Datenschutz

3 Tipps für Datenschutz im digitalen Marketing

| Autor / Redakteur: Alexander Handcock* / Saskia Semik

Marketer sollten das Thema Datenschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn wer Datenpannen zulässt, riskiert nicht nur harte Sanktionen durch den Gesetzgeber, sondern auch das Vertrauen seiner Kunden.
Marketer sollten das Thema Datenschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn wer Datenpannen zulässt, riskiert nicht nur harte Sanktionen durch den Gesetzgeber, sondern auch das Vertrauen seiner Kunden. (Bild: gemeinfrei / Pexels)

Noch nie hat die Menschheit so viele Daten produziert wie heute – und jeden Tag wächst die Zahl. Im Marketing spielen Daten heute eine entscheidende Rolle. Durch sie lernen Marketer die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe zu verstehen. Wie schafft man dabei die Grundlage für guten Datenschutz?

Ohne Daten kein personalisiertes Marketing

Auch im Hinblick auf das Trend-Thema Personalisierung bilden Daten das Fundament. Um Kunden relevante Produktempfehlungen liefern zu können braucht man Daten. Ebenso, um ihr Verhalten zu verstehen und entscheiden zu können, auf welchen Kanälen und zu welchen Zeitpunkten man am besten mit ihnen in Kontakt tritt.

Doch je umfangreicher Kundendaten für Marketingzwecke genutzt werden, desto wichtiger ist es, dass Marketer sich über ihre Verantwortung im Hinblick auf das Thema Datenschutz im Klaren sind. Wer leichtfertig mit den personenbezogenen Daten seiner Kunden umgeht, setzt ihr Vertrauen aufs Spiel, und damit die Grundlage für sein Geschäft. Marketer müssen in Sachen Best Practices immer auf dem aktuellen Stand sein, wenn es darum geht, Kundendaten zu verwalten und für Sicherheit und Datenschutz zu sorgen. Seit Mai 2018 spielt die Datenschutzgrundverordnung (DSGO) dabei eine zentrale Rolle und führt dazu, dass für Organisationen ein gänzlich neuer Umgang mit dem Thema Datenschutz erforderlich wird.

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Digitales Marketing und Datenschutz

Vor diesem Hintergrund lautet die entscheidende Frage für Marketer: Wie schafft man die Grundlage für guten Datenschutz – und wie setzt man ihn letztendlich um, ohne in Sachen Marketing mit angezogener Handbremse fahren zu müssen? Die folgenden drei Ratschläge helfen dabei, dynamisches Digitalmarketing und DSGVO-Compliance unter einen Hut zu bringen.

1. Regelmäßige interne Datenreviews
Es ist entscheidend, immer den Überblick darüber zu behalten, welche personenbezogenen Daten gesammelt werden. Zudem gilt es, sicherzustellen, dass die Unternehmensrichtlinien fortlaufend aktuell und mit gesetzlichen Erfordernissen in Einklang sind.

2. Tiefes Verständnis für die gesammelten Daten
Es geht jedoch nicht nur darum, zu verstehen, welche Informationen man sammelt. Ebenso wichtig ist es, zu wissen, wie diese Informationen genutzt werden – und wer auf sie zugreifen kann.

3. Marketing-Technologie
Marketer brauchen die richtigen Tools, um Daten effektiv für Marketing-Kampagnen nutzbar zu machen und dabei gleichzeitig für Datenschutz und die nötige Diskretion zu sorgen. Eine entsprechende Plattform muss dazu in der Lage sein, einen Überblick über das vorhandene Datenmaterial zu liefern. Eine Lösung kann eine Customer Data Platform (CDP) sein, die mithilfe von Kundendaten präzises Targeting und personalisierte Customer Journeys ermöglicht und dabei ein Höchstmaß an Datenschutz und Sicherheit bietet.

Datenschutz ernst nehmen

Diese drei Ratschläge sind nur ein kleiner Einblick, wenn es um Best Practices in Sachen Datenschutz geht. Datenschutz, insbesondere dann, wenn es um Kundendaten geht, ist eine komplexe Herausforderung und die möglichen Maßnahmen sind zahlreich. Auf jeden Fall sollten Marketer das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn wer Datenpannen zulässt, riskiert nicht nur harte Sanktionen durch den Gesetzgeber, sondern auch das Vertrauen seiner Kunden.

* Alexander Handcock ist Senior Global Marketing Director bei Selligent Marketing Cloud.

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