Virenschleuder-Preis 2013

Infektionsgefahr durch Marketing-Kampagnen?

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Michael Krüger und die Hanser-Werbeabteilung feiern den Gewinn des Virenschleuder-Preises 2012.
Michael Krüger und die Hanser-Werbeabteilung feiern den Gewinn des Virenschleuder-Preises 2012. (Bildquelle: flickr © Peter Hassiepen)

Was haben Computertastaturen, Webseiten und Marketing gemein? Auf den ersten Blick herzlich wenig. Auf den zweiten aber schon: Alle drei können wahre Virenschleudern sein – und auf unterschiedliche Weise ansteckend wirken.

Marketing, das begeistert, Aufmerksamkeit erregt und sich viral verbreitet, ist das Ziel jedes Marketers. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, auf welche Medien eine Kampagne zurückgreift oder wie viel Budget darauf verwendet wird. Was zählt, ist die Idee dahinter. Genau solche Ideen werden beim Virenschleuder-Preis ausgezeichnet. In Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse sucht Blogger Leander Wattig 2013 schon zum dritten Mal die ansteckendste Marketing-Maßnahme/-Strategie, Marketing-Idee und Persönlichkeit.

Best Practice-Sammlung

Einreichen kann jeder, und genau das ist von den Veranstaltern ausdrücklich gewünscht: „Der Virenschleuder-Preis ist eine Best Practice-Sammlung im Crowdsourcing Sinne: Alle arbeiten mit und jeder Teilnehmer profitiert, weil er auf jeden Fall Sichtbarkeit bekommt”, erklärt Initiator Wattig. So gab es in den vergangenen Jahren Einreichungen aus allen Tätigkeitsfeldern: Agenturen und Beratungen, Autoren und Blogger, Buchhandel und Handwerk, Journalismus, Messen, Vereine und Stiftungen, Verlage und Web-Plattformen. Alle Nominierungen werden auf dem Blog des Preises veröffentlicht und nach ihrer Beliebtheit in Shortlists eingeordnet. Eine Jury, unter anderem mit Claudia Michalski, stellvertretende Sprecherin der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführerin bei der Verlagsgruppe Handelsblatt, Jochen Mai, Social Media Manager bei Yello Strom und Frank Krings, PR Manager der Frankfurter Buchmesse, ermittelt schließlich die effektivsten Virenschleudern, die dann im Rahmen der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet werden. Der Preis beziehungsweise die Preisverleihung stehen beim Virenschleuder-Preis allerdings eher im Hintergrund: „Aus meiner Sicht geht es vor allem um den Erfahrungsaustausch auf Basis der veröffentlichten Nominierungen. Der Preis selbst ist quasi das Gamification-Element, um den Anreiz für Einreicher zu erhöhen”, meint Wattig.

Einreichungen aus dem B2B erwünscht

Ohnehin versteht Leander Wattig, Kommunikationsberater und Büchermensch, den Virenschleuder-Preis als „anders” – und das ist er auch. Der Wettbewerb ist ein lockerer, mutmachender Rahmen, der zum Austausch einlädt. Das zeigt allein schon sein Name, der nach Aussagen der Veranstalter „mit einem Augenzwinkern gewählt ist.” Einreichen lohnt sich also, zumal die Auszeichnung inzwischen zu den renommiertesten Marketingpreisen im Publishing zählt. Trotz oder gerade wegen der bisherigen Fokussierung auf die Publishing-Branche sind übrigens auch Unternehmen und Agenturen aus dem B2B aufgerufen, sich am Virenschleuder-Preis zu beteiligen: „Wir sind zwar in der Publishing-Branche gestartet, haben das aber jetzt geöffnet. Und heute ist ja letztlich jedes Unternehmen ein Medienunternehmen, gerade im Marketingbereich”, erläutert Wattig. Letztlich gilt für eine Nominierung beim Virenschleuder-Preis also nur eine Maxime: Je ansteckender sie ist, desto sichtbarer wird sie.

* Einreichungen sind noch bis zum 25.09.2013 möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42269875 / Live)