Prof. Dr. Karsten Kilian – Markenlexikon.com

Agilität, Akzentuierung und Andersartigkeit

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Prof. Dr. Karsten Kilian ist Professor an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und leitet dort den Masterstudiengang Marken- und Medienmanagement. Mit Markenlexikon.com hat er das größte Markenportal Deutschlands aufgebaut.
Prof. Dr. Karsten Kilian ist Professor an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und leitet dort den Masterstudiengang Marken- und Medienmanagement. Mit Markenlexikon.com hat er das größte Markenportal Deutschlands aufgebaut. (Bild: Markenlexikon.com)

Agiles Marketingmanagement, die akzentuierte Nutzung relevanter Medienkanäle und die klare Herausarbeitung der Andersartigkeit der Unternehmensmarke zählen zu den drei Top-Prioritäten im B2B Marketing 2017, sagt Prof. Dr. Karsten Kilian, Initiator von Markenlexikon.com.

Wohin geht die Reise im B2B Marketing 2017?

2017 wird aufgrund der politischen Unsicherheiten in den USA, in Brasilien, in der Türkei, in Russland und in Syrien die Marketingarbeit spürbar beeinflussen, vielleicht sogar beeinträchtigen. Es gilt schnell auf mögliche Veränderungen zu reagieren und bei unvorhergesehenen Ereignissen ad hoc Marketingaktivitäten umschichten zu können. Agilität ist in aller Munde. B2B Marketer müssen 2017 zeigen, dass sie ihr internationales Marketing agil gestalten können.

Welche drei großen Trends und Entwicklungen sollten B2B-Marketer 2017 auf dem Schirm haben?

Die langfristige Marketingplanung gerät aufgrund der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten weiter unter Druck. Statt langer Marketingpläne gilt es agil auf sich kurzfristig ergebende Veränderungen zu reagieren, diese möglichst zu antizipieren und schneller als der Wettbewerb damit verbundene Chancen zu nutzen.

Gleichzeitig muss einer weiteren Fragmentierung der Marketingkommunikation entgegen gewirkt werden. Immer mehr B2B-Unternehmen verzetteln sich in den Sozialen Medien. Facebook, Twitter, YouTube und jetzt möglicherweise auch noch Instagram und Snapchat. Viele B2B-Unternehmen sollten sich wieder auf die Medien- und Vertriebskanäle konzentrieren, die ihnen wirklich Umsatz bringen. Dazu zählen Messen, gerne auch in Form von Hausmessen und virtuellen Messen, vor allem aber die eigenen Vertriebsmitarbeiter. Sie werden 2017 vermehrt digital mit ihren Kunden in Verbindung treten, z.B. in Form von Videokonferenzen. Auch wird in Marketing und Vertrieb weiter mit Virtual Reality experimentiert. Bis auf weiteres aber bleibt der persönliche Kontakt von Mensch zu Mensch entscheidend für den Verkaufserfolg.

Während Vertrieb und Mediennutzung konzentrierter erfolgen sollten und sich gleichzeitig der Planungshorizont im Marketing weiter verkürzt, gilt es bei der Unternehmensmarke noch längerfristiger und strategischer zu agieren als bisher. Vor allem gilt es die Andersartigkeit des Unternehmens konsequent und über die Zeit immer wieder auf’s Neue für die Mitarbeiter und Kunden erlebbar zu machen.

Agil, akzentuiert und andersartig vorgehend, wird 2017 ein weiteres erfolgreiches Jahr für die meisten B2B-Marketer.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

 

Copyright © 2017 - Vogel Business Media