Website-Optimierung

6 Tipps für die Website von morgen

| Autor / Redakteur: Andreas Öttl* / Viviane Krauss

Ein moderner Internetauftritt sollte sich durch eine komfortable Navigation, Übersichtlichkeit und eine leichte Verständlichkeit auszeichnen.
Ein moderner Internetauftritt sollte sich durch eine komfortable Navigation, Übersichtlichkeit und eine leichte Verständlichkeit auszeichnen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Corporate Website ist für das digitale Marketing zentraler Dreh- und Angelpunkt und bietet Besuchern und Kunden alle relevanten Informationen auf einen Blick. Doch welche Merkmale sollte eine Website haben, um auch noch in einigen Jahren attraktiv für die Besucher zu sein? Und wie lassen sich diese Merkmale realisieren?

Auch wenn viele Kunden im B2B-Bereich heute die Möglichkeit haben, über unterschiedlichste Kanäle und Touchpoints mit einem Unternehmen in Kontakt zu treten, so gilt die Website immer noch als wichtigster Kontaktpunkt im B2B. Der Onlineauftritt sollte Teil einer ganzheitlichen Marketing-Strategie sein und als zentraler Hub von Marketing-Aktivitäten fungieren. Diese in den Zeiten des digitalen Wandels zu vernachlässigen, sollten sich Unternehmen heute nicht mehr erlauben. Vielmehr müssen sie es sich zur Aufgabe machen, den aktuellen Stand immer wieder kritisch zu überprüfen und, falls notwendig, schnell Anpassungen vorzunehmen, um nicht hinter der Konkurrenz zurückzufallen. Damit das gelingt, sollten Online Marketing Manager einen Blick in die Zukunft wagen, um den Online-Auftritt dafür zu wappnen.

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1. Modernes Design und hervorragende Usability

Ein professionelles Website-Design ist heute das A und O – das Design ist eines der ersten Dinge, die einem Website-Besucher ins Auge sticht. Ein moderner Internetauftritt sollte sich durch eine komfortable Navigation, Übersichtlichkeit und eine leichte Verständlichkeit auszeichnen. Dabei ist auch die Usability, also die einfache Bedienbarkeit der Website, nicht zu vernachlässigen. Besonders intuitiv ist eine Bedienung, wie sie Nutzer von Apps kennen.

2. Für Mobilgeräte optimiert

Inzwischen verwenden auch viele B2B-Kunden ihre mobilen Endgeräte, um nach neuen Produkten oder Dienstleistungen zu recherchieren. Wichtig ist es also, dass die Website sich auch über mobile Endgeräte einfach bedienen lässt. Das heißt aber nicht, dass eine für den Desktop-PC erstellte Website einfach eins zu eins mobil umzusetzen ist. Um die mobile Navigation so komfortabel wie nur möglich zu gestalten, kann es notwendig sein, einzelne Elemente anders anzuordnen oder sogar Inhalte zu reduzieren, um die Aufmerksamkeit des Besuchers so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

3. Technisch auf dem neusten Stand

Nicht nur das Frontend sollte bei einer Website eine Rolle spielen, sondern auch das Backend nimmt eine zentrale Rolle ein. Wichtig ist beispielsweise, dass das Frontend auf einem sauberen und fehlerfreien Quellcode aufbaut. Insbesondere für das technische SEO, schnelles Laden und somit für die Nutzungserfahrung des Kunden spielt das eine wichtige Rolle. Hierzu gehört auch, dass die Anwendung generell reaktiv und performant reagiert, also der Benutzer neben kurzen Ladezeiten zudem von leistungsfähigen Filtern und einer leistungsstarken, schnellen Suchfunktion profitiert. Genauso bedeutend ist eine sehr gute Funktionsfähigkeit und dass die Website auf allen relevanten Browsern gleich gut funktioniert. Backendseitig ist hierfür ein modernes CMS nötig. Dieses darf aufgrund der Vielzahl möglicher Touchpoints allerdings nicht mehr alleine auf die Erstellung von Websites ausgerichtet sein, sondern muss eine Vielzahl von Kanälen bedienen können.

4. Integration mit anderen Kanälen und Systemen

Aufgrund der Vielzahl von existierenden Touchpoints, über die B2B-Kunden mit einem Unternehmen in Kontakt treten können, ist die Website nicht zwingend der erste Kontaktpunkt. Sinnvoll ist es daher, die Website mit anderen Kanälen wie Social Media, Blog oder interaktiven Konfiguratoren zu verzahnen. Doch nicht nur für genannte Touchpoints ist das von Bedeutung – auch für die Anbindung weiterer IT-Systeme kann das ein wichtiger Schritt sein. Beispielsweise, wenn Daten aus Drittsystemen, etwa einem ERP-System, benötigt werden, oder wenn ein Unternehmen plant, die Website um KI-Funktionalitäten zu erweitern oder eine Kontaktaufnahme über einen Chat-Bot anzubieten.

5. Öffentlicher und nicht-öffentlicher Bereich

Vor allem im Zuge der After-Sales-Betreuung kann es wichtig sein, den Kunden einen Zugang durch ein B2B-Web-Portal zu ermöglichen. Dort hat er beispielsweise Zugriff auf bereits getätigte Bestellungen, auf hinterlegte Kundenrabatte sowie personalisierte Informationen und Inhalte. Außerdem weiß auch das Unternehmen, welcher Kunde sich zu welchem Zeitpunkt eingeloggt hat und hat stets Zugriff auf relevante Daten. So ist es leichter, dem Kunden personalisierte Angebote zur Verfügung zu stellen.

6. Messbarkeit und Datenschutz

Wenn das Marketing messen möchte, ob die Marketing-Maßnahmen und die Website-Aktualisierung auch tatsächlich von Erfolg gekrönt sind, ist eine detaillierte Webanalyse unverzichtbar. Diese geht heute weit über die einfach Messung von Zugriffszahlen hinaus und verschafft Marketern den Überblick, welche Maßnahmen und Inhalte nützlich sind und welche nicht. Natürlich müssen Unternehmen darauf achten, diese Überprüfung datenschutzkonform (gemäß der DSGVO) durchzuführen und rechtssichere Hinweise in die Datenschutzrichtlinien der Website aufzunehmen. Auch sonst ist auf die Aktualität der Datenschutzhinweise zu achten – und dafür zu sorgen, dass die Datenübermittlung nur verschlüsselt über HTTPS möglich ist.

Realisierung mittels Progressiver Web Apps

Ein Beispiel, wie Unternehmen ihren Internetauftritt zukunftsfähig gestalten, ist die Umsetzung durch Progressive Web Apps (PWA). Dabei handelt es sich um eine moderne Technologie, die die Vorteile klassischer Websites und nativer Apps verbindet. Sie nutzt beispielsweise die Vorzüge nativer Apps, wie etwa den Zugriff auf bestimmte Endgeräte-Funktionalitäten, ohne dabei die Vorteile von Websites zu verlieren, etwa die Relevanz in Suchmaschinen oder den browserbasierten Aufruf.

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Wenn ein Unternehmen eine Web-App nutzen möchte, stellt sich diese Frage in der Regel im Rahmen eines Website-Relaunchs, bei der Entwicklung von speziellen (Business-)Anwendungen oder im Rahmen der Optimierung des Angebots für das mobile Web. Eine PWA stellt dabei insbesondere im Vergleich zu nativen Apps eine sehr gute Alternative dar. In vielen Fällen lassen sich native Apps durch PWAs ersetzen, sodass dann anstelle von Website plus Apps nur noch eine PWA notwendig ist. Dies reduziert Aufwand sowohl bei der Erstellung wie auch bei der späteren Pflege und senkt somit Kosten. Entscheiden sich B2B-Unternehmen für den Einsatz dieser Technologie und die Umsetzung der Merkmale zukunftsfähiger Websites, so sind sie auf den harten digitalen Wettbewerb bestens vorbereitet.

* Andreas Öttl ist Head of Marketing der CURRY Innovations GmbH.

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