Videos im Marketing

Video-on-Demand – alles eine Frage der Qualität

| Autor / Redakteur: Mark Blair / Georgina Bott

Heutzutage konsumieren Verbraucher Filme, TV-Sendungen und Videoclips über diverse Endgeräte. Bewegte Bilder eignen sich aber genauso gut für andere Botschaften.
Heutzutage konsumieren Verbraucher Filme, TV-Sendungen und Videoclips über diverse Endgeräte. Bewegte Bilder eignen sich aber genauso gut für andere Botschaften. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Über die unterschiedlichsten videofähigen Endgeräte konsumieren Verbraucher nicht nur Filme, TV-Sendungen und lustige Clips. Bewegte Bilder eignen sich genauso gut für diverse andere Botschaften – entscheidend dabei ist die Qualität der Videos und die richtige Zielgruppenansprache.

Unternehmens- und Produktpräsentationen, Anwendungsszenarien, Erklärvideos, Employer Branding Kampagnen usw. – all diese Inhalte lassen sich durch den Einsatz von Video-on-Demand ansprechend aufbereiten und auf verschiedene Zielgruppen zuschneiden. Zur Finanzierung dieser Inhalte ist werbefinanziertes Video-on-Demand (AVOD) ein gängiges Mittel. Laut Branchenverband Bitkom wächst werbefinanziertes Video-on-Demand (AVOD) rasant. Um die Zuschauer auf diversen Abspielgeräten bei Laune zu halten, ist die Qualität der Videos für publizierende Unternehmen entscheidend. Dabei beinhaltet der Begriff „Qualität“ mehrere Dimensionen als den meisten initial bewusst ist.

Nur eine Frage der Auflösung?

Wenn man an die Qualität von Videos denkt, kommt einem als erstes die Auflösung beziehungsweise Bildschärfe in den Sinn. Eine Auflösung von 4K wird als hoher Qualitätsstandard verstanden. Das Streaming von 4K-Videoinhalten wird von den meisten Anbietern noch nicht unterstützt, da die Datenmengen zu groß für die aktuell verfügbare Datenübertragung sind und die Nutzererfahrung eher verschlechtern würde – durch Buffern und Ruckeln. Die Bildschärfe ist also nur eines von weiteren Qualitätsmerkmalen.

„Inhalt wird geladen“

Verzögerungen beim Laden von Videos haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Abbruchrate. Dienste wie News-Seiten stehen oft vor der Herausforderung, dass sie Nutzer durch das Buffern während der Wiedergabe verlieren. Dieses Problem ist selbst bei führenden Playern wie Netflix so groß, dass sie versuchen, Ladezeiten mit Hilfe von Werbeschaltungen zu monetarisieren. Schaffen es AVOD-Anbieter reibungsloses Abspielen der Inhalte mit gehaltvollen Werbeblöcken zu verknüpfen, haben sie ihr Ziel in Bezug auf die Qualität erreicht.

Mangelnde Skalierbarkeit

Die Anbieter sind sich des Bedarfs nach skalierbaren Lösungen für die diversen Formate und Content-Formen bewusst. So sind in den vergangenen Jahren proprietäre Streaming-Formate wie RTMP und RSP vom Markt verschwunden. Gleichzeitig haben sich neue Formate wie HLS und DASH – die auf offenen Protokollen wie HTTP basieren – durchgesetzt, um die notwendige Skalierbarkeit zu bieten. Auch durch die Unterstützung von Initiativen, wie der Streaming Video Alliance, erwarten wir, dass sich diese Formate weiter durchsetzen. Das Aussterben einiger weiterer Formate wird den Markt zusätzlich konsolidieren.

Flash-Player verlieren an Bedeutung

Der Rückgang an Flash-Angeboten ist ein wichtiger Meilenstein für die Skalierbarkeit von hochwertigem AVOD. Viele Webbrowser unterstützen mittlerweile offene Rundfunkstandards. Diese machen die Bereitstellung von Premiuminhalten auch ohne Flash-Player möglich. Daher setzen sämtliche Plattformen mehrheitlich auf offene Standards und vermeiden zunehmend Plug-Ins und proprietäre Formate. Dies sind wichtige Entwicklungen, um die Nutzererfahrung auch seitens des Back-Ends zu verbessern.

Der Kampf gegen die Ad-Blocker

Die letzte entscheidende Komponente bei der Nutzererfahrung von AVOD ist die Cloud. Denn Ad-Blocker haben aktuell einen massiven Einfluss auf die AVOD-Umsätze im Markt. Laut einer Pagefair-Analyse verwendeten im vergangenen Jahr alleine in Deutschland 29 Prozent aller Video-on-Demand-Nutzer einen Ad-Blocker. Durch die Nutzung der Cloud für die Bereitstellung und Auslieferung der Werbeinhalte (via SSAI-Lösung) können Publisher nicht nur Ad-Blocker umgehen, sondern auch die Wiedergabequalität verbessern.

Die richtigen Investitionen tätigen

Verbraucher haben das Recht, fehlerhafte, nervige und aufdringliche Videowerbung wegzuklicken. Gleichzeitig haben Unternehmen das Recht, ihre aufwendig produzierten Inhalte durch Werbung zu finanzieren. Qualität ist der Schlüssel, um diese Interessen beider Gruppen zusammenzubringen. Damit werbefinanziertes Video-on-Demand funktioniert, sind also zwei Kriterien für Publisher elementar:

  • Ein Player mit schnellen Ladezeiten, der reibungsfreies Streamen ermöglicht und so Wiedergabeabbrüche verhindert und die Interaktion mit dem Nutzer steigert.
  • Die Auslagerung der gesamten Entscheidungslogik der Werbung auf einen Server mittels einer SSAI-Lösung, die alles in der Cloud vereint, Ad-Blocker aushebelt und Anpassungen der Inhalte für alle Endgeräte vereinfacht.

Diese Investitionen verbessern die Qualität der Nutzerfahrung, fördern die Interaktion der Verbraucher und steigern somit den Umsatz des publizierenden Unternehmens. So kann der Einsatz von Videos für Unternehmen ein effektives Mittel sein, um Inhalte für verschiedene Gruppen bereitzustellen und über die diversen Endgeräte zu jeder Zeit verfügbar zu machen.

Mark Blair ist Vice President EMEA bei Brightcove.
Mark Blair ist Vice President EMEA bei Brightcove. (Bild: Brightcove)

Über den Autor

Mark Blair ist Vice President EMEA bei Brightcove. In seiner Rolle ist er für die Unternehmensstrategie in den Bereichen Digital Media und Digital Marketing verantwortlich. Zuvor war Mark Blair als Entwickler, Designer und Manager unter anderem bei Allaire (jetzt Macromedia) und Adobe tätig. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in der Digital Economy.

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