Nachhaltigkeit im B2B

Verantwortungsvolles Handeln steigert den Umsatz

23.02.15 | Redakteur: Gesine Herzberger

„Eine Revolution aus Carbon. Ökonomisch, ökologisch, elektrisch getrieben. Ein hybrides Kraftwerk von morgen.“ So beschreibt BMW den neuen i8 im Werbespot. Und tatsächlich gelingt es dem Automobilbauer, mit den Attributen der i-Serie zu überzeugen: Laut dem Wertschöpfungsreport Nachhaltigkeit generiert der Automobilbauer auf dieser Grundlage mehr als 10 Prozent seines Umsatzes.
„Eine Revolution aus Carbon. Ökonomisch, ökologisch, elektrisch getrieben. Ein hybrides Kraftwerk von morgen.“ So beschreibt BMW den neuen i8 im Werbespot. Und tatsächlich gelingt es dem Automobilbauer, mit den Attributen der i-Serie zu überzeugen: Laut dem Wertschöpfungsreport Nachhaltigkeit generiert der Automobilbauer auf dieser Grundlage mehr als 10 Prozent seines Umsatzes. (Bildquelle: BMW – Screenshot YouTube-Video: „Der BMW i8: Erster einer neuen Zeit. - TV-Spot.“)

Verantwortungsvolles Handeln zahlt sich aus! So ist Nachhaltigkeit mit 4,6 Prozent Umsatzbeitrag inzwischen ein wesentlicher Erfolgstreiber für Unternehmen. Das zeigt der Wertschöpfungsreport Nachhaltigkeit.

Ganz klar: Nachhaltigkeit zählt zu den Megatrends der Zukunft. Unternehmen bauen eigens dafür Ressourcen auf und investieren gezielt in ihr nachhaltiges Image – die i-Serie von BMW ist nur ein Beispiel dafür. Aber ist eine höhere Kaufbereitschaft beziehungsweise Kaufintensität wirklich dadurch zu erklären, dass die Käufer ein Unternehmen als ‚nachhaltig‘ wahrnehmen? Zahlt Nachhaltigkeit sich aus, oder ist das Ganze nur ein „Nice to have“? Der Wertschöpfungsreport Nachhaltigkeit der Markenberatung Biesalski & Company in Kooperation mit facit research weist erstmals auf breiter Basis nach, wie viel ein gutes Gewissen wert ist. Das Ergebnis: fast fünf Prozent der Umsätze entfallen im Durchschnitt auf ein verantwortungsvolles Handeln.

Angeführt wird das Umsatzranking durch den Nachhaltigkeits-Primus Frosta mit 14 Prozent Umsatzanteil, gefolgt von Iglo (12,9 Prozent) und Hipp (12,2 Prozent). Alle drei verbindet, dass sie als Nahrungsmittelhersteller ein hochrelevantes Verantwortungsfeld besetzen: Es geht um gesunde Ernährung. Gleich darauf folgt BMW mit 10,6 Prozent des Umsatzes, mit deutlichem Abstand vor den Rivalen Mercedes-Benz und Audi – alles Vertreter einer Branche, die auf den ersten Blick nur schwer mit Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen ist. Insbesondere der Münchener Autobauer beweist jedoch, dass sich mit innovativen Konzepten wie der i-Serie, mit Mut und Konsequenz eine eigene Nachhaltigkeits-Konjunktur schaffen lässt.

Nachhaltigkeit ist auch im B2B eine relevante Größe

„Das sind ja alles B2C-Unternehmen“, denken Sie jetzt vielleicht. Und da der Report tatsächlich im Wesentlichen endkundenorientiere Unternehmen listet, haben wir die Studienmacher nach der Relevanz von Nachhaltigkeit für B2B-Unternehmen gefragt. Die Antworten gab Alexander Biesalski, Managing Partner und Gründer der Markenberatung Biesalski & Company.

Herr Biesalski, B2B nähert sich ja in vielen Bereichen dem B2C an, und tatsächlich liefern bereits viele B2B-Konzerne Nachhaltigkeitsberichte. Würden Sie Nachhaltigkeit 2015 als Trend im B2B sehen?

Ja, wenn ‚Nachhaltigkeit‘ im Sinne von ‚Verantwortung‘ verstanden wird. Im B2B stehen neben Ökologie zunehmend Aspekte wie ‚Partnerschaftlichkeit‘ und ‚wirtschaftliche Stabilität‘ im intensiven globalen Wettbewerb im Vordergrund.

Welche Argumente sprechen für B2B-Unternehmen dafür, sich Nachhaltigkeit und CSR auf die Fahnen zu schreiben und diese tatsächlich zu leben?

‚Vertrauen‘ ist die entscheidende Voraussetzung für Erfolg im B2B-Geschäft. Zur Schaffung von Vertrauen ist sind Integrität und Verlässlichkeit in Kommunikation und Handeln die notwendige Voraussetzung. Aus unseren kundenspezifischen Studien wissen wir, dass Unternehmen, die Verantwortung für ihr Handeln und damit für ihre Geschäftspartner übernehmen auch überdurchschnittlich als ‚nachhaltig‘ beurteilt werden. Darüber hinaus wird im Rahmen der Beauftragung von Zulieferern deren ‚Nachhaltigkeitsprofil‘ immer stärker hinterfragt und geprüft. Schließlich stehen OEM’s für die Einhaltung ihrer Nachhaltigkeitsversprechen in der Verantwortung und damit für die gesamte Wertschöpfungskette. In der Summe ist Nachhaltigkeit auch im B2B ein ernst zu nehmender Wertschöpfungsfaktor, der die Gewinnung und Bindung von Kunden sowie die Erzielung eines Preispremiums unterstützt oder – je nach Branche – gar erst ermöglicht.

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