Arbeitgebermarke

Employer Branding ist kein Personalmarketing

| Autor / Redakteur: Tina Schäfer / Georgina Bott

Letztendlich ist Employer Branding die Pflege der Unternehmen-Mitarbeiter-Beziehung und diese Beziehung steht vor den selben Herausforderungen wie jede andere Beziehung auch.
Letztendlich ist Employer Branding die Pflege der Unternehmen-Mitarbeiter-Beziehung und diese Beziehung steht vor den selben Herausforderungen wie jede andere Beziehung auch. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Ein Ziel vieler Unternehmen ist es, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Dazu braucht es allerdings mehr als eine kurze Recruiting-Kampagne. Warum Sie Employer Branding als Strategie verstehen sollten und welche Auswirkungen das auf den Unternehmenserfolg hat, lesen Sie hier.

Employer Branding leistet viel für den Unternehmenserfolg. Angefangen von Kostenreduktion über erhöhte Kundenzufriedenheit bis hin zu Wettbewerbsvorteilen. Allerdings wird es allzu häufig als reines Personalmarketing missverstanden.

Die allgegenwärtige Herausforderung, vor der branchenübergreifend fast alle Unternehmen stehen, ist der Fachkräftemangel. Doch unterstützt Employer Branding nicht nur dabei offene Stellen bestmöglich zu besetzen. Es generiert grundlegende Wettbewerbsvorteile und positive Effekte bei der Mitarbeitergewinnung, der Mitarbeiterbindung, der Unternehmenskultur, der Leistungsbereitschaft sowie dem Unternehmensimage. Bei B2B Employer Branding geht es um mehr als um eine kurze Recruiting-Kampagne. Es erhöht unter anderem das Commitment der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen. Dies steht in direktem Zusammenhang mit der Verbesserung der Kundenzufriedenheit und der Umsatzsteigerung.

Ein weiterer Punkt, der durch Employer Branding positiv beeinflusst wird, ist die Fluktuationsrate der Mitarbeiter. Langfristige Strategien sind am besten mit Mitarbeitern zu erreichen, die sich auch langfristig an das Unternehmen binden wollen und dessen Werte verinnerlicht haben. Dadurch werden auch Abwerbungen durch direkte oder indirekte Konkurrenz verringert. Letztendlich ist Employer Branding die Pflege der Unternehmen-Mitarbeiter-Beziehung und diese Beziehung steht vor den selben Herausforderungen wie jede andere Beziehung auch. Es kommt auf die Balance von geben und nehmen an.

Employer Branding als Strategie

Die eigene Arbeitgebermarke zu entwickeln, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, bestehende Mitarbeiter zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen sind die Aufgaben eines jeden Personalers. Employer Branding und Personalmarketing sind dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Employer Branding ist die interne und externe Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Dem ergänzend ist das Personalmarketing die Vermarktung des Arbeitgebers und seiner Angebote auf dem Arbeitsmarkt.

Kurz gesagt, hat das Employer Branding die Funktion einer übergeordneten Strategie, nach der sich alle nach innen und außen kommunizierenden Abteilungen ausrichten, während das Personalmarketing die operativen Maßnahmen stellt.

Wie man sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert

Das wichtigste sind Wertschätzung und Authentizität. Beides sollte jedoch unabhängig von Umsatzzahlen oder dem Budget sein, das einem zur Verfügung steht. Wertschätzung kann ganz unterschiedlich gezeigt werden. Zum einen auf monetäre Art und Weise, zum anderem durch die Anzahl der Urlaubstage oder die Bereitstellung von Obst, Kaffee oder Sportkursen.

Mit Blick auf Authentizität bringt es nichts, aufwendige und preisintensive Kampagnen in externen Kommunikationskanälen auszuspielen, wenn sich im Bewerbungsprozess dem potenziellen Mitarbeiter ein ganz anderes Unternehmensbild darbietet. In diesem Fall ist weniger manchmal mehr. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Arbeitgebermarke aktiv kommuniziert werden muss. Dafür sollten geeignete Kanäle ausfindig gemacht werden, mit denen man die entwickelten Strategien professionell umsetzen kann.

Mitarbeiter sind automatisch Markenbotschafter

Markenbotschafter zu sein beginnt schon im kleinen Rahmen. Jeder ist in seinem Familien- und Bekanntenkreis eine Art Influencer. Wenn das Gespräch auf das Thema „Arbeit“ kommt, wird jeder Mitarbeiter automatisch zum Botschafter der Marke. Doch auch im größeren Rahmen sollten die Mitarbeiter zu Wort kommen. Sie können am besten vermitteln, welche Werte gelebt werden und was den Arbeitgeber auszeichnet.

Tina Schäfer ist seit vier Jahren Unit Director bei der Vogel Corporate Media GmbH und seit Juni 2016 zudem Mitglied der Geschäftsleitung.
Tina Schäfer ist seit vier Jahren Unit Director bei der Vogel Corporate Media GmbH und seit Juni 2016 zudem Mitglied der Geschäftsleitung. (Bild: Vogel Corporate Media)

Über die Autorin

Seit inzwischen vier Jahren ist Tina Schäfer Unit Director bei der Vogel Corporate Media GmbH und seit Juni 2016 zudem Mitglied der Geschäftsleitung. Neben Consumer Brands wie Condor und PUMA berät sie auch klassische B2B-Kunden wie 3M oder den Kabelhersteller Lapp Group im Bereich Corporate Communications-, Content- und Social-Media-Marketing. Neben der operativen Steuerung der Business Unit ist sie maßgeblich an der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens beteiligt. Auf Grund ihrer langjährigen Agentur-Erfahrung sind digitale Kommunikationskonzepte, Corporate Publishing und Content Marketing ihr Steckenpferd. Mit ihrem Know-how unterstützt sie zudem seit 2014 die Kommission Corporate Media der Deutschen Fachpresse.

Über Vogel Corporate Media
Vogel Corporate Media ist eine in Berlin ansässige Agentur für Corporate Communications, Content Marketing und Corporate Publishing. Unter der Leitung von Tina Schäfer konzipiert und implementiert das Team crossmediale Kommunikationsstrategien, die Unternehmen dabei helfen, im Wandel der Digitalisierung, zeitgemäß zu kommunizieren.

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