Influencer-Marketing

Make or Buy? Influencer-Marketing im B2B

| Autor / Redakteur: Dr. Uwe Seebacher* / Elena Koch

Im B2C bereits ein festetablierter Teil der Werbekommunikation – das "Influencer-Marketing".
Im B2C bereits ein festetablierter Teil der Werbekommunikation – das "Influencer-Marketing". (Bild: gemeinfrei / CC0)

Das im B2C längst etablierte Influencer-Marketing schlägt sich langsam auch im B2B-Bereich durch. Doch wie ziehe ich das Projekt Influencer als „blinder“ B2Bler auf? In Eigeninitative oder doch lieber mithilfe einer spezialisierten Agentur?

B2C-Marketing ist dem B2B- oder Industriegütermarketing um einige Jahre voraus. Bei vielen Veranstaltungen zum Thema Marketing bekommt man den Eindruck, dass vielen B2B-Marketiers der Unterschied und die besonderen Herausforderungen von B2B im Unterschied von B2C-Marketing noch nicht vollends bewusst sind – oder sie zeigen es zumindest nicht.

Hat man diesen gravierenden Unterschied einmal internalisiert, so ist man dann sprichwörtlich der Einäugige unter den Blinden. Als B2B-Marketier beginnt man neidvoll über den Tellerrand zu den B2C-Kollegen zu blicken und findet dort immer neue, aufregende Technologien, Ansätze und Kampagnen, mit denen der strahlende, mondäne Kreis aus der schillernden Konsumgüterwelt arbeitet – so auch beim Thema „Influencer-Marketing“.

Die Entwicklung eines Trends

Der Begriff „Marketing“ an sich lässt sich heute bereits schwer in einem Satz zusammenfassen, ohne dabei die weitläufigen Auswüchse und Verflechtungen in die verschiedensten Kommunikationskanäle zu vernachlässigen. War der Ursprung noch rein im Printbereich, gesellte sich bald grob definiert das Online-Marketing hinzu, das mitunter vermutlich die größte Vielfalt an Marketingformen oder -Mutationen hervorgebracht hat. Von Social Media über Blogs hin zum neuesten Trend des Influencer-Marketings.

Markenkommunikation mit Influencern

Weniger bekannt unter der Bezeichnung „Multiplikatoren-Marketing“, wird dieser Bereich des Online-Marketings in erster Linie mit B2C-Marketing assoziiert. Dabei fallen einem vermutlich sämtlich Youtube-, Instagram- und Bloggerbekanntheiten ein, die munter auf ihren Kanälen die neuesten Produkte, vor allem aus dem Bereich Beauty, Lifestyle oder auch Mode, bewerben. Erst kürzlich waren diese Influencer in den Fokus und die Kritik des Verbands Sozialer Wettbewerb (VSW) geraten, der seit 2017 mindestens 19 Urteile und Gerichtsbeschlüsse gegen Influencer erwirkt hat. Immer ging es dabei um Schleichwerbung. Alle diese Verfahren waren im Bereich des B2C-Marketings angesiedelt.

In ihren jeweiligen Communities haben sich diese Influencer nämlich über einen gewissen Zeitraum einen Status als „anerkannte“ Experten oder vertrauenswürdige Quelle erarbeitet. Ein ungeheures Potenzial für jedes Unternehmen, dessen eigene Werbung diese Wirkung in den seltensten Fällen erzielen kann. Um an diesem Kuchen mitnaschen zu können, binden immer mehr Unternehmen diese Meinungsmacher mit Ansehen, Einfluss und Reichweite in ihre Markenkommunikation ein.

Was sagen Nutzer zu Werbung in Social Media?

Studie Social Media Werbung

Was sagen Nutzer zu Werbung in Social Media?

07.08.18 - Social Media – eine allseits beliebte Plattform zur Bewerbung von Produkten. Doch was steckt dahinter? Wie gut kommt Social Media Werbung bei den Usern wirklich an? Und können Nutzer die Werbung überhaupt noch vom Inhalt unterscheiden? lesen

Nur für B2C-Bereich von Bedeutung?

Während im B2C-Umfeld diese Form des Marketings bereits ein festetablierter Teil der Werbekommunikation ist, setzt bisher nur eine Handvoll von B2B-Unternehmen auf die Wirkung von Influencern. Dabei kann diese Form der Kommunikation bei Endscheidern der relevante und ausschlaggebende Faktor im Durchlaufen der spezifischen Customer Journey sein.

Aber Influencer-Marketing ist nicht gleich Influencer-Marketing, vor allem wenn man sich die Unterschiede des Kaufentscheidungsprozesses im Konsum- und Industriegüterbereich vor Augen führt. Schnell tendiert man als B2B Marketier dazu eine Werbeagentur damit zu beauftragen, um das Thema Influencer-Marketing zu konzipieren, zu realisieren und zu monitoren. In den meisten Fällen müssen diese Agenturen viele grundlegende Informationen erst um teures Geld der Kundenunternehmen sammeln, recherchieren und validieren. Oft fehlen dann wiederum die erforderliche Infrastruktur, die Zugänge zur Community und das entsprechende Netzwerk, um dieses neue Puzzlestück des Marketings in weiterer Folge erfolgreich und als integraler Bestandteil der gesamten anderen Marketing- und Kommunikationsaktivitäten des Industrieunternehmens umzusetzen.

Eigeninitiative anstatt Agentur

ANDRITZ zeigt, wie ein B2B Unternehmen ohne Agentur sein eigenes Influencer-Marketing konzipiert und strukturiert aufgesetzt hat und nun erfolgreich nutzt. Mit Influencer-Marketing zurück in die Zukunft…

Sie möchten mehr dazu erfahren? Dann dürfen Sie den Vortrag von Dr. Uwe Seebacher bei den marconomy B2B Marketing Days am 17. und 18. Oktober 2018 in Würzburg nicht verpassen! Seien Sie bei den B2B Marketing Days dabei und erleben Sie Dr. Uwe Seebacher live auf der Bühne. Hier geht’s zur Anmeldung.

Sie möchten erfahren, welche weiteren spannenden Cases auf den B2B Marketing Days vorgestellt werden und was Sie von unseren Experten lernen können? Informationen hierzu finden Sie im Programm der B2B Marketing Days 2018.

Dr. Uwe Seebacher, Global Director Marketing, Communication & Strategy bei ANDRITZ ist Speaker bei den B2B Marketing Days 2018.
Dr. Uwe Seebacher, Global Director Marketing, Communication & Strategy bei ANDRITZ ist Speaker bei den B2B Marketing Days 2018. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Über den Autor

Dr. Uwe Seebacher leitet die weltweiten Marketing- und Kommunikationsaktivitäten für das globale Divisionssegment Pumpen der ANDRITZ-Gruppe. Er verfügt über internationale Erfahrung in den Bereichen strategisches und operatives Marketing und Kommunikation sowie Organisationsentwicklung. Für seine innovativen Marketingkonzepte und -initiativen für Institutionen und Projekte erhielt er zahlreiche Preise.

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