Generation Künstliche Intelligenz 30 Prozent ziehen KI-System einem Fußballkommentator vor

Redakteur: Antonia Röper

Angefangen mit dem Videoschiedsrichter erhält immer mehr Zukunftstechnologie Einzug in den Fußball. Doch was hält das jüngere und damit auch zukünftige Publikum von der Einführung eines KI-Kommentators? Dieser Frage widmet sich die Studie "Künstliche Intelligenz im Fußball" von Kaspersky.

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Für eine Kombination aus menschlichen Fußballkommentator und KI-System als Co-Moderator stimmten 38 Prozent aller Befragten der Kaspersky Studie.
Für eine Kombination aus menschlichen Fußballkommentator und KI-System als Co-Moderator stimmten 38 Prozent aller Befragten der Kaspersky Studie.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

"Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen - Rahn schießt - Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!", die letzten von Herbert Zimmermann kommentierten Minuten des Fußballweltmeisterschaftsfinales 1954 zwischen Ungarn und Deutschland sind Emotion pur. In der digitalen Welt von heute stellt sich nun die Frage, ob es für die Herbert Zimmermanns und Béla Réthys von morgen nicht auch Alternativen geben könnte? Laut einer repräsentativen Umfrage von Kaspersky unter 1.000 befragten 16- bis 30-Jährigen (Generation KI) in Deutschland würden zumindest 30 Prozent ein KI-basiertes Sprachsystem einem menschlichen Fußballkommentator vorziehen. Unter den Fußballfans steigt die Präferenz eines KI-Systems im Übrigen auf 38 Prozent. Sind das die Vorboten einer technologischen Revolution im Fußball? Kaspersky hat sich in der neuen Studie "Künstliche Intelligenz im Fußball" eingehend mit der Einschätzung der Generation KI zur Weiterentwicklung im Fußball in den Bereichen Schiedsrichterentscheidungen, TV-Berichterstattung und technologische Zukunft auseinandergesetzt.

Zur Ehrenrettung von Béla Réthy und Co: Laut der Umfrage zieht eine knappe Überzahl der Befragten, den klassischen TV-Kommentator (35 Prozent) einem KI-System (30 Prozent) weiterhin vor. 21 Prozent stehen dieser Aussage neutral gegenüber und 10 Prozent haben dazu keine Meinung. Auch scheinen die weiblichen Befragten eher zu den Fußballromantikerinnen zu gehören, die an einer herkömmlichen Berichterstattung festhalten möchten. Während 34 Prozent der Männer ein KI-System einem TV-Kommentator vorziehen würden, tun dies lediglich 26 Prozent der Frauen.

Zukunft der Fußballberichterstattung: Maßgeschneiderte Analysen und Kommentare für alle?

Die Studie von Kaspersky zeigt, in welche Richtung sich die Berichterstattung im Fußball verändern könnte. So fänden die Befragten - sobald die Technologie hierfür ausgereift genug ist - eine Kombination aus menschlichen Fußballkommentator und KI-System als Co-Moderator spannend. Für dieses Szenario stimmen 38 Prozent aller Befragter (unter den Fußballfans sogar fast jeder zweite mit 47 Prozent). Auch hier, beim Thema Einbezug von KI in die Fußballberichterstattung, waren die weiblichen Befragten mit einer Zustimmung von 35 Prozent verhaltener als die männlichen Studienteilnehmer (41 Prozent).

Auch sind 33 Prozent der in Deutschland befragten 16- bis 30-Jährigen der Meinung, dass in Zukunft TV-Experten von einem KI-System verdrängt werden könnten, das maßgeschneiderte Analysen für jeden einzelnen Zuschauer liefert. Die Fußballfans können sich dies sogar zu 43 Prozent vorstellen.

Zudem würden wiederum 33 Prozent während der TV-Übertragung eine KI als Chatbot befürworten, um mehr Interaktion mit den Fans zu ermöglichen (Fußballfans stimmen dem zu 40 Prozent zu).

Eine noch höhere Zustimmung erhält die Aussage "Fußball gucken in 3D und mit Virtual-Reality-Brille fände ich gut" - mit 41 Prozent und unter den Fußballfans mit 52 Prozent.

KI sicher einsetzen - auch im Fußball

Kaspersky möchte als IT-Sicherheitsexperte über die Studie hinaus auf die Bedeutung von Cybersicherheit im Kontext von KI und Machine Learning (ML) hinweisen. Denn je mehr Machine-Learning- und KI-Technologien im Hintergrund zum Einsatz kommen, desto wichtiger wird eine umfassende Transparenz und umso höher ist der Stellenwert von IT-Sicherheit.

"Wer KI nur im Bereich von Science-Fiction verortet, sollte sich bewusstmachen, dass bereits heute Machine Learning und Algorithmen - als Vorstufe zu starker, also kognitiver KI - in zahlreichen Anwendungen Standard sind", konstatiert Marco Preuss, Leiter des europäischen Forschungs- und Analyseteams bei Kaspersky. "Als IT-Sicherheitsexperte liegen uns die Themen Cybersicherheit und Datenschutz bei einer so wichtigen Zukunftstechnologie wie Künstlicher Intelligenz besonders am Herzen - denn ohne adäquate digitale Schutzmaßnahmen ist sie zum Scheitern verurteilt. Bei KI-Systemen gilt, was beim Internet der Dinge (IoT) zum Teil verpasst wurde: Datenschutz und Security by Design, beziehungsweise Cyberimmunität, müssen von Beginn an ein Teil der Überlegungen sein."

*Quelle: Kaspersky

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