Digitales Brandmanagement Brandportale steigern Qualität und Effizienz aller Mitarbeiter

Autor / Redakteur: Burkhard Müller* / Laura Griebsch

Anbieter für Brandportale tummeln sich am Markt und versuchen Designer und Marketingverantwortliche zu überzeugen. Die Zukunft liegt aber nicht immer im smarteren Verwalten von Assets und Regeln, sondern darin, allen Mitarbeiter und Partnern das Arbeiten mit der Marke zu ermöglichen.

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Brandmanagement läuft künftig digital – und zwar über sogenannte Brandtools.
Brandmanagement läuft künftig digital – und zwar über sogenannte Brandtools.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Was sind Brandportale und was bringen sie?

Moderne Brandportale haben die Aufgabe, sämtliche Brand-Assets aktuell zu halten und für eine Vielzahl an Zielgruppen zugänglich zu machen. Gerade in der zunehmenden remoten Arbeitswelt hilft ein Portal als single-source-of-truth dabei, Informationen schneller zu finden.

Sie sorgen also dafür, dass alle Mitarbeiter Zugang zu wichtigen Brand-Materialien, wie zum Beispiel Logos, Präsentationen und Vorlagen haben und diese auch richtig und gezielt nutzen können. Dabei werden in einem solchen Brandportal die Materialien zentral gepflegt und aktuell gehalten.

Zielgruppe sind nicht nur Designer

Bei der Auswahl eines Brandportals liegt der Fokus meistens auf dem Verwalten von Assets, und Dokumentation von Design-Regeln. Grund dafür ist, dass sie oft ausschließlich für Designer konzipiert sind, obwohl auch andere Mitarbeiter, beispielsweise aus dem B2B Vertrieb, dem Marketing, der Human Resources oder in den Sekretariaten ständig markenbildende Arbeit auf verschiedenen Kanälen leisten.

Daher ist eine wichtige Aufgabe von Brandportalen, allen Mitarbeitern und Partnern eines Unternehmens das Arbeiten mit der Marke und ihrer Welt barrierefrei und ohne Expertenhilfe zu ermöglichen. Denn nur dann kann auch eine einheitliche Markenkommunikation stattfinden. Diese Zielgruppen haben oft andere Anforderungen, können aber genauso von einem Tool profitieren, was ihnen Zugriff auf Grafiken, Icons und aktuelle PowerPoint Slides gibt. Dies spart langfristig Zeit und Kosten und steigert die Qualität der Ergebnisse erheblich.

Intelligente Tools sorgen für weniger Korrekturschleifen

Wer sich einmal durch eine mehrere hundert Seiten lange Guideline mit konkreten Handlungsanweisungen für wiederum hunderte Anzeigenformate und Sonderfälle gewühlt hat, weiß, dass diese Form des Brandmanagements langsam aber sicher aus der Zeit gefallen ist. Trotzdem braucht es auch in Zukunft Regeln dafür, wie zum Beispiel ein Logo platziert, Formen und Farben verwendet oder ein Layout ausgerichtet wird. Dies werden zukünftig Tools übernehmen die, einmal trainiert, für jedes beliebige Format automatisch eine oder mehrere Optionen und Best Practices aufzeigen. Selbst komplexe oder verspielte Designs werden durch solche Tools auch für Laien „on Brand“ anwendbar. Und einmal entwickelt, sparen sie bei jeder Anwendung Einarbeitungszeit und vor allem Korrekturschleifen.

Die Zukunft ist voll digitalisiert und kollaborativ

Digitale Produkte wie Apps und Webservices benötigen keine Guidelines, sondern ein sich stetig aktualisierendes Design System. Figma ist dafür aktuell eines der besten Designtools. Denn hier arbeiten alle Designer und Mitarbeiter gleichzeitig in einer Datei und müssen nicht alle paar Tage zeitraubend ihre jeweiligen Arbeitsstände abgleichen und synchronisieren.

Tools wie Figma lassen sich aber nicht nur für digitale Produkte anwenden. Bei Mutabor gestalten wir heute bereits für viele Brands sämtliche Touchpoints direkt in Figma, um von den Kollaborationsfeatures und der Möglichkeit zur Echtzeitsynchronisation an allen Touchpoints zu profitieren.

Brandportale müssen deshalb Schnittstellen zu Tools wie Figma bieten, um sich automatisch zu aktualisieren. Brandportale, die den Fokus nicht auf reine Dokumentation legen, sondern sämtlichen Mitarbeitern und Partnern das Arbeiten mit der Marke erleichtern, werden sich mittelfristig durchsetzen. Damit steigern nicht nur B2B Unternehmen sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Zusammenarbeit und sparen langfristig signifikant Zeit und damit Kosten. Diese Entwicklung sehen nicht nur wir so, sondern auch andere Branchenexperten, deshalb werden wir in den nächsten Wochen eine große Partnerschaft verkünden, von der unsere Kunden in Zukunft profitieren.

* Burkhard Müller, Chief Digital Officer bei MUTABOR

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