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E-Commerce 5 Anforderungen an Produktdaten im B2B-Geschäft

Autor / Redakteur: Marcel Hollerbach* / Julia Reger

Bisher lief der Sales im B2B-Bereich klassisch über die Vertriebsabteilungen; in der Praxis also über Messen, Außendienst und Kooperationspartner. Doch E-Commerce gewinnt auch hier immer stärker an Bedeutung. Damit einher geht auch ein gut aufbereiteter Produktdatenfeed, um die Produkte bestmöglich zu präsentieren.

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Wie können Unternehmen sicher stellen, dass ihre Produkte von der Zielgruppe schnell und einfach gefunden werden? Durch einen optimalen Produktdatenfeed.
Wie können Unternehmen sicher stellen, dass ihre Produkte von der Zielgruppe schnell und einfach gefunden werden? Durch einen optimalen Produktdatenfeed.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Genau wie wir als Endkonsument zuerst eine schnelle Google-Suche starten, agieren wir auch als Business-Entscheider. Aber wie stellen Unternehmen sicher, dass ihre Produkte von der Zielgruppe auch schnell und einfach gefunden werden? Dreh- und Angelpunkt ist hier ein qualitativ hochwertiger Produktdatenfeed, der die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Plattformen und Kanäle entsprechend berücksichtigt. Wie Endkonsumenten wünschen sich auch B2B-Einkäufer qualitativ hochwertige Produkte zu vernünftigen Preisen. Dafür müssen sie im Kaufprozess auf die entscheidenden Informationen zum jeweiligen Produkt zurückgreifen können. Voraussetzung ist hier ein perfekt aufbereiteter Produktdatenfeed, um eine langfristige Käuferbindung sicherzustellen. Die wichtigsten Voraussetzungen dafür sind:

1. Vollständigkeit

Wer hat speziell im Business-Umfeld heute schon Zeit, fehlende Informationen selbst zu recherchieren? Stellen Sie also sicher, dass Ihr Produktdatenfeed alle relevanten Eigenschaften und einen zusätzlichen Mehrwert enthält. Das beinhaltet nicht nur Informationen über Produktvarianten wie beispielsweise Größe, Farbe und Preis, sondern auch Bilder und Videos. Wesentlich ist dabei die Endkunden-Perspektive in der jeweiligen Landessprache ihrer Business-Klientel einzunehmen. So kann man beispielsweise einen Mont Blanc-Stift nicht nur als Schreibware verschlagworten, sondern auch als Firmengeschenk und so neue Zielgruppen erreichen.

2. Sichtbarkeit

Überprüfen Sie, ob alle Produktinformationen Ihren Branding-Richtlinien entsprechen und die passenden Metadaten und Image-Tags enthalten. Ein häufiger Fehler ist die Schreibweise von Marken und Produktbezeichnungen – hier schleichen sich gerne schnell einmal kleine Fehler ein, die in der Google-Suche jedoch fatale Folgen haben. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, mehr Daten zur Verfügung zu stellen, als mindestens vorgeschrieben sind. Denn: Je mehr Attribute und Eigenschaften einem Produkt zugeschrieben werden, desto öfter kann das Produkt in der Google-Suche erscheinen. Berücksichtigen Sie außerdem die passenden Keywords, die B2B-Käufer branchenübergreifend verwenden und stellen Sie sicher, dass Sie diese in Ihren Feed aufnehmen. Je mehr Daten bereitgestellt werden, desto besser kann der genutzte Kanal das Produkt abbilden und die Relevanz für Suchmaschinen erhöhen. Bei Amazon beispielsweise müssen immer Backend Keywords eingefügt werden, obwohl der Endkonsument diese nie zu Gesicht bekommen wird.

3. Timing

Verkaufen Ihre B2B-Kunden an Endkonsumenten? Dann ist es besonders wichtig, die richtigen Produktinformationen zum richtigen Zeitpunkt bereitzuhalten und einen entsprechenden Vorlauf einzuplanen. Das gilt besonders für E-Commerce starke Tage wie etwa den Cyber Monday. Die Planungen und entsprechenden Order für den Black Friday etwa im Oktober zu beginnen, könnte also etwas zu spät sein.

4. Interne Zugänge

Für die Produktdaten sind im Unternehmen in der Regel unterschiedliche Abteilungen zuständig – alle wollen und müssen auch einen entsprechenden Zugang haben. Diese Zuständigkeiten variieren hier von Unternehmen zu Unternehmen. Um einen zentralen Zugang gewährleisten zu können, müssen sich die Produktinformationen an einem zentralen und sicheren Ort im Unternehmen befinden. Ein solcher Ort könnte ist beispielsweise ein cloud-basiertes Product Information Management (PIM) System sein. So können mehrere Benutzer aus verschiedenen Abteilungen mit den passenden Tools problemlos darauf zugreifen.

5. Verbreitung

Auch im B2B-Commerce gibt es nicht nur den einen Kanal. Produktinformationen müssen also individuell pro Kanal und Marktplatz aufbereitet sein, damit sie medienübergreifend distribuiert werden können. Eben weil dieses E-Commerce-Ökosystem immer komplexer wird, benötigen Unternehmen neue Lösungen. Für Produktinhalte eignen sich aus unserer Sicht zwei Tools: zum einen PIM und zum anderen Produktdatenfeed-Management und Syndikatoren.

PIMs sind die Quelle für die Rohdaten. Sie liefern die Grundlage aller nachfolgenden Produktdatenvariationen – online wie offline. Sie waren lange der Ursprung „Goldener Aufzeichnungen“ von Produktdaten und werden mit der Zunahme an Daten, Kanälen und auch Bedürfnissen immer wichtiger. Sie sind der zentrale Bezugspunkt für fast alles, was mit Ihren Produktinformationen zu tun hat.

Datenfeed-Management hingegen verwendet die Rohdaten und ermöglicht es Unternehmen, diese einfach zu individualisieren. Dabei handelt es sich idealerweise um eine cloudbasierte Software, die den Feed ganz ohne Coding generiert. So lassen sich diese individuellen Feeds unkompliziert an alle Shopping- und Marketingkanäle distribuieren. Das steigert in Summe die Sichtbarkeit und die Performance der Produkte.

* Marcel Hollerbach ist CMO bei Productsup.

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