Studie Online-Markenschutz

Cyberbedrohungen – Unternehmen kontern mit neuen Technologien

| Autor / Redakteur: Stefan Moritz* / Georgina Bott

Cyberkriminalität wird zunehmend gefährlich für Marken. Viele Unternehmen nutzen deshalb zunehmend neue Technologien, um ihre Marke online zu schützen.
Cyberkriminalität wird zunehmend gefährlich für Marken. Viele Unternehmen nutzen deshalb zunehmend neue Technologien, um ihre Marke online zu schützen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Cyberbetrüger wenden immer perfidere Tricks an, um bekannte Marken zu kapern und Profit daraus zu schlagen. Doch viele Unternehmen kontern mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz und Big Data Analytics – das zeigt eine aktuelle Studie zum Thema Online-Markenschutz.

Unternehmen werden ihre Marken in Zukunft anders schützen als bisher. Das berichtet die aktuelle Studie „The Future of Online Brand Protection – Threats, Trends and Business Impact“. Hierzu hat der MarkMonitor 600 Marketing-Entscheider aus fünf Ländern quer über alle Branchen hinweg zu ihren Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Online-Markenschutz befragt. Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze:

Unternehmen messen Online-Markenschutz immer mehr Bedeutung bei. 72 Prozent der Befragten gaben an, dass der Markenschutz aufgrund der allgemeinen Zunahme des Fokus auf Cybersicherheit an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Gleichzeitig sind 90 Prozent der Meinung, dass sich die Zuständigkeiten für Markenschutz-Angelegenheiten im Laufe des nächsten Jahres verändern werden. 46 Prozent gehen davon aus, dass es mehr Beteiligung des Vorstandes geben wird.

Auf die Frage, welches das wichtigste Kriterium bei ihrer Online-Markenschutz-Strategie sei, gaben 46 Prozent an, dass die Sicherheit ihrer Kunden an oberster Stelle steht. Dass das Kaufverhalten einen großen Einfluss auf die Auswahl der Online-Markenschutz-Maßnahmen hat, sagen sogar 84 Prozent.

Bedrohungslage erfordert erhöhten Online-Markenschutz

Dies erklärt sich durch die Zunahme an Markenrechtsverletzungen und wo diese auftreten: Fast zwei Drittel der Marketing-Entscheider verzeichneten laut der Studie im vergangenen Jahr mehr kriminelle Angriffe auf ihre Marken als zuvor. Die häufigsten Angriffspunkte waren Websites (45 Prozent), E-Mail (42 Prozent), Social Media (34 Prozent), mobile Apps (31 Prozent) sowie Online-Marktplätze (27 Prozent). 32 Prozent der Unternehmen – und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr – erlitten 2018 durch gefälschte Produkte Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent. Kein Wunder also, dass mehr als die Hälfte der Befragten meinen, dass eine Online-Markenschutz-Strategie in den nächsten fünf Jahren immer wichtiger wird.

Um den fortgeschrittenen Angriffsmethoden etwas entgegenzusetzen, vertrauen 85 Prozent der Unternehmen auf neue Technologien beim Online-Markenschutz. 46 Prozent haben bereits Lösungen im Einsatz, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten. 37 Prozent wenden Big Data Analytics an und 33 Prozent setzen auf maschinelles Lernen. Die neuen Technologien ermöglichen es Markeneigentümern, die Bedrohungslandschaft besser zu analysieren und effektiver zu überwachen. Diese integrieren sie häufig mithilfe von Online-Markenschutz-Experten.

Bedeutung von Online-Markenschutz wächst

Der Schutz ihrer Marken wird für Unternehmen im Zuge erhöhter Cyber Security-Prozesse immer wichtiger, so die Kernaussage der Studie. Allein der Umsatz- und Imageschaden, den betroffene Firmen durch Produktfälschungen und Markenrechtsverletzungen erleiden, ist gewaltig. Gegen die Cyber-Kriminellen hilft deshalb nur ein strategischer Online-Markenschutz, der auf einer Kombination verschiedener Maßnahmen fußt und alle Online-Aktivitäten des Markenunternehmens umfasst.

* Stefan Moritz ist Regional Director Central Europe bei MarkMonitor.

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