Streaming-Dienste

Was tut sich in der Welt der Online-Videos?

| Autor / Redakteur: Mark Blair / Georgina Bott

Streaming-Dienste wie Netflix & Co. erfreuen sich großer Beliebtheit, da ihre Nutzer aktiv wählen können, wann, wo und auf welchem Gerät sie ihre bevorzugten Inhalte sehen. Doch auch Nischenanbieter sollten Verbraucher nicht außer Acht lassen!
Streaming-Dienste wie Netflix & Co. erfreuen sich großer Beliebtheit, da ihre Nutzer aktiv wählen können, wann, wo und auf welchem Gerät sie ihre bevorzugten Inhalte sehen. Doch auch Nischenanbieter sollten Verbraucher nicht außer Acht lassen! (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Bedeutung des Online-Videos nimmt immer mehr zu und revolutioniert die Art, wie wir Bewegtbildinhalte neben dem klassischen Fernsehen konsumieren. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis der Online-Videos und wie werden sie sich weiterentwickeln?

Bereits letztes Jahr verzeichneten Streaming-Dienste wie Netflix & Co. rund 24 Millionen Nutzer in Deutschland. Video-on-demand (VOD) und Over-the-Top (OTT) Streaming-Services sind deshalb so erfolgreich, weil ihre Nutzer nun aktiv wählen können, wann, wo und auf welchem Gerät sie ihre bevorzugten Inhalte sehen. Doch ist damit bereits das Ende der Online-Video-Revolution erreicht? Schwer vorstellbar! Denn während sich die großen OTT-Player, wie Netflix und Amazon Prime, mit traditionellen Medienunternehmen (wie Pay-TV-Anbieter und Rundfunkanstalten) messen, tummeln sich im Netz mehr und mehr Nischenanbieter.

Spezifische Inhalte statt All-In-One-Entertainment

Diese profitieren davon, dass Verbraucher mit den Angeboten der großen OTT-Player oftmals überfordert sind. Denn neben der Preisfrage kann das generische Angebot an Inhalten für Hemmnisse sorgen. Nischenanbieter hingegen bieten spezifische Inhalten (zum Beispiel bestimmte Sportarten oder Genres) zu einem attraktiven Preis. So kommen Verbraucher zum Teil besser weg, wenn sie ein bis zwei Nischenanbieter buchen, statt auf die All-In-One-Entertainment Plattform zu setzen.

Die nächste Stufe der Online-Video-Revolution

Die Neuerungen und Fortschritte dieser unkonventionellen Services läuten die nächste Stufe der Online-Video-Revolution ein: Es gibt sogenannte ‚Born digital’ Player (wie LadBible), die nur online auftreten, vereinzelte Unternehmen und Marken erzielen zusätzliche Einnahmen über Streams und verwandeln sich dadurch in Medienunternehmen (zum Beispiel Red Bull Media House) und einige Nischenanbieter erweitern ihre Kundschaft durch OTT (wie Danger TV mit gezielten Inhalten zu Extremsport und Survival). Diese Nischen-Publisher zeichnen sich dadurch aus, dass sie keinerlei Streuverluste in ihrer Zielgruppe verzeichnen. Da jeder Inhalt exakt die Interessen der Abonnenten beziehungsweise Zuschauers abdeckt, kann jeder dieser Inhalte maximal zur Marge der Plattform beitragen. „Tote“ Inhalte, die eventuell als Teil eines Lizenzpakets dazugekauft und nun mit Zugriffszahlen gen Null auf der Plattform vor sich hinvegetieren, sind bei diesen Nischenanbietern die absolute Ausnahme.

Persönliches Online-Programm

Kostengünstige und einfache Lösungen zur Bereitstellung von OTT-Inhalten auf verschiedenen Betriebssystemen und Endgeräten verändern den Markt zusätzlich, da sich so auch kleinere Anbieter den Betrieb einer OTT-Plattform leisten können. Mit dem stetig wachsenden Angebot an OTT-Kanälen werden Konsumenten in den kommenden Jahren ihr eigenes, persönliches Online-Programm gestalten können – ob für begeisterte Musikfans oder Tennisspieler, für Extremsportliebhaber oder Salsatänzer, für Heimwerker oder Bau-Profis, für Marketingexperten oder Börsenhändler: Es wird für jeden die passenden Online-Videoinhalte geben. Die Online-Video-Revolution wird zeigen, dass man keine Milliardenbudgets braucht, um als Publisher erfolgreich zu sein.

Mark Blair ist Vice President EMEA bei Brightcove.
Mark Blair ist Vice President EMEA bei Brightcove. (Bild: Brightcove)

Über den Autor

Mark Blair ist Vice President EMEA bei Brightcove. In seiner Rolle ist er für die Unternehmensstrategie in den Bereichen Digital Media und Digital Marketing verantwortlich. Zuvor war Mark Blair als Entwickler, Designer und Manager unter anderem bei Allaire (jetzt Macromedia) und Adobe tätig. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in der Digital Economy.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44675044 / Digital)