Instagram und B2B

5 Gründe für B2Bler Instagram zu nutzen

| Autor / Redakteur: Claudia Leischner / Georgina Bott

Produktkommunikation
Verdeckte Werbung in sozialen Netzwerken (nicht nur auf Instagram) wird als Thema in den Fachmedien derzeit heftig diskutiert und von Influencern aller Art eingesetzt. Firmen, die in ihrem eigenen Account auch ihre Produkte inszenieren, sollten sich Mühe geben. Plumpe Eigenwerbung zieht nicht. Wie man stattdessen das Medium zur Kommunikation nutzt und seine Marke zeit- und kanalgemäß inszeniert, zeigt Engelbert Strauss, indem das Unternehmen seine Produkte in neue Kontexte setzt.

Zum Beispiel mit einem Motiv zum Augenzwinkern am Freitag, den 13:

Essentials for Friday the 13th. #engelbertstrauss #enjoywork

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Oder einem ungewöhnlichen Motiv aus der Kälte Norwegens:

Playing the ice contrabass. #engelbertstrauss #enjoywork #workwear #icemusicfestival #norway #geilo #skillful #artist #dynashield

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Wie auch Sie das hinbekommen? Indem Sie bei der Recherche Ihre Branche, Ihr Produkt und vor allem Ihr Unternehmen verlassen und nachverfolgen, was Ihre Kunden, Mitarbeiter, Partner und weitere Zielgruppen im den sozialen Netzwerken liken, kommentieren und reposten/teilen. Sie werden schnell auf Trends stoßen, die zwar im ersten Moment nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun haben, aber nur im ersten. Denn schon im zweiten Moment werden Sie vielleicht die Idee haben, die genau das Motiv liefert, das überrascht und Sympathien gewinnt.

3. Sharing is caring – Was man auf Instagram noch tun sollte

Unternehmen haben die schlechte Angewohnheit meist im Broadcast-Modus zu senden. In sozialen Netzwerken kommuniziert man sich so jedoch ins Abseits. Wie offline gilt auch online: Wer Sympathien und Interesse will, muss auch selbst Sympathie und Interesse zeigen. Sich sozial zu verhalten, bedeutet auf Instagram auch andere Bilder zu liken, zu teilen oder Kundenaccounts und dem Wettbewerb zu folgen. Interaktion ist das A und O. Aufrichtigkeit, Persönlichkeit und Lockerheit sind ein absolutes Muss. Ganz gleich, ob B2B oder B2C. Das sollte sich auch in Bildunterschriften widerspiegeln: Zu offensichtliches Marketing wirkt da eher abstoßend. Hashtags ziehen, aber nicht bei exzessiver Nutzung und auch nicht wenn sie schlichtweg nicht passen. Recherchieren Sie vorher, welche Hashtags möglicherweise bereits über das Unternehmen bestehen oder welche zum Thema besonders häufig verwendet werden. Hashtags wie #followforfollow oder #followme sind nicht nur anbiedernd, sondern auch eine Gefahr. Instagram straft die Nutzung bestimmter Hashtags, die nicht themenbezogen, sondern nur zum gegenseitigen Folgen oder Liken aufrufen, ab. Unter dem Namen „Shadow Ban“ machte die Meldung im April dieses Jahres die Runde.

Wer auf Instagram aktiv ist, für den sollte es zum Standard werden, regelmäßig (das heißt mehrmals wöchentlich) die eigenen Hashtags sowie themennahe anzuklicken und das aktuelle Geschehen dahinter zu kommentieren und zu liken.

4. Positive B2B-Beispiele auf Instagram

Es gibt schon einige Unternehmen, die mit ihren Instagram-Kanälen erfolgreiche B2B-Kommunikation betreiben, so beispielsweise General Electric. Der US-amerikanische Mischkonzern beeindruckt seine Follower mit atemberaubenden Bildern und zeigt gleichzeitig auch die Menschen, die hinter den faszinierenden Maschinen stehen.

Ein weiteres überzeugendes Instagram-Profil ist das von IBM. Das IT– und Beratungsunternehmen versteht es, seine Produkte und Anwendungen auf eine unterhaltsame, persönliche Art in Bilder und Videos zu verpacken. Dies gelingt ihnen sehr gut, indem beispielsweise Kooperationen vorgestellt oder Bilder „regramt“ werden, also Bilder von anderen Usern, die IBM verlinkt haben, nochmal geteilt. Weiterer Pluspunkt auf der Persönlichkeitsskala sind die Firmeneinblicke, die meist auch mit dem Produkt IBMs in Verbindung stehen, diese für den Betrachter aber nicht sofort ersichtlich ist. Aktuell erobert der „Guide Dog TJ“ die Herzen der Follower.

Einen ganz anderen bildgewaltigen Ansatz bietet Adobe. Das Softwareunternehmen sammelt auf seinem Instagram-Account jeden Monat Bilder zu bestimmten Themen. Unter einem ausgewählten Hashtag können User Fotos teilen und haben damit die Chance, auf der Adobe Instagram-Seite zu erscheinen. Eine Variante, die nicht das Produkt in den Vordergrund stellt, jedoch auf das Unternehmen aufmerksam und es interessant macht. Im August stand das Motto Out of Office im Vordergrund.

Dass Unternehmen wie der Bildbearbeitungssoftware-Anbieter Adobe mit beeindruckenden Bildern imponieren und Interesse wecken, wird sie nicht verwundern. Aber wie denken Sie über Logistik-Unternehmen oder Hersteller monströse Baumaschinen? Scrollen Sie durch die Profile von @lufthansacargoag oder @liebherrconstruction und sehen Sie wie bunt, romantisch, idyllisch, skurril oder auch künstlerisch Großbaustellen und Frachtverkehr sein können. Und riesige, voll-technologisierte Maschinen werden plötzlich wieder sowas wie „menschlich“.

5. Werbung auf Instagram

95 Millionen Fotos und Videos posten Nutzer täglich auf Instagram. Bis Mitte 2016 waren es über 40 Milliarden Fotos und Videos insgesamt. Wenn Ihre Bilder und Ihr Kanal eine signifikante Reichweite erzielen sollen, wird es durch das alleinige Posten und Interagieren mit anderen Kanälen schwer diese zu erreichen. Anzeigen zu schalten ist seit 2015 der schnellste und einfachste Weg, um Reichweite innerhalb der gewünschten Zielgruppe zu generieren und Kontrolle über den ROI zu erlangen. Als Folge der Übernahme durch Facebook finden Sie alle Werbemöglichkeiten und –Insights für Instagram im Facebook Business Manager und Werbeanzeigenmanager. Die Erfahrungen der ersten Jahre zeigten, dass das Engagement der Nutzer bei Anzeigen auf Instagram zumeist höher war als auf Facebook. Dies mag auch daran liegen, dass auf Facebook Werbung deutlich präsenter ist. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Vorteil von Facebook in mehr Werbe- und Tracking-Möglichkeiten liegt. Bei Instagram hingegen erhalten Anzeigen hinsichtlich Platzierung und Größe die gleiche Aufmerksamkeit wie organischer Content. Werbeziele, die auf Instagram verfolgt werden können, sind:

  • Klicks auf eine Website
  • Content-Sichtbarkeit
  • Followergenerierung
  • Reichweite und Kontaktfrequenz
  • Video-Ansichten
  • Website Conversions
  • App Engagement
  • App Installs

Seit August 2016 gibt es die Instagram Business Accounts. Diese verfügen unter anderem über kostenfreie Insights, die in Echtzeit Einblicke in die Performance gewähren. Sollten Sie eines der oben gelisteten Ziele verfolgen wollen, werden sie neben Facebook keinen Kanal finden, der es Ihnen so leichtmacht, Ads zu schalten, testen und auszuwerten. Ob B2B Marketing auf Instagram auch für Sie erfolgreich ist, können letztendlich nur Sie selbst überprüfen. Und Sie können es wirklich.

Visuelle Kommunikation

Facebook war das erste soziale Netzwerk, in dem die Grenzen zwischen B2B und B2C verschwimmen, bei Instagram ist dies noch ausgeprägter. Visuelle Kommunikation wird in einer Zeit, in der viele Produkte immer technischer und abstrakter werden, für Firmen extrem wichtig. Und Entscheider in Unternehmen sind auch tagsüber Menschen, nicht nur abends auf der Couch. Wir haben für uns und unsere Kunden erste Erfahrungen mit Instagram gesammelt. Das Fazit fällt rundum positiv aus, wenn vorher klar ist, welche Ziele mit welchen Mitteln verfolgt werden sollen.

Claudia Leischner verantwortet als General Manager bei gyro München (Dentsu Aegis Network) hierzulande das gesamte operative Geschäft der Agentur.
Claudia Leischner verantwortet als General Manager bei gyro München (Dentsu Aegis Network) hierzulande das gesamte operative Geschäft der Agentur. (Bild: gyro)

Über die Autorin

Claudia Leischner verantwortet als General Manager bei gyro München (Dentsu Aegis Network) hierzulande das gesamte operative Geschäft der Agentur. Seit 2012 berichtet sie in dieser Position direkt an den weltweiten gyro-CEO Christoph Becker. 2009 startete sie ihre Karriere bei gyro zunächst als Client Service Director und war in dieser Position für die Kundenbetreuung verantwortlich. Claudia Leischner studierte Jura an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Über gyro
gyro ist das weltweit erste, internationale Fullservice B2B-Agenturnetzwerk. 700 kreative Köpfe haben sich zum Ziel gesetzt, B2B-Kommunikationskonzepte zu entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, nicht nur das Unternehmen. Sie sind an 17 Standorten über alle Kontinente hinweg vernetzt. Auf internationaler Ebene arbeitet gyro beispielsweise für Kunden wie Abbott, Deloitte, HP, Kimberly-Clark, L’Oreal, SAP, USG oder Virgin Atlantic zusammen. gyro ist von der Fachzeitschrift Advertising Age im US-Ranking der „Top 50“-Agenturen gelistet und außerdem im dritten Jahr in Folge zur B2B-Agentur des Jahres gekürt. 2016 erhielt gyro auch die Auszeichnungen „Agentur des Jahres“ der international Business-Marketing-Association sowie „Large Agency of the Year“ des BtoB-Magazins.

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