung beschäftigt. Bei großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind es dagegen 42 Prozent.

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