Social Media-Marketing 3 Social Media-Trends, die 2022 boomen werden

Ein Gastbeitrag von Philipp Reittinger*

Neben Budget-, Team- und Wachstumsplanung rückt mit Blick auf das neue Jahr auch das Thema Social Media-Strategie wieder verstärkt in den Fokus von Unternehmen. Wir zeigen drei zentrale Entwicklungen, die Marketer im B2B-Umfeld für 2022 wortwörtlich “auf dem Schirm” haben sollten.

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Social Media sind im Marketing-Mix ein wichtiges Instrument. Um immer up-to-date zu bleiben, sollten Sie die folgenden Trends unbedingt in Ihrer Kommunikation berücksichtigen.
Social Media sind im Marketing-Mix ein wichtiges Instrument. Um immer up-to-date zu bleiben, sollten Sie die folgenden Trends unbedingt in Ihrer Kommunikation berücksichtigen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Trend 1: Augmented Reality

Mithilfe der AR-Technologie wurde Pokémon GO im Jahre 2016 zu einem weltweiten Hype. Aber auch soziale Apps wie Snapchat nutzen AR-Filter für unterhaltsame Effekte, beispielsweise verzerrte Gesichter. Doch Augmented Reality ist nicht zwingend nur Mittel zur Unterhaltung, auch im Business-Umfeld werden entsprechende Lösungen immer häufiger eingesetzt. Ein Anwendungsfall ist etwa die virtuelle Platzierung neuer Ware im Showroom.

Der kreativen Gestaltung einer erweiterten Realität sind keine Grenzen gesetzt. Vom neuen Automodell bis zur Zentrifuge lässt sich wirklich alles digital anzeigen und Funktionen demonstrieren. Sinnvoll sollte die Implementierung einer AR-Funktion, gerade im Business-Umfeld, natürlich sein. Die Bereitstellung einer App für Händler, in der diese während des Verkaufsgesprächs AR-Beispiele zur Veranschaulichung nutzen können, ist nur ein Beispiel der zahlreichen Umsetzungsmöglichkeiten.

Trend 2: Social Listening

Stets sofort informiert zu sein, wenn in der Ferne ein “Shitstorm” aufzieht und darauf unverzüglich reagieren zu können, ist Gold wert. So lässt sich Schlimmeres oft vermeiden. Doch gerade Erwähnungen des eigenen Unternehmens in einem positiven Kontext, etwa im Zuge einer Bewertung auf Facebook oder Google, müssen Unternehmen regelmäßig prüfen.

Richtig angewandtes Social Listening ist besonders wertvoll. Schließlich spiegeln Meinungen und Erwartungen von Kunden auch wider, welche Qualitäten und vor allem Potenziale anzupassen sind, um die Markenwahrnehmung zu verbessern. In der Umsetzung kann man im Zuge von Social Listening bereits durch das Anlegen relevanter Hashtags zu Produkten, Namen und Branchenthemen spannende Insights generieren. Dies umfasst auch das Monitoring von Wettbewerbern – denn wer andere Unternehmen im Blick behält, kann von deren Kommunikation lernen und bestimmte Learnings auf die eigene Strategie anwenden.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Wenn Hersteller kontinuierliches Social Media-Monitoring betreiben und die Ergebnisse mit Händlern teilen, können diese zu jedem Zeitpunkt auf aktuelle Ereignisse rund um die Brand und deren Social Media-Präsenz eingehen. Hier würden durch Social Listening also wertvolle Verkaufsargumente entstehen. Um potentielle Outcomes dann noch weiter zu verstärken und für die eigenen Geschäftspartner stets erreichbar zu sein, ist der folgende und letzte Trend hilfreich.

Trend 3: Service via Social-Media

Heute ruft man nicht mehr bei der Hotline an oder quält sich durch pausenlose Dudelmusik. Bei Rückfragen zu gekauften Produkten oder Garantiefragen wenden sich Kunden schon länger auf digitalem Wege an die Geschäftspartner. Dazu wurde in der Vergangenheit hauptsächlich die E-Mail genutzt.

In diesem Jahr entwickelte sich der B2C-Kundenservice in Richtung der sozialen Medien weiter. Über die Messenger-Funktionen nahmen B2C-Kunden in 2021 verstärkt Kontakt zu Unternehmen auf. Gerade B2B-Unternehmen haben hier noch die Chance, “First Mover” zu sein und ihren Kunden einen entsprechenden Service in den sozialen Netzwerken anzubieten.

Kleiner Tipp: Dass Unternehmen auf LinkedIn für Geschäftspartner erreichbar sein sollten, ist klar. Was viele oft vergessen: Die großen B2B-Entscheider sind Menschen. Sie nutzen beispielsweise mit ca. 32 Mio. anderen Nutzern täglich Facebook. Eine Unternehmensseite oder vielleicht sogar ein persönlicher Ansprechpartner, beziehungsweise die Möglichkeit den Ansprechpartner im Notfall über sein Facebook-Profil zu kontaktieren, symbolisiert beispielsweise auch über Facebook die Nähe zum Kunden.

Fest steht, 2022 wird B2B enorm sozial

Gerade in der aktuellen Zeit, in der die Nähe zu Mitmenschen ein besonderer Faktor ist, müssen auch B2B-Unternehmen Wege finden, im digitalen Raum eine enge Beziehung zu Partnern und Kunden aufzubauen. Ein gesunder Grad an Präsenz auf ausgewählten Kanälen ist hierfür sicherlich hilfreich.

Gerade B2B-Firmen sollten die digitalen Chancen nutzen, die 2022 bietet und an Social-Media-Touchpoints verstärkt mit potenziellen Geschäftskunden in Kontakt treten. Im B2C ist das schon bei vielen als erste Wahl der Kontaktaufnahme etabliert, so entwickeln sich soziale Medienkanäle im B2B-Umfeld langsam in dieselbe Richtung. Nehmen Firmen diese Entwicklung erst einmal wahr, können sie daraus großes Potential schöpfen und sich zukunftsorientiert positionieren. Nun liegt es in Ihren Händen, dieses Potential auch zu nutzen.

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*Philipp Reittinger ist Geschäftsführer von ZweiDigital.

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