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Studie zur (mobilen) Internetnutzung Deutsche Smartphone- und Tablet-Besitzer setzen nach wie vor auf Apple-Produkte

| Redakteur: Natalie Wander

Nicht nur in der Marketingbranche war der Trend des Jahres 2012 das Thema Mobile. Schaut man auf die Nutzung von mobilen Geräten ist im vergangenen Jahr ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Apple-Produkte bleiben führend in der mobilen deutschen Internetnutzung. Android-Geräte holen jedoch auf.
Apple-Produkte bleiben führend in der mobilen deutschen Internetnutzung. Android-Geräte holen jedoch auf.
(Bildquelle: Webtrekk)

Während zu Beginn des Jahres 2012 nur 8,2 Prozent der Website-Zugriffe über Smartphones oder Tablets erfolgten, waren es im letzten Quartal schon 13 Prozent. Dies geht aus der Langzeitstudie ”Deutsche Webstatistik” von Webtrekk hervor.

Bei der mobilen Internetnutzung sind nach wie vor die Geräte von Apple im Markt führend. Auch wenn das iPhone und iPad seit dem ersten Quartal 2012 etwas mehr als 25 Prozent Marktanteil bei den Webzugriffen eingebüßt haben, verzeichnen sie zu Jahresende 2012 aber immer noch zwei Drittel (67,4 Prozent) aller Marktanteile für sich. Am stärksten hat hierbei das iPhone mit etwas mehr als -50 Prozentpunkte Marktanteil über den Gesamtzeitraum verloren. Heute findet noch etwa jeder vierte Webzugriff mit einem iPhone statt. Ein Grund für den sinkenden Anteil ist das 2010 erstmals vorgestellte iPad, das heute 40 Prozent erreicht. Zudem haben die Apple-Produkte gerade durch die Android-Geräte eine starke Konkurrenz bekommen. Sie machen mittlerweile 21,3 Prozent des mobilen Traffics aus. Eine Überraschung bietet die Samsung Galaxy-Linie: Alle Modelle zusammen sind für knapp 11 Prozent der mobilen Webzugriffe verantwortlich.

Neben der Analyse der mobilen Webzugriffe befasst sie die Studie zudem mit der Untersuchung der Desktop-Betriebssysteme und der Nutzung von Suchmaschinen. Vor einem Jahr lagen bei der Beliebtheitsskala der Betriebssysteme noch Windows 7 und Windows XP mit jeweils um die 30 Prozent Marktanteil fast gleichauf. Im vierten Quartal 2012 ist Windows 7 nun mit knapp 50 Prozent stärker als XP und Vista zusammen. „Windows 7 ist das meistgenutzte Betriebssystem im deutschen Web. Das neue Windows 8 wächst langsamer als seinerzeit Windows 7 im vierten Quartal 2009. Dabei wird das Update so günstig wie nie angeboten. Möglicherweise haben die Nutzer Bedenken und sind verunsichert, ob sie einen neuen Touch-PC benötigen, um es voll zu nutzen“, kommentiert Christian Sauer, Geschäftsführer von Webtrekk.

Nicht überraschend ist ein Blick auf die Analyse der Suchmaschinen. Einsamer Spitzenreiter ist die Google-Suche. Neun von zehn Suchanfragen werden seit dem vierten Quartal 2009 bis heute in Deutschland hierüber gestartet. „Der Suchmaschinenmarkt erscheint wie zementiert. In Deutschland haben die Konkurrenten offenbar kein Feature angeboten, dass die Nutzer zum Wechsel veranlasst hätte. Google bleibt bei über 90 Prozent, und das, obwohl Microsoft große Erwartungen an Bing hatte und es auf den Windows-Rechnern als Suchmaschine voreingestellt ist“, so Christian Sauer. Die Wettbewerber rangieren in Deutschland weit abgeschlagen und erreichen in diesem Quartal gerade einmal die 1 Prozent-Hürde: Bing verzeichnet 1,7 Prozent Marktanteil, T-Online bleibt bei 1 Prozent. Yahoo erreicht 0,8 Prozent-Punkte. Damit verteilen sich insgesamt 6,3 Prozent der Marktanteile auf alle anderen Suchmaschinen.

Über die Langzeitanalyse:

Webtrekk veröffentlicht seit 2006 quartalsweise aktuelle Daten über die Verwendung von Betriebssystemen, Browsern, Bildschirmauflösungen, über die Akzeptanz von 3rd-Party-Cookies und die Nutzung von Online-Suchmaschinen, sowie seit 2010 über die Verwendung mobiler Geräte und mobiler Betriebssysteme. Grundlage der Datenerhebung ist die effektive Nutzung von Webseiten und mobilen Inhalten. Bei den Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte der von Webtrekk analysierten deutschen Kunden-Sites, bestehend aus stark frequentierten Premiumangeboten aus den Bereichen E-Commerce, Finance und Publishing mit insgesamt weit über einer Milliarde Visits pro Monat.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

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