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Multichannel-Marketing 10 Tipps für relevantes Multichannel-Marketing

Autor / Redakteur: Holger Stelz / Dr. Gesine Herzberger

Nichts hat das Marketing so sehr verändert wie die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Kunden erwarten permanente Einkaufsmöglichkeiten, ein hohes Servicelevel und überall verfügbare Informationen. Diese 10 Empfehlungen zeigen, wie Sie die Herausforderung Multichannel-Marketing meistern.

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(Bildquelle: Pixabay, CCO Public Domain)

1. Neu versus Alt

Häufig werden bewährte Regeln und Erfahrungen nicht auf die modernen Kommunikations-Mittel übertragen.

Empfehlung: Planen Sie Marktbearbeitungsmaßnahmen immer im Hinblick auf die Zielgruppe, berücksichtigen Sie bisherige Erfahrungen und testen Sie – immer.

2. Direkt- versus Dialog-Marketing

Mit der Verlagerung zum Dialog geht der „distributive Aspekt“ und damit die Nähe zu direkten Vertriebs-Kanälen verloren.

Empfehlung: Denken Sie an die distributive Seite des Dialog- respektive Direkt-Marketings und klären Sie ab, ob eine direkte Distribution Sinn machen könnte.

3. Multi-Channel- versus Omni-Channel-Marketing

Multi-Channel-Marketing beschreibt einen Ansatz, bei dem Unternehmen ihren Kunden mehrere ausgewählte Kanäle anbieten, um sie zu kontaktieren oder einen Auftrag zu erteilen. Eher neuer ist der Omni-Channel-Ansatz: hier wird gefordert, dass auf alle verfügbaren Kanäle und Medien gesetzt wird.

Empfehlung: In seiner Absolutheit ist das Omni-Channeling zu extrem. Viel zielführender ist es, immer wieder neue Kanäle auszuprobieren, sie auf ihre Tauglichkeit zu prüfen und dann eventuell umzusetzen.

Closed-Loop-Communication dreht sich um EINE integrierte Datenbank. So schaffen Sie eine 360°-Kundensicht für eine optimale Kundenansprache.
Closed-Loop-Communication dreht sich um EINE integrierte Datenbank. So schaffen Sie eine 360°-Kundensicht für eine optimale Kundenansprache.
(Bildquelle: Uniserv)

4. Einzel-Aktionen versus integrierte Kampagnen

Die Zeit von isolierten Einzelmaßnahmen ist vorbei. Die Praxiserfahrung zeigt, dass die Kombination des Dialog-Marketings mit anderen Kanälen signifikant bessere Resultate erzielt.

Empfehlung: Vermeiden Sie isolierte Einzelmaßnahmen und setzen Sie auf mehrstufige, integrierte Kampagnen mit klaren Zielen.

5. Dialog versus Daten

Viele Unternehmen unterlassen es, Reaktionen von Kunden auf Kommunikationsmaßnahmen als Daten in der „Kunden-History“ zu speichern.

Empfehlung: Schließen Sie Ihren Datenkreislauf möglichst automatisiert und kontrolliert. Durch eine 360°-Sicht auf den Kunden erhalten Sie wertvolle Hinweise auf mögliche Verkaufschancen.

6. Pull versus Push

Es ist damit zu rechnen, dass sich der Trend weg von den Push-Medien, hin zu den Pull-Medien dramatisch verschärfen wird. Der Kunde möchte zunehmend selbst entscheiden, wann und zu welchem Zweck er seine Daten zur Verfügung stellt.

Empfehlung: Setzen Sie mehr auf Transparenz, informationelle Selbstbestimmung und immer weniger auf Push-Medien. Das Customer Relationship Management wird zum Customer Managed Relationship-System, indem vor allem der Kunde die Art der Geschäftsbeziehung definiert und beeinflusst.

7. Anonym versus offen

Der moderne Kunde tätigt gerade am Anfang einer Kundenbeziehung viele Aktivitäten anonym. Er möchte selbst entscheiden, wann er sich zu erkennen gibt.

Empfehlung: Gehen Sie auf diese Entwicklung ein und organisieren Sie Ihr Datenmanagement sorgfältig, denn Sie haben keine zweite Chance, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

8. Individuum versus Netzwerke

Auf der einen Seite werden die Menschen immer individueller, auf der anderen Seite vernetzen sie sich immer stärker.

Empfehlung: Definieren Sie, welches relevante „Stakeholder“ und Netzwerke sind, zu welchen Sie eine Beziehung aufbauen wollen und bilden Sie diese in der Kundendatenbank ab.

9. Technik versus Emotionen

Die Technik ist in aller Munde, doch wird häufig vergessen, dass Beziehungen immer emotional sind und die Automatisierung die Kreativität nie ersetzen kann. Nur Kunden, die mit einem Unternehmen emotional verbunden sind, werden diesem freiwillig die Treue halten oder dieses weiter empfehlen.

Empfehlung: Seien Sie sich der Emotionalität bewusst und messen Sie diese konsequent.

Holger Stelz ist Director Marketing & Business Development bei Uniserv.
Holger Stelz ist Director Marketing & Business Development bei Uniserv.
(Bildquelle: Uniserv)

10. Dialog- versus klassische Kommunikation

In Zeiten von Reizüberflutung kann nur die integrierte Kommunikation die Lösung sein – basierend auf klaren Zielvorgaben und abgestimmt auf klar definierte, möglichst homogene Zielgruppen.

Empfehlung: Kommunizieren Sie integriert.

Fazit:

Schlussendlich werden nur diejenigen Unternehmen von der Digitalisierung profitieren, die ihre Datenflüsse mittels einer passenden Lösung für das Management von Kundenstammdaten im Griff haben. Lesen Sie mehr in dem Fachbericht „10 Empfehlungen für relevantes Multichannel-Marketing“ von Dr. Christian Huldi.

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Über den Autor:

Holger Stelz ist Director Marketing & Business Development bei Uniserv. Seit 2010 leitet der Experte für Datenmanagement die Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes Kundendatenmanagement und verantwortet zudem seit 2011 das weltweite Marketing. Holger Stelz hat über 20 Jahre Erfahrung in der IT-Branche. Unter anderem war er 14 Jahre lang bei SAP tätig, wo Stelz als Berater SAP Logistik einstieg und später als Accountmanager für SAP-Lösungen, Sales Executive und Fachabteilungsleiter SAP Business Intelligence beschäftigt war. Zuletzt verantwortete er als Sales Director SAP Business Intelligence, Master Data Management und Enterprise Portale drei Jahre lang das Geschäft in der Region Central EMEA.

Über Uniserv:

Uniserv ist Experte für erfolgreiches Kundendatenmanagement. Smart Customer MDM, die MDM-Lösung für Kundenstammdaten, vereint Datenqualitätssicherung und Datenintegration zu einem ganzheitlichen Ansatz. Kundendaten stehen im Mittelpunkt von Initiativen für Datenqualität, Datenmigration, Data Warehousing sowie Master Data Management, beispielsweise im Umfeld von CRM-Anwendungen, E-Business, Direct & Database Marketing, CDI / MDM-Anwendungen und Business Intelligence.

Mit mehreren Tausend Installationen weltweit bedient Uniserv die Erwartung einer ganzheitlichen Lösung für alle Geschäfts- und Kundendaten über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg. Am Stammsitz in Pforzheim sowie in den Niederlassungen in Paris und Amsterdam beschäftigt das Unternehmen über 130 Mitarbeiter und zählt branchenübergreifend und international zahlreiche renommierte Unternehmen wie beispielsweise Allianz, Burda, Deutsche Bank, eBay, EDEKA, Ernst Klett Verlag, France Telecom, Lufthansa, Siemens, Springer Science & Business Media, Time Warner sowie TUI und Volkswagen zu seinen Kunden.

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