Plötzlich Führungskraft

10 Tipps (nicht nur) für frischgebackene Chefs

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Auf die Kontrolle folgt im Regelkreis des Führens das Anerkennen oder Kritisieren der Leistung des Mitarbeiters. Doch wie erkennt ein Vorgesetzter, ob diese angemessen ist? Und sollten Kollegen für alles Erreichte und Getane loben? Die Antwort lautet: Jein. Führungskräfte sollten zwischen Lob und Anerkennung sowie Tadel und Kritik unterscheiden. Lob und Tadel sind immer persönlich und allgemein. Anerkennung und Kritik beziehen sich dagegen auf eine bestimmte Leistung des Angestellten. Deshalb sollten sie stets sachlich und konkret sein. Anerkennung und Kritik sollten Vorgesetzte in der Regel nur unter vier Augen äußern.

Nicht vorschnell entscheiden und agieren

Ein letzter Tipp für frischgebackene „Chefs”: Im Führungsalltag führen meist viele Wege zum Erfolg. Nur einer nicht: Von Anfang an alles anders machen zu wollen als der Vorgänger. Zum einen produziert dieser Versuch in der Regel Widerstand, zum anderen fehlt Ihnen als Neuer in der Abteilung hierfür meist das erforderliche Know-how. Treffen Sie deshalb, wenn Sie eine neue Führungsposition antreten, in den ersten zwei, drei Wochen keine wegweisenden Entscheidungen. Bemühen Sie sich zunächst vielmehr darum, die Arbeitsweise und die Handlungsabläufe in Ihrer neuen Abteilung kennen zu lernen. Und sagen Sie dies auch Ihren neuen Mitarbeitern – selbst wenn diese Sie mit noch so vielen Anfragen wie „Chef, wie geht es weiter“ bestürmen. Denn schon viele Führungskräfte schaufelten sich ihr eigenes Grab, indem sie in der Startphase vorschnell weitreichende Entscheidungen trafen – oder weil sie ihren Angestellten Versprechen gaben, die sie dann nicht einlösen konnten.

Dieser Artikel erschien zuerst bei elektronikpraxis. Verantwortlicher Redakteur: david.franz@vogel.de

* Stefan Bald ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal.

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