marconomy Recap Das war die CMCX 2022

Von Alicia Weigel

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TikTok, LinkedIn und Content Marketing im B2C und B2B – mit all diesen und noch weiteren Themen beschäftigen sich Marketer auf der Content Marketing Conference & Exposition (CMCX 2022) in Köln. Wir waren mit dem B2B Track powered by marconomy dabei – unser Rückblick.

Nach zwei Jahren Pause fand die CMCX endlich wieder in Präsenz statt. Wir von marconomy waren dabei und haben die wichtigsten Key-Learnings für B2Bler von der CMCX 2022 parat.
Nach zwei Jahren Pause fand die CMCX endlich wieder in Präsenz statt. Wir von marconomy waren dabei und haben die wichtigsten Key-Learnings für B2Bler von der CMCX 2022 parat.
(Bild: marconomy )

Deutlich kleiner als in den Jahren zuvor und in einer neuen Location hat die CMCX (Content Marketing Conference & Exposition) am 14. und 15. Juni in Köln stattgefunden. In Vorträgen und Workshops ging es natürlich um das Thema Content Marketing und die dazugehörigen Strategien, Insights und Trends. Große B2C Marken, wie Fressnapf, AIDA oder Vorwerk waren vor allem am ersten Tag zu hören. Am zweiten Tag drehte sich alles um B2B im B2B Track powered by marconomy. Wir ziehen in diesem Beitrag Bilanz aus zwei Tagen CMCX.

Impressionen vom Event können Sie in der nachfolgenden Bildergalerie einsehen:

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Content Marketing wird laut Mirko Lange, Gründer und Geschäftsführer von Scompler, zum Kommunikationsmanagement, denn es spielt, egal ob bei Marketing, interner Kommunikation oder Unternehmenskommunikation, in jedem Unternehmen eine zentrale Rolle. Um dies zu gewährleisten, sollten Marketer ein zentrales Content Management einführen, das zum integrierten Kommunikationsmanagement beiträgt. Um guten Content zu erstellen, sollten Marketer sich die Frage stellen, welches Bedürfnis die Kunden haben: „Wie wende ich das Produkt an, um ein Kundenbedürfnis zu erfüllen?“ Damit wird der Content Teil der Produkte

Contextual Advertising und TikTok im Trend

Doch wo soll der Content gestreut werden, wenn Third-Party-Cookies bald Vergangenheit sein werden? Eine Lösung liegt im Contextual Advertising, das nun eine Renaissance feiern wird, resümiert Christian Griesbach, Beitrat von Content Garden. Passende Umfelder seien etwa Fachmedien oder Special Interest Medien.

Wie das beispielsweise mithilfe eines Webinars mit einem Fachmedium gelingen kann, haben wir im folgenden Artikel für Sie erörtert:

Aber auch das große Thema Influencer Marketing kam auf der CMCX nicht zu kurz. Viele B2B Unternehmen zögern hier noch den Einstieg.

Der TikToker Andreas Duernberger (@andiisbae) gab im Vortrag folgende Tipps:

  • 1. Zuschauerbindung ist der Schlüssel zum Erfolg. Jedes Asset kann viral gehen.
  • 2. TikTok lebt von Sounds. In jedem Video sollte ein fremder oder selbst erstellter Sound eingebunden sein.
  • 3. Der kreative Dialog auf TikTok ist wichtig. Kommentare sollten zeitig beantwortet werden. Zudem bietet das Social Media die Möglichkeit auf andere Videos zu reagieren, in Form von Stitches.

Marken sollten dabei im Schnitt 30 Assets hochladen, da die Masse und Relevanz auf TikTok sehr wichtig sind. Ein Smartphone als Produktionstool reicht hierbei vollkommen.

Der B2B Content Marketing-Track powered by marconomy

Neben spannenden Vorträgen von Fressnapf, AIDA, EnBW, Vorwerk und Co. wurde auch für die B2B Marketer unter den Konferenzteilnehmern ein Special im Programm aufgesetzt. marconomy als führendes Fachmedium für B2B Marketing, Kommunikation und Vertrieb darf da natürlich nicht fehlen.

Die Bedeutung von MarTech im B2B Marketing

marconomy Experte Henryk Börngen, Global Head of Marketing Smart Mobility bei Continental Automotive, machte den Anfang. Er erläuterte in seinem Vortrag warum Marketer MarTech brauchen und wie der Change zur Digitalisierung gelingt. Denn wer den Transformationsprozess nicht eingeht, der wird langfristig untergehen. Genau deshalb will Börngen sein Marketing-Team technologisch voranbringen. Bei Continental wurden beispielsweise Schritt für Schritt alle Silos abgebaut und eine end-to-end Experience geschaffen. So gab es beim B2B Unternehmen verschiedenste Portale, die kein Single Sign-on verwendeten. „Geht in die Rolle des Steuernden, ihr seid die Fliegenfänger“, motivierte Börngen. Als größtes Problemfeld beim Transformationsprozess identifizierte er nicht die Systeme oder die Prozesse – sondern die Menschen. Hier gilt es alle Mitarbeiter frühzeitig zu enabeln. Agile Methoden oder etwa auch Lighthouse-Projekte, also Projekte mit schnellem und großem Erfolg, können dabei helfen.

Mehr zum Thema „MarTech"

Vortrag auf den B2B Marketing Days 2022

Sie möchten mehr über das Thema „MarTech“ erfahren? Dann dürfen Sie den Vortrag von Henryk Börngen auf dem marconomy B2B Marketing Days vom 11. bis 12. Oktober 2022 live in Würzburg nicht verpassen!
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Unternehmensbotschafter bei LinkedIn

Im zweiten Vortrag erläuterten Juliane Oehlert, Head of Market & Brand Communications, und marconomy Experte Alexander Honeck, Head of Digital Marketing, von LANXESS, wie sie Mitarbeiter zu Unternehmensbotschafter auf LinkedIn machen konnten. „Unsere Mitarbeiter sind die Experten“, so Oehlert, jedoch sei es immer schwierig gewesen, diese zum Posten zu animieren. Das liegt daran, dass sie oft nicht wussten, was sie wie und wo posten dürfen. Genau deshalb wurde ein eigens entwickeltes Mitarbeitertraining ins Leben gerufen. Bereits 2018 gab es dazu erste Pilotphasen. Aber: „Die Leute hatten keine Vorbilder im höheren Management“, erzählte Honeck. Erst nachdem die CEOs ebenfalls auf LinkedIn aktiv waren, gelang das Enablement. Zusammen mit einer externen Agentur erarbeitete LANXESS ein Training, das aus vier Modulen (Kickoff-Veranstaltung, Check In-Call wöchentlich, Online Campus, Management Summary) bestand. Nach der Kickoff-Veranstaltung startete die Bewerbungsphase für die 20 Plätze. Die Mitarbeiter mussten sich dabei klassisch mit Anschreiben bewerben. Damit wird sichergestellt, dass sich die Personen auch engagieren. Ergebnis nach 12 Wochen: 250.000 Impressions, 6.000 Likes, 204 Postings und 7.000 neue Follower.

B2C als großes Vorbild für die B2B Kommunikation

Dass B2B Brands auch zur Love Brand werden können, zeigten Thorsten Meffert, Vice President Marketing, und Anna-Lena Schwan, Social Media- und Kampagnenmanagerin, von DB Cargo. Mit ihrer groß angelegten Kampagne „Güter gehören auf die Schiene“ gelang dem Unternehmen ein richtiger Coup. Ein wichtiger Bestandteil davon ist Social Media. „Der Schienengüterverkehr ist kein Produkt, was man im Kopf hat“, so Schwan. Genau deshalb liegt die Verwendung von Social Media sehr nahe, da dort gut die Bekanntheit gesteigert werden kann. B2B Unternehmen sollten dabei vor allem mutig sein und Emotionalität und Witz einsetzen. Ein konsistenter Look und einheitliches Wording sind dabei das A und O.

Ein weiteres probates Mittel sind Kooperationen. DB Cargo hat beispielsweise zusammen mit dem Festival Rock am Ring eine eigene Kampagne initiiert. Damit wolle der Festival-Anbieter seine Nachhaltigkeit unterstreichen, da viele Güter mithilfe von DB Cargo geliefert wurden, erklärte Meffert.

Digitales Omnichannel Marketing

Der Hersteller von Kunststoffgleitlagern sowie Energieführungsketten aus Vollkunststoff igus hat es sich zur Aufgabe gesetzt, dem Kunden eine ganzheitliche Customer Journey zu bieten. Mehr dazu hat uns Christian Batz, Head of DigITal, bereits im Interview verraten:

Haltung und Content im B2B

Ebenfalls in aktuellen Zeiten nicht unrelevant ist das Thema Haltung. Wie kann Haltung nach außen kommuniziert werden? Alexander Barion, Head of Marketing Central Europe bei Fidelity International, zeigte wie das Finanzdienstleistungsinstitut für B2C und B2B vorgeht. Er meint: „Wir müssen uns einen Purpose geben und Emotionen zeigen – gerade in der Finanzindustrie. Außerdem müssen wir schnell sein.“ Aber man solle gerade im B2B eine Argumenteschlacht vermeiden, jedoch Emotionen wecken, denn Gefühlte merkt man sich. Fidelity hat während der Corona Pandemie und gerade zu Beginn des Krieges viel mit dem Thema Familie gespielt und so die Kunden auf emotionale Weise erreicht.

So erzählt man Geschichten

Anknüpfend an den Vortrag von Barion erklärte Alexandra Barth, CEO Business Travel CLUB & CHRO bei der HRS Group, wie gutes Storytelling gelingt. „Das Geschichtenerzählen ist so alt wie die Menschheit“, so Barth und sie gingen immer irgendwie gut aus.

Das Rezept einer guten Story lautet:

  • 1. Kenne deine Audience und komme nicht vom Produkt-, sondern vom Kundenneed
  • 2. Verwende Nachvollziehbarkeit, Neuigkeitswert, Spannung und Fluency
  • 3. Folge der Heldenreise

Unsere Top-Learnings der CMCX 2022 in Kürze

  • Der Einsatz von Social Media wird nur dann zum Erfolg, wenn Menschen im Zentrum sind. Egal ob auf TikTok oder LinkedIn – das persönliche Etwas macht es aus.
  • Enablement wird immer mehr zur Aufgabe der CMOs und CEOs. Nur wenn alle Seiten mitspielen, bringen Marketing-Technologien auch den gewünschten Mehrwert.
  • B2B kann B2C als Vorbild nehmen, denn auch hier wird Emotionalität immer wichtiger. Witzige Memes gelingen auch im B2B.
  • Haltung muss gerade in Krisenzeiten kommuniziert werden, sollte aber authentisch sein.

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