Suchen

Datenmanagement Aus dem Weg CIOs, die CMOs kümmern sich jetzt um die Daten!

Autor / Redakteur: Chris Powell / Georgina Bott

Daten bergen großes Potenzial: Sie können das Ausspielen von relevantem Content weitestgehend automatisiert steuern; sie können Ergebnisse verbessern und nachhaltiges Engagement schaffen. Und schließlich können sie Wettbewerbsanalysen liefern. Mann muss es nur richtig machen.

Was tun mit der Masse an Daten? Und wer ist dafür verantwortlich? Chris Powell liefert Antworten.
Was tun mit der Masse an Daten? Und wer ist dafür verantwortlich? Chris Powell liefert Antworten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Als CMO einer IT-Organisation weiß ich, dass wir mit allen Botschaften, die von Commvault kommen, Menschen mit komplexen und unternehmenskritischen Aufgaben informieren und in ihrem Handeln bestärken müssen. Wir können uns nicht mehr darauf beschränken, bloß technische Daten zu liefern, ohne eine emotionale Verbindung aufzubauen. Meine Aufgabe als CMO für Commvault ist es, aussagekräftige, nützliche Informationen zu identifizieren, die unsere Zielgruppe sucht – und hoffentlich auch braucht –, und zugleich darauf zu achten, dass diese so aufbereitet sind, dass wir unter den Mitbewerbern herausstechen. Zudem müssen wir die Daten unserer Kunden richtig einsetzen, mithilfe einer neuen Infrastruktur Daten frei bewegen sowie Multi-Cloud-Infrastrukturen nutzen, um agiler und kosteneffizienter zu arbeiten.

Was tun mit den ganzen Daten?

Was also tun mit den ganzen Daten? Wer sich als datengetriebene Marketing-Organisation bezeichnen will, sollte seine Daten ganz gezielt analysieren und seine Inhalte auf Basis dieser Daten generieren. Die Spielregeln haben sich geändert: Man kann nicht mehr bloß auf Daten reagieren – der Markt verlangt einen proaktiven und reaktiven Ansatz. Der Anspruch der meisten Unternehmen ist es, auf ihre Daten zu reagieren. Aber dieses Modell passt immer weniger zu der Welt, in der wir arbeiten – in Wahrheit nämlich ändert sich die Art und Weise, wie wir Geld verdienen.

Suchmaschinenoptimierung ist ein gutes Beispiel für datengetriebenes Marketing: Daten zeigen in Echtzeit, welche Begriffe und Kombinationen online nachgefragt werden. Auf der Grundlage von Daten lassen sich Entscheidungen treffen, Trend-Begriffe und Wortverbindungen auf Marketingaktivitäten anwenden. Daten helfen sogar dabei, mithilfe passender Maßnahmen einen Bedarf zu wecken oder zu steigern. Es ist eine schöne, neue Welt – und diese Welt dreht sich um Daten.

Die Nutzung von Daten ist nicht einfach: Unternehmen haben täglich mit grundlegenden Problemen zu kämpfen. Sie müssen nicht nur wissen, welche Daten sie überhaupt haben, sie müssen auch einen sicheren Weg finden, Daten zu bewegen und Compliance- sowie gesetzeskonform zu verwalten. Können die Daten wiederhergestellt werden, wenn sie verloren gehen oder ‚gehackt‘ werden? Wie lassen sich Erkenntnisse aus den Daten ziehen?

Die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung

Diese Fragen sind bedeutsam, da sich die Unternehmen auf die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO oder GDPR) vorbereiten, die ab Ende Mai 2018 Anwendung findet. Die DSGVO fordert von Unternehmen, dass sie vertrauliche Informationen sichtbar schützen – und droht mit strengen Strafen für Unternehmen, die einen Datenverlust erleiden.

Die Absichten hinter dem Gesetz sind gut – aber für viele Unternehmen eine Herausforderung. Die Strafen sind nicht nur streng, sondern können auch einschneidend sein: Bußgelder von bis zu vier Prozent des weltweiten Bruttoumsatzes oder 20 Millionen Euro werden bei einem gravierenden Verstoß fällig, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Unternehmen werden also bald 20 Millionen Gründe haben sicherzustellen, dass die von ihnen erhobenen, gespeicherten oder genutzten Daten sicher sind.

Verantwortung für Externe Unternehmen

Aber in der DSGVO steckt noch mehr. Die DSGVO verpflichtet Unternehmen dazu, auch Verantwortung für externe Unternehmen zu übernehmen, die in ihrem Auftrag Daten verarbeiten. Damit wird der Daten-Mix noch komplexer. Um GDPR-konform zu sein, weiß man besser, welche Daten man hat, wie und wo diese Daten verwendet werden, und wer diese Daten mit wem teilt. Heute muss der CMO nicht nur seine Inhalte, sondern auch seine Daten kennen. Content-Marketing beruht auf Daten: Daten, die einem zeigen, was funktioniert und was nicht, so dass Inhalte auf ihrer Grundlage fortwährend optimiert werden können.

Die Zukunft des Marketings und der Nachfragegenerierung liegt in der Künstlichen Intelligenz (KI). KI wird das Marketing in Unternehmen effizienter machen. Daten – sie lassen niemanden entkommen, sie finden jeden. Was man tun kann, ist, diese digitale Transformation anzunehmen, und die Daten zu nutzen, um Kunden zu begeistern... und etwas Umsatz zu generieren.

Über den Autor

Chris Powell ist seit 2015 Chief Marketing Officer und Vice President bei Commvault. Powell ist verantwortlich für die Bereiche Corporate Marketing, Solution Marketing, Ecosystem & Channel Marketing, Branche-Mmarketing, Presse- und Analystenbeziehungen sowie Digital Marketing. Zuvor war Powell in verschiedensten Funktionen für SAP tätig, von Marketing und Vertrieb bis hin zur globalen Marketingstrategie. Er hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und hat im Januar 2018 als erster CMO den Südpol besucht.

(ID:45165615)