Redaktionsplanung

Content on time – Erstellung effizient planen

| Autor / Redakteur: Dr. Beatrice Eiring* / Viviane Krauss

Für die Planung, Erstellung und die Erfolgsmessung der Inhalte sollten sowohl Blogger als auch Groß-Konzerne einen Redaktionsplan haben.
Für die Planung, Erstellung und die Erfolgsmessung der Inhalte sollten sowohl Blogger als auch Groß-Konzerne einen Redaktionsplan haben. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Blogger, Portal-Betreiber und Unternehmen – jeder sollte einen Redaktionsplan erstellen. Mit ihm entsteht kein Chaos bei der Content-Erstellung. Er enthält alle Infos, die für die Erstellung benötigt werden und er ist die Basis für die Erfolgsmessung.

Planlos Content zu erstellen, ist nie eine gute Idee – ganz gleich ob es sich um einen kleinen Blog oder den Online-Auftritt eines großen Konzerns handelt. Die Qualität der Inhalte wird immer wichtiger für die Rankings in den Suchmaschinen und Qualität will gut geplant sein.

Gute Inhalte werden durch einige Faktoren gekennzeichnet. Zum einen müssen sie relevant für die passenden Suchanfragen der Nutzer sein. Gute Inhalte sollten auf die Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sein und ihre Fragen beantworten können. Sie bieten ihnen einen Mehrwert, sind inhaltich, grammatikalisch, orthografisch fehlerfrei und sollten ein Thema holistisch und umfassend behandeln. Des Weiteren spricht auch ein mit Bildmaterial angereicherter Content für einen guten Inhalt.

In 9 Schritten zur erfolgreichen Content-Strategie

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Der Redaktionsplan hilft bei der Erstellung, der Planung und der Erfolgsmessung der Inhalte. Insbesondere wenn mehrere Personen beteiligt sind, sorgt ein Plan für mehr Transparenz und einen guten Überblick. Er kann sowohl für die Inhalte auf der Seite verwendet werden als auch für den Content, der für die Sozialen Medien erstellt wird.

Vorteile eines Redaktionsplans sind:

  • Überblick über alle Themen und deren Inhalte
  • Überblick über die Content-Arten und die To-Do Liste
  • Gemeinsames Arbeiten und die genaue zeitliche Planung
  • Briefing für (weitere) Redakteure
  • Einsicht in die Keyword-Sets zu den einzelnen Themen
  • Themenüberschneidungen frühzeitig erkennen
  • Strategisches Mittel und Monitoring-Instrument für den Erfolg

Um einen Redaktionsplan zu führen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die einfachste ist eine Excel-Tabelle. Mit den Filtern des Formats kann man sich schnell einen Überblick verschaffen – auch wenn der Plan bereits sehr groß geworden ist. Sollten mehrere Personen daran arbeiten, ist eine Google-Drive-Liste empfehlenswert, auf die alle von überall aus bequem zugreifen können. Darüber hinaus gibt es einige kostenfreie Tools, mit denen man ebenfalls einen Redaktionsplan erstellen kann. Hierzu zählen Trello, Asana und Scompler (Scompler ist für einen Nutzer kostenfrei)

Wichtige Bestandteile eines Redaktionsplans

Damit der Redaktionsplan seinen Zweck erfüllt, sollte er einige Bestandteile beinhalten. Dazu gehören die Themen des Inhalts und der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Auch konkrete To-Dos wie Neuerstellung oder Überarbeitung, die bei älteren Texten immer mal nötig sind, um diese aktuell zu halten, sind essenziell. Content-Art, wie zum Beispiel. Kategorietexte, Blogbeitäge und Newsartikel sollten ebenfalls enthalten sein. Auch Keywords, auf die der Text ausgerichtet werden soll, sowie deren Suchvolumen und Funktion, welche die Wichtigkeit des Keywords angeben, sind ein wichtiger Bestandteil. Wenn der Plan auch als Monitoring-Instrument genutzt werden soll, gehören auch Keyword-Rankings nach der Texterstellung dazu. Und natürlich gehören auch die Inhalte, beziehungsweise eine erste Gliederung des Textes zu den Bestandteilen des Redaktionsplans. Wenn noch ein verantwortlicher Texter angegeben wird und Felder für die Kontrolle der Texterstellung (zum Beispiel "in Arbeit", "korrigiert", "final") existieren, sollte bei der Erstellung nichts mehr schief gehen.

Themen identifizieren und Content planen

Die Content-Erstellung sollte ein kontinuierlicher Prozess sein. Entsprechend muss der Redaktionsplan beständig gefüllt werden. Wie kommen Sie auf geeignete Themen? Gehen Sie hier nicht (allein) von Ihren eigenen Vorlieben aus. Wenn Sie langfristig online Erfolg haben und in den Suchmaschinen gut präsent sein möchten, sollten Sie sich bei der Themenwahl auf die Nutzer fokussieren. Die Suchmaschinen möchten das beste Ergebnis für die Nutzer und achten daher ganz genau darauf, wie gut Inhalte bei diesen ankommen. Wenn Sie Ihren Content also auf die Nutzerbedürfnisse ausrichten, können Sie gut bei Google & Co. ranken und die Seitenbesucher so zufrieden stellen, dass diese gerne Ihre Seite wieder besuchen.

Um herauszufinden, welche Bedürfnisse die Nutzer haben, sollten Sie eine Keyword-Recherche machen. Die Keywords, die Sie mit verschiedenen Tools recherchieren können, entsprechen den Suchanfragen der Nutzer und bilden daher deren Bedürfnisse zu einem Thema ab. Sinnvolle Tools sind:

Die erste Anlaufstelle für die Keyword-Recherche ist immer der Google Keyword Planner, da er Suchvolumina zu den Keywords ausgibt. Anhand der Höhe des Suchvolumens erkennen Sie, wie wichtig das Keyword für die Nutzer ist. Zu Suchanfragen, die sehr häufig eingegeben werden, sollten Sie ein eigenständiges Thema erstellen. Suchanfragen mit geringerem Suchvolumen bieten sich meistens als Unterthemen an und ergänzen das Keyword-Set für einen Text. Sie können also mithilfe der Suchvolumina die Themen priorisieren, beziehungsweise die gefundenen Keywords, die für Sie relevant sind, zu verschiedenen Themen zusammenfassen.

Profi-Tipp: Prüfen Sie bei den Keywords, die Sie gefunden haben, immer auch die Suchintention. Hierfür geben Sie das betreffende Wort bei Google bei der Suchfunktion ein. Sehen Sie sich die Ergebnisse genau an. Wenn hier unter den Top-10 primär Shops gelistet sind, handelt es sich um eine transaktionale Suchintention – die Nutzer wollen etwas kaufen. Mit einem Ratgeber werden Sie dann für diese Suchanfrage nicht unter den Top-10 ranken können. Ist es hingegen umgekehrt und die Suchergebnisse sind von Ratgeber-Seiten dominiert, handelt es sich um eine informationale Suchintention. Die Nutzer wollen also gezielt Informationen zu einem Thema. Dann können Sie mit einem mehrwerthaltigen Ratgeber sehr gut in den Top-10 ranken.

Das Monitoring nicht vergessen

Die Content-Erstellung sollten Sie stets überwachen – auch hierfür ist der Redaktionsplan eine sehr gute Möglichkeit. Sie können den Plan um weitere Spalten für das Monitoring ergänzen. Dort tragen Sie dann wichtige Kennzahlen ein, die zeigen, wie gut der Content bei den Nutzern ankommt. Dazu gehören Rankings der Keywords, Seitenbesucher, Verweildauer, Absprungrate, Social Signals und Backlinks. Aus den Kennzahlen ziehen Sie wichtige Learnings, die Sie für die weitere Content-Erstellung anwenden können.

Fazit: Jeder der Online-Inhalte erstellt, sollte einen Redaktionsplan haben. Er bietet eine gute Übersicht und macht nicht nur den Content an sich planbar, sondern ebenso dessen Erfolg. Ein Redaktionsplan ist auch ein wichtiger Teil einer Content-Strategie, mit der Sie sich langfristig strategisch im World Wide Web positionieren können.

* Dr. Beatrice Isgro ist Head of Content Creation bei der eology GmbH.

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