11.07.2022

Aufbruchsstimmung und Anpassungsfähigkeit: der Gründermut in Gastronomie und Hotellerie

Lübeck, Juli 2022. Laut Medienberichten befindet sich Deutschlands Gastronomie und Hotellerie nicht in Feierstimmung. Gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise sowie fehlendes Personal machen der Restaurant- und Beherbergungsbranche das Leben schwer. Doch ein Blick ins Handelsregister sorgt für Überraschungen: Noch nie gab es so viele im Handelsregister erfasste Hotel-Neugründungen wie 2021 und auch das Gastgewerbe blüht auf. Wie lassen sich diese Tatsachen unter einen Hut bringen?

Deutschland in Reiselaune

Im Juli dieses Jahres verzeichnete das Handelsregister 18.453 aktive Beherbergungsbetriebe. Alleine im vergangenen Jahr öffneten 1.139 Hospitality-Unternehmer:innen ihre Tore für Gäste – bei einem historischen Tiefstand von 72 Insolvenzen. So wenige Schließungen gab es zuletzt 2001. Den mit Abstand größten Anteil an Beherbergungsbetrieben, gemessen an der Anzahl aller aktiven Unternehmen im Bundesland, hält Mecklenburg-Vorpommern mit 2,3 %. Das Schlusslicht bildet Bremen mit 0,54 %.

Laut Statista[1] planen 30,6 % der Deutschen ihren Urlaub dieses Jahr im eigenen Land. Ein Trend, der sich auch schon 2021 abzeichnete und in Ursachen wie  Pandemie bis Klimawandel begründet liegt. Diese Reisenden müssen zwangsläufig in ihren Zielregionen unterkommen, was zur positiven Gründungsstimmung der Beherbergungsbranche beiträgt. 

Berlin deckt auf

Auch für das deutsche Gastgewerbe war 2021 ein Jahr des Aufbruchs. Von den insgesamt 50.577 aktiven gastronomischen Betrieben gründeten sich 4265 im vergangenen Jahr. Bei nur 394 Betrieben blieb 2021 aufgrund von Insolvenz die Küche kalt. Das quantitativ breiteste gastronomische Angebot bietet Berlin mit einem Wirtschaftsanteil von 3,3 %, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern. Brandenburg markiert mit 1,82 % das Ende der Tafel.

Frauenquote

In puncto weibliche Führungskräfte hat die Hotellerie die Nase vorn: 27 % aller Unternehmensleitenden sind weiblich. Im direkten Vergleich kommt das Gastgewerbe auf gerade mal 21 %.

Lockdown-Pausen nutzen, agil denken

Während der vergangenen zweieinhalb Jahre hat sich die komplette Hospitality-Branche stark verändert. Regionale Netzwerke unter Gastronomen und Erzeugern, erweiterte Verkaufskanäle über Take-aways und schnelle Reaktion auf neue Regelungen sicherten vielen Betrieben das Überleben.

 „Gastronomie und Hotellerie haben während der Pandemie Transformationsprozesse durchlaufen und sich breiter aufgestellt“, meint Alexander Hiller, Geschäftsführer der databyte GmbH. „Durch Agilität und brancheninternen Austausch entstand Resilienz in der Krise. Das konnten wir beispielsweise in Hamburg mit dem Barkombinat miterleben; ähnliche Modelle formierten sich in anderen Städten.“  

 Über databyte

Die databyte GmbH ist Anbieter einer innovativen Online-Applikation und verfügt mit rund 7 Millionen Firmenprofilen und über 100 Millionen Einzelinformationen über eine der umfangreichsten Datenbanken für deutsche Wirtschaftsinformationen.

Unter databyte.de werden in einer Online-Anwendung Handelsregisterinformationen, Firmenprofile, Gewerbedaten sowie Bonitätseinschätzungen tagesaktuell veröffentlicht. Die Produkte und Dienstleistungen von databyte bieten eine hohe Markttransparenz und werden genutzt für Unternehmensrecherchen, Kundenstamm-Monitoring, Forderungsmanagement und Neukundengewinnung. Im Rahmen der Datenverarbeitung legt databyte besonderen Wert auf die Einhaltung der Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes und der DSGVO Richtlinien. Die selektierbaren Informationen sind ausschließlich für Gewerbetreibende abrufbar und bedürfen einer vorausgegangenen verifizierten Anmeldung. Weiterführende Informationen liefert www.databyte.de


[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/217688/umfrage/reiseziele-der-deutschen/