Strategie

6 typische Mythen in der Marketing Automation

| Autor / Redakteur: Martin Philipp / Georgina Bott

Mythos oder Wirklichkeit? Wir räumen mit sechs populären Irrtümern rund um das Thema Marketing Automation auf.
Mythos oder Wirklichkeit? Wir räumen mit sechs populären Irrtümern rund um das Thema Marketing Automation auf. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Es wird gern behauptet, Marketing Automation wäre ausschließlich Sache des Marketings und ein Allheilmittel für eine erfolgreiche Neukundenakquise. Stimmt das wirklich? Und wie setzen Unternehmen Marketing-Automation-Tools überhaupt ein?

Ziel der Marketing Automation ist es auch, jegliche Marketingaktivitäten so auszurichten, dass die nachgestellten Teams und vor allem der Vertrieb davon profitieren. Daher ist es wichtig, die Ziele und Prozesse mit den Geschäftsvorgaben und die Informationsflüsse in den Systemen abzugleichen. Fallstricke lauern dabei an jeder Ecke.

1. „Marketing Automation ist als 'Nebenbeiprojekt' realisierbar“

Nein, die Einführung einer Marketing-Automation-Software muss Chefsache sein. Marketing- und Vertriebsleiter müssen volles Engagement zeigen, die Vorstandsebene sollte unterstützen. Außerdem ist es notwendig, Ziele, KPIs und Quick-Win-Projekte frühzeitig zu definieren – als Orientierungsrahmen für nötige Ressourcen, Fristen und Ergebnisse.

2. „Marketing Automation betrifft allein das Marketing“

Nein, Marketing Automation geht Marketing und Vertrieb gleichermaßen an. Beide Unternehmensbereiche werden dadurch stärker miteinander verbunden und profitieren von der Zusammenarbeit: In der Neukundenakquise verkürzen sich Vertriebszyklen – bei einer schnelleren Marktdurchdringung. Zudem können Unternehmen aufgrund einer gestärkten Kundenbindung mehr Folgegeschäfte abschließen. Damit Unternehmen ihre Marktanteile langfristig vergrößern können, sollten beide Teams auf Grundlage gemeinsamer Prozesse arbeiten: Auf strategisch geplante Marketingmaßnahmen folgen gezielte Vertriebsaktivitäten.

3. „Marketing Automation eignet sich lediglich für die Neukundenakquise“

Nein, auch beim Abschluss von Folgegeschäften bringt Marketing Automation einen hohen Mehrwert. Durch den Einsatz einer Marketing-Automation-Software lassen sich Bestandskunden wieder in den großen Pool aller Kontakte zurückgeben. Damit kann das Marketing durch entsprechende Maßnahmen deren Interesse auch für Cross-Selling-Angebote neu entfachen oder mögliche Folgegeschäfte einleiten.

4. „Für erfolgreiches Marketing braucht es nur ein CRM-System“

Nein, Marketingprozesse lassen sich nicht in Customer-Relationship-Management-Systemen (CRM) abbilden, weil CRM-Tools den Vertrieb operativ unterstützen – nicht aber die Neukundenakquise des Marketings. Für das Management von Folgeschäften mit Bestandskunden entwickelt, repräsentiert ein CRM-System lediglich den Zielort für Datensätze, die das Marketing dem Vertrieb liefert. Damit ist ein CRM das zentrale System, um den Status von Verkaufsmöglichkeiten zu erfassen. Doch es eignet sich keinesfalls für eine softwaregestützte, automatisierte Lead-Generierung.

5. „Marketing lässt sich über ein CMS abwickeln“

Nein, auch das Content-Management-System (CMS) ist nicht geeignet für die Aufgaben des Marketings. Es eignet sich gut als zentrale Ablage für verschiedenste Inhalte und als Kollaborationsraum für Redakteure und Webmaster: Es definiert die Inhalte, die der Website-Besucher zu sehen bekommt, und unterstützt die Organisation und Verwaltung digitalen Contents wie Texte, Bilder, Audio- und Videodateien. Aber für die Outbound-Kommunikation oder die Festlegung und Verarbeitung von Geschäftsregeln ist es genauso wenig geeignet wie für die Qualifizierung von Kontakten oder die Identifikation von Verkaufsmöglichkeiten.

6. „Marketing kann mithilfe eines Onlineshops gelingen“

Nein, Onlineshop-Systeme handhaben transaktionelle Kommunikation und Prozesse, die auf die Kaufentscheidung hin folgen. Ein Onlineshop verfügt lediglich über die Datenhistorie zu getätigten Einkäufen, er verwaltet aber nicht die Werbekommunikation, die den Verkauf initiieren soll.

Über SC-Networks und Evalanche

SC-Networks mit Sitz in Starnberg, Hersteller der E-Mail-Marketing-Automation-Lösung Evalanche, wurde 1999 gegründet und unterhält je eine Vertretung in der Schweiz und Österreich. Evalanche ist eine der modernsten webbasierten E-Mail-Marketing-Automation-Lösungen auf dem europäischen Markt. Speziell für Agenturen und Marketing-Abteilungen größerer Unternehmen entwickelt, bietet Evalanche eine Vielzahl von Marketing-Automation-Funktionalitäten für ein wirkungsvolles Lead Management. Evalanche wird in TÜV-zertifizierten Rechenzentren gehostet und ist selbst seit 2011 in den Bereichen Funktionalität und Datensicherheit vom TÜV Süd zertifiziert. 2015 wurde SC-Networks vom TÜV Hessen nach ISO 27001:2013 zertifiziert.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45065232 / Leadmanagement)