Lahme Meetings lähmen

7 Tipps für erfolgreiche Besprechungen

| Autor / Redakteur: Uwe-Jürgen Günter-von Pritzbuer* / Lena Müller

82 Prozent aller Formel 1-Rennen werden beim Start gewonnen. Auch der Beginn eines Meetings ist entscheidend – nur mit einer spannenden Einleitung erzielen Sie die Aufmerksamkeit der Teilnehmer.
82 Prozent aller Formel 1-Rennen werden beim Start gewonnen. Auch der Beginn eines Meetings ist entscheidend – nur mit einer spannenden Einleitung erzielen Sie die Aufmerksamkeit der Teilnehmer. (Bild: gemeinfrei / Pexels)

82 Prozent aller Formel 1-Rennen werden beim Start gewonnen. Das gilt auch bei Meetings – nichts ist schlimmer als ein verlorener Anfang. In diesem Beitrag erhalten Sie sieben Leitlinien, wie Sie Besprechungen erfolgreich beginnen, abkürzen und beenden.

„Ein guter Film fängt mit einer Explosion an.“ Dieser Tipp stammt von Billy Wilder, dem berühmten Regisseur. Nicht anders ist das mit einem Meeting: Nicht nur der Start muss imposant sein, auch das Ende bahnbrechend. Der erste Satz erreicht Aufmerksamkeit, der letzte erzielt Aktion und Erinnerung. Doch wie gelingt eine erfolgreiche Besprechung? Das ist meist gar nicht so einfach: Da erlauben sich manche Kollegen einfach zu spät zu kommen, der Verkaufsleiter beschäftigt sich noch mit dem Beamer-Aufbau und beschwert sich lauthals, dass der PC nicht funktioniert. Derweil unterhalten sich die Kollegen bei einer Tasse Kaffee über dieses und jenes.

Besser wäre doch folgende Situation: Wenn der Raum sich öffnet, dann ist Weihnachten, dann ist Party, dann ist Hochzeit, dann ist die Ouvertüre, der Auftakt. Alles tritt erwartungsfroh und bewundernd herein, man ist schweigend-baff und setzt sich erwartungsfroh an den Tisch. Es ertönt in der völligen, hochachtungsvollen Stille der erste Ton: Das kann Musik sein, ein Paukenschlag, feine Töne, oder ein Ohrwurm. Einen guten Start stellt auch ein kräftiges „Herzlich Willkommen” des Meetingleiters, der Führungskraft oder des Teamvorsitzenden dar.

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30.12.19 - Wer hat an der Uhr gedreht? Diese Frage stellen wir uns kurz vor dem Jahreswechsel sehr häufig. Ist denn schon alles erledigt, was für das Jahr geplant war? Im beruflichen Alltag lauern einige Zeitfresser, die wir vermeiden sollten, um im nächsten Jahr effektiver Aufgaben erledigen zu können. lesen

Oder wie wäre es mit einem emotional passenden Kurzfilm, Video-Ausschnitt oder Trailer? Am besten wird so ein Intro unterstützt von einer starken Präsentationsfolie, denn das Auge isst mit. Wichtig dabei: Ein Gag darf nicht um des Gags Willen sein. Ein ungewöhnlicher Einstieg muss den Zusammenhang zu den danach folgenden Themen herstellen. Der Anfang darf auch nicht so gut sein, dass der dann folgende Hauptteil in Armseligkeit erstickt.

Lahme Meetings lähmen

Leider beginnen viele Meetings lahm – durch Mitteilungen, die man schon per Email bekam, allgemeine Umfragen, langweilige administrative Dinge, lästige Monologe. Und die meisten Besprechungen enden banalisierend durch Restfragen, Diverses und einer allgemeinen Aufbruchstimmung. Ein solches Treffen braucht man erst gar nicht einzuberufen.

So wie ein guter Vortrag mit einem „Schocker“ beginnt und mit tosendem Beifall endet, muss auch eine gute Besprechung gestaltet sein. Doch mit was können Sie beginnen, was bietet sich an? Nicht immer ist ein Gesprächsthema leicht anzugehen, und darum bedarf es gerade beim Einstieg in schwierige Themen besonderer Aufmerksamkeit.

Versuchen Sie es mal mit einer dramatischen oder emotionalen Story, einem außergewöhnlichen Bild, einem Sketch, einem Zitat oder einem zündenden Witz. Bitte vergessen Sie dabei nie, den Bogen zur anschließenden Realität zu schlagen.

Stark beginnen – schwach enden?

Versuchen Sie mal den wichtigsten Punkt an den Schluss zu setzen. Dann gibt es nur noch ein „Los geht’s“. Fordern Sie auf, motivieren und mobilisieren Sie. Stellen Sie etwas in Aussicht. Ein gutes Beispiel aus meiner Praxis war eine Führungskraft, die anbot, alle Außendienstwagen zu waschen, wenn das gesteckte Ziel erreicht wird. Und er musste waschen! Bilden Sie einen Zirkelschluss zum Anfang. So binden Sie eine Schleife vom Ende zum Anfang.

So machen Sie das Meeting zu Ihrer Bühne

Touchpoint Meeting

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12.11.19 - Es ist zum Haare raufen: Da strengt man sich an, lädt seine Mannschaft zu einem Meeting nach dem anderen ein und was tut sich danach? Nichts. „Ich reite scheinbar tote Pferde“, so der Kommentar eines Verkaufsleiters nach einer solchen Sitzung. Damit spricht er aus, was vielerorts ständige Praxis ist: Man versammelt seine Leute und versucht, sie zu motivieren. lesen

Die besten 7 Tipps: Wie Sie Besprechungen erfolgreich abkürzen

  • Schicken Sie allen Teilnehmern vorab eine Agenda mit sämtlichen Punkten der Tagesordnung. Notieren Sie zu jedem Punkt (nach Rücksprache mit den zuständigen Kollegen) eine verbindliche Zeitvorgabe.
  • Stellen Sie sicher, dass alle gut vorbereitet sind.
  • Schreiben Sie auf die Agenda, wer welche Präsentation hält.
  • Übernehmen Sie selbst die Leitung. So bestimmen Sie die Spielregeln.
  • Achten Sie darauf, dass Agenda und Redezeiten genau eingehalten werden. Unterbrechen Sie ausschweifende Teilnehmer. Klartext ist Trumpf, das geht auch höflich: „Das sprengt den Zeitrahmen. Ich schlage vor, diesen Punkt in der nächsten Sitzung abzuhandeln.“
  • Klären Sie Zweck („Ich habe Sie zusammengerufen, weil …“) und Ziel („Ich erwarte Vorschläge, wie wir …“) der Zusammenkunft gleich zu Beginn.
  • Greifen Sie ein, wenn sich kein Ergebnis abzeichnet. Verläuft die Diskussion im Sand, unterbrechen Sie und führen das Gespräch zum Entscheidungspunkt. Sobald etwas abstimmungsreif ist, lassen Sie abstimmen.

Fazit

Machen Sie sich immer wieder neue Gedanken, wie Sie Meetings organisieren und optimieren. Prüfen Sie rechtzeitig: Ist das Meeting wirklich notwendig? Stellen Sie sicher, dass das Thema den Teilnehmern vorher bekannt ist. Halten Sie die Tagesordnung kurz, denn lieber ein Thema zum Ergebnis bringen, als sich mit zu vielen Agendapunkten zu verzetteln. Und bleiben Sie präzise und sachlich, auch wenn’s mal hoch her geht.

*Uwe-Jürgen Günter-von Pritzbuer ist Visualisierungsexperte und Vertriebsprofi für emotionale Kommunikation

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