E-Commerce

Süßer die Server nie glühen – so verhindern Sie Performance-Engpässe

| Autor / Redakteur: Christoph Stoica / Dr. Gesine Herzberger

Online-Shopping erfreut sich vor allem zu Weihnachten großer Beliebtheit. Wer da als Online-Händler unvorbereitet an die Sache herangeht, bei dem klingeln nicht die Kassen, sondern es läuten die Alarmglocken im Rechenzentrum.
Online-Shopping erfreut sich vor allem zu Weihnachten großer Beliebtheit. Wer da als Online-Händler unvorbereitet an die Sache herangeht, bei dem klingeln nicht die Kassen, sondern es läuten die Alarmglocken im Rechenzentrum. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Nicht nur der Glühwein wärmt die IT-Mitarbeiter von Onlinehändlern in diesen Tagen. Sondern auch die Server und Leitungen fangen an zu glühen, wenn tausende potenzieller Kunden auf Geschenkesuche gehen.

Gerade in der Weihnachtszeit boomt das Onlinegeschäft, wie eine aktuelle Studie von Adobe zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr wird der Umsatz um 10 Prozent steigen und auf 23 Milliarden Euro anwachsen. Es verwundert daher kaum, dass rund 43 Prozent aller Deutschen ihre diesjährigen Weihnachtseinkäufe ausschließlich online tätigen wollen. Immer mehr Konsumenten meiden die überfüllten Fußgängerzonen und Kaufhäuser, in denen sie am Ende ohnehin oft nicht das bekommen, was sie eigentlich suchen.

Ihre wachsende Begeisterung für das Online-Shopping begründeten die Befragten auch damit, dass das Einkaufen über Smartphone und Co. wesentlich einfacher geworden sei. Heute seien wesentlich mehr Shops als früher für Mobilgeräte optimiert. Nicht nur in dieser Beziehung haben die Händler die Zeichen der Zeit erkannt: Immer häufiger nutzen sie Schnäppchenaktionen wie Black Friday oder Cyber Monday, um Kunden zu locken und ihre Umsätze zu steigern. Alleine das Black-Friday-Wochenende beschert den teilnehmenden Händlern einen zusätzlichen Umsatz in Höhe von 549 Millionen, so die Schätzung von Adobe. Doch mit entsprechenden Events sind nicht nur Chancen verbunden, sondern auch Herausforderungen. Wer unvorbereitet an die Sache herangeht, bei dem klingeln nicht die Kassen, sondern es läuten die Alarmglocken im Rechenzentrum. Denn Rabattaktionen, die einen Publikumsansturm verursachen, sind ein echter Stress-Test für die Server. Gehen die Systeme in die Knie, bedeutet das schnell einen Umsatz- und Reputationsverlust.

So verhindern Händler Performance-Engpässe

Wer im turbulenten Weihnachtsgeschäft nicht untergehen will, der sollte jetzt ein Maßnahmenpaket schnüren, um Performance-Engpässe in Zukunft zu vermeiden. Diese fünf Maßnahmen sollten dafür ergriffen werden:

1. Vorausschauende und häufige Tests
Anwendungen müssen möglichst oft getestet werden – und zwar nicht erst im laufenden Betrieb, sondern auch schon während ihrer Entwicklung. Denn nur frühzeitige Tests machen es möglich, Fehler und Architekturprobleme schnell zu erkennen und zu beseitigen.

2. Ermittlung der maximalen Spitzenlast
Wie viel Traffic hält Ihre Webseite aus? 1.000 Zugriffe pro Minute? 10.000? 100.000? Wer das nicht weiß, kann nicht zuverlässig für Spitzenlasten planen. Viele Unternehmen bilden sich jedoch irrtümlich ein, dass entsprechende Tests leistungsstarker On-Premise-Hardware bedürfen und somit sehr teuer sind. Tatsächlich werden aber längst auch cloudbasierte Infrastrukturen für Lasttests zur Miete angeboten.

3. Plattform- und geräteübergreifende Performance-Optimierung
Auf dem Desktop-PC des Entwicklers läuft alles – so weit, so gut. Aber wie sieht es auf den hunderten von Mobilgeräten aus, die auf dem Markt sind? Wie sind hier die Ladezeiten? Kommt es zu Timeouts oder Anzeigefehlern? Geräteübergreifende Performance-Tests und Bandbreitentests für Mobilfunkverbindungen wie GPRS, 3G oder LTE sind unerlässlich, wenn die Anwendung überall laufen soll.

4. Fehlerursachen analysieren
Die bloße Feststellung, dass ein Performance-Problem vorliegt, trägt nicht zu dessen Lösung bei. Vielmehr muss IT-Abteilungen das Werkzeug an die Hand gegeben werden, konkrete Ursachen zu identifizieren. Nur so lassen sich Fehler dauerhaft beheben.

5. Einrichtung eines Notfallwarnsystems
Reguläre Performance-Tests tragen zwar dazu bei, potenzielle Engpässe zu verhindern. Aber was, wenn es doch mal ein Problem gibt? Dann muss ein automatisiertes System sofort Alarm schlagen. Entsprechende Monitoring-Tools liefern auch tägliche Updates und Reports, damit Händler den Überblick behalten.

Auch wenn das Weihnachtsgeschäft bereits in vollem Gange ist – der nächste Black Friday kommt bestimmt. Händler müssen jetzt aufrüsten, um sich für zukünftige Kundenanstürme zu wappnen. Wer sich auf Anwendungen verlässt, die nicht sorgfältig getestet wurden, der geht ein unnötiges Risiko ein.

Christoph Stoica ist Regional General Manager bei Micro Focus.
Christoph Stoica ist Regional General Manager bei Micro Focus. (Bild: Hotwire PR / Micro Focus)

Über Micro Focus

Micro Focus (LSE: MCRO.L) ist ein globaler Hersteller von Unternehmens-Software und unterstützt die Global 2000 in ihren technischen Herausforderungen. Die Lösungen von Micro Focus helfen Unternehmen dabei, IT-Investitionen, Unternehmensanwendungen und neue Technologien zu nutzen, um komplexen, sich rasch entwickelnden Geschäftsanforderungen zu begegnen und zugleich die eigenen Unternehmensinformationen zu schützen. Das Lösungs-Portfolio umfasst Attachmate, Borland, Micro Focus, NetIQ, Novell und SUSE.

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