Rückblick

Das war die INBOUND17

| Autor / Redakteur: Mark Lotse / Georgina Bott

Mehr als 21.000 Besucher aus 104 Ländern, darunter 1.800 HubSpot Partner-Agenturen. Das war die INBOUND17 in Boston.
Mehr als 21.000 Besucher aus 104 Ländern, darunter 1.800 HubSpot Partner-Agenturen. Das war die INBOUND17 in Boston. (Bild: Mark Lotse)

Die INBOUND ist DAS Event für alle digitalen Marketer, die mit Inbound Marketing Leads generieren. In diesem Jahr fand Sie vom 25. bis 28. September, wieder in Boston statt. Sandra und Christian von Mark Lotse waren auf der INBOUND17 vor Ort und berichten über die wichtigsten Erkenntnisse.

Inbound Marketing wird erwachsen

Was vielleicht am eindrucksvollsten auf der ganzen INBOUND17 war: HubSpot wird erwachsen. Die Erfinder des Inbound Marketings stellen ihre Plattform für 2018 strategisch auf. Ihnen geht es darum, den kompletten Marketing- und Vertriebszyklus abzudecken, und zwar nicht unbedingt nur mit eigenen Tools. Sie haben gelernt, dass professionelle Marketers und Vertriebler teilweise tiefergehende Funktionalitäten benötigen, als sie HubSpot abdecken könnte. Deshalb arbeiten sie natürlich einerseits daran, mehr wichtige Funktionalitäten anzubieten, andererseits öffnen sie ihre Plattform weiter für Anbindungen an andere Tools. Sie wollen also zukünftig nicht mehr als komplette All-in-one-Plattform stehen. Vielmehr wird ihr Ansatz sein, einen Mix aus Best-of-Breed und All-in-one zu bieten und damit das Beste aus ehemals zwei Welten zusammen zu bringen. Damit stärken sie den Inbound Marketing Gedanken weiter: Es geht immer noch darum, potenzielle Kunden durch relevanten und hilfreichen Content auf sich aufmerksam zu machen, so dass sie das Unternehmen über Kanäle wie Blogs, Suchmaschinen und Social Media von alleine finden, statt über Werbung „gefunden“ zu werden. Aber mit einem noch durchdachteren Ansatz:

Double down! Qualität statt Quantität im Content Marketing

Keynote von Brian und Dharmesh

Das Highlight am ersten kompletten INBOUND17-Tag: Die Keynote der HubSpot Co-Founder Brian Halligan und Dharmesh Shah. Auch wenn Mark Lotse als HubSpot Partner, nach dem Partner Day am Tag zuvor schon vieles erfahren hatte, machte die Präsentation der beiden doch wieder Spaß! Ihr Kernthema: Vom Start-up zum Scale-up. Laut den beiden war es noch nie so günstig, ein Start-up zu gründen. Sie stellten eine Tabelle auf, mit den Gründungskosten 2006 und heute. Büroräume, Ausstattung, MS Office, Web und CRM, Domain, Hosting, Entwickler Tools – alles ist heutzutage fast umsonst. Nur die Ausgaben für Kaffee seien exorbitant gestiegen...

Sie zeigten auf, dass jedes Unternehmen drei Phasen durchläuft. Von der Gründungsphase mit einem bis drei Gründern geht es in die Start-Up Phase, in der etwa drei bis 30 Leute am Wachstum arbeiten. Man kennt alle seine Kunden und mit den meisten von ihnen ist man irgendwie verwandt oder befreundet. Die Unternehmen, die diese Phase geschafft haben, befinden sich in der Scale-up Phase. Darein schaffen es von 100 Unternehmen aus Phase eins nur etwa fünf... Es kommt ein gutes Einkommen dabei herum und nun gilt es zu skalieren. Innerhalb der Keynote erzählten Brian und Dharmesh von ihrer eigenen Journey von Phase eins zu Phase drei.

Die Details kann man hier nachschauen:

Die größten Erkenntnisse:

  • 1. Man muss auch mal nein sagen können. Dazu gehört, Dinge nicht mehr zu machen und dafür weniger Dinge besser zu machen!
  • 2. Kunden sind die besten Marketers, und das „Word of Mouth“ ist mehr wert als das „Word of selling“. Sprich Weiterempfehlungen zählen mehr, als das Gespräch mit einem Vertriebler. Daran sollte man bei all seinen Marketingmaßnahmen denken.
  • 3. Scaling bedeutet Kunden sehr individuell, aber in einer effizienten Art und Weise zu bedienen. Denken wir an den Selfservice an Tankstellen oder im Web und neuerdings auch an Chatbots.
  • 4. Je größer man als Unternehmen wird, umso dringender braucht man eine gemeinsame Culture und Mission, damit jeder die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen trifft (und nicht für die eigene Abteilung) – am besten sollten Entscheidungen noch zugunsten der Kunden über die Interessen des Unternehmens gestellt werden.

B2B und Social Media gehören definitiv zusammen

Was, gerade in Deutschland, immer noch ausführlich diskutiert wird: Muss man als B2B Unternehmen wirklich in den sozialen Medien vertreten sein? Und damit einhergehend: „unsere Themen sind so professionell, die müssen auch entsprechend „ernsthaft“ transportiert werden“. In Boston ging man anders mit diesem Ansatz um. Auf einem Vortrag rund um Facebook hieß es: „Hier läuft eine B2B Veranstaltung mit 21.000 professionellen Teilnehmern. Und jetzt gerade ist nahezu jeder in Twitter und Facebook unterwegs....“ (ertapptes Aufschauen der Zuschauer von ihren Smartphones und Tablets). Uns wurde noch einmal nahegelegt, dass wir alle Menschen sind und mit Menschen kommunizieren: B2H = business to human statt B2B oder B2C! Wir alle wünschen uns Unterhaltung statt staubtrockener Kommunikation. Zudem bietet gerade Facebook mit „Audiences“ eine extrem gute Möglichkeit, seine (auch B2B) Zielgruppen sehr granular anzusprechen.

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