„Trendbarometer Industriekommunikation“

Die 10 größten Trends im B2B-Marketing

| Redakteur: Georgina Bott

Was sind die Trends im B2B-Marketing? Das bvik „Trendbarometer Industriekommunikation“ gibt Antworten.
Was sind die Trends im B2B-Marketing? Das bvik „Trendbarometer Industriekommunikation“ gibt Antworten. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Was sind die größten Herausforderungen denen sich B2B-Marketer aktuell stellen müssen? Und welche Themen zählen zu den größten Trends? Das wollte der bvik in seiner Umfrage „Trendbarometer Industriekommunikation“ herausfinden.

Big Data und Data Analytics sind die größten Herausforderungen, denen sich B2B-Marketer nach eigenen Angaben aktuell stellen müssen. Dies ergab die bvik-Umfrage „Trendbarometer Industriekommunikation“, die kürzlich in Zusammenarbeit mit der DHBW Mosbach zum ersten Mal durchgeführt wurde. Doch was sind die weiteren TOP-Trends? Die folgenden zehn Themen haben B2B-Marketer in der Umfrage als ihre größten Herausforderungen identifiziert. Dort gaben 251 Marketer aus Industrie- und Dienstleistungsunternehmen Einblick, welche Themen sie aktuell am meisten beschäftigen.

  • 1. Big Data / Data Analytics
  • 2. Aufbrechen von Silos
  • 3. Agile Methoden und Prozesse
  • 4. Künstliche Intelligenz
  • 5. Augmented / Virtual Reality
  • 6. Marketing als Treiber der Digitalisierung
  • 7. Nachteile der Datenschutz-Richtlinien für das B2B-Marketing
  • 8. Influencer Marketing
  • 9. Ausbildung und akademische Bildung im B2B-Marketing
  • 10. Herausforderungen der Digitalisierung

Professioneller Umgang mit Big Data

In den Ergebnissen wird deutlich, dass Big Data und Data Analytics momentan die eindeutigen TOP-Themen sind. 87 Prozent der Befragten stimmten in der aktuellen Umfrage zu, dass diese Felder die stärksten Trends im Bereich B2B-Marketing und –Kommunikation sind – dicht gefolgt von strategischen Themen wie „Aufbrechen des Silo-Denkens“ und „Agile Methoden und Prozesse“. Technologische Hype-Themen wie „Künstliche Intelligenz“ (KI) und „Augmented / Virtual Reality“ (AR/VR) hingegen rangieren erstaunlicherweise dahinter, zählen aber ebenfalls zu den wichtigsten Trends.

Marketer registrieren große Know-how-Lücken

Trends erkennen, Herausforderungen annehmen, Chancen nutzen, Erfolg generieren – das ist der Königsweg für Marketer. Dadurch können sie ihre zukunftsweisende Bedeutung für das Unternehmen bestätigen. Doch es bleibt die Frage, ob der B2B-Bereich den Herausforderungen der Digitalisierung derzeit wirklich gewachsen ist. Die Teilnehmer des Trendbarometers sehen dabei noch große Informations-, Wissens- und Know-how-Lücken. Über die Hälfte (57 Prozent) sind der Überzeugung, dass die B2B-Branche auf die Herausforderungen der Digitalisierung nicht ausreichend vorbereitet ist!

Niedriges Digitalisierungs-Niveau

So erschreckend diese Erkenntnis ist, neu ist sie keinesfalls. Denn bereits die bvik-Studie „B2B-Marketing-Budgets 2017“ kam zu dem Ergebnis, dass deutsche Industrieunternehmen noch großen Nachholbedarf im digitalen Bereich haben. Im Sonderteil zum Thema „Digital Marketing Leadership“ wurde abgefragt, ob Marketer eine führende Position der eigenen Marketing-Abteilung im Vergleich zu direkten Wettbewerbern sehen. Die Ergebnisse zeigten zum einen ein relativ geringes Digitalisierungs-Niveau und zum anderen, dass die (intern und extern) erfolgreichen B2B-Marketing-Abteilungen im Vergleich zu den erfolglosen ein deutlich höheres digitales Niveau erreichen.

Marketing-Etats von B2B-Unternehmen steigen

„B2B-Marketing-Budgets 2017“

Marketing-Etats von B2B-Unternehmen steigen

21.03.18 - Die Bedeutung des Marketings in deutschen Industrieunternehmen wächst: laut der aktuellen Studie „B2B-Marketing-Budgets 2017“ stehen den B2B Marketern höhere Budgets zur Verfügung und auch der Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens wächst. lesen

Zeit zu handeln

Für Industrieunternehmen ist es höchste Zeit geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Denn Marketing-Verantwortliche wissen schon seit Langem, dass die Digitalisierung sämtliche Prozesse nachhaltig beeinflusst und neue Kompetenzfelder aufgebaut werden müssen. Dafür muss die Geschäftsleitung aber ausreichend personelle und monetäre Ressourcen zur Verfügung stellen. Bereits 2016 untersuchte der bvik im Sonderteil seiner jährlichen Budget-Studie „Personalentwicklung und Kompetenzmanagement im B2B-Marketing“. Schon damals zeigte sich die große Bedeutung des digitalen Marketings. 96 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen aus Industrieunternehmen gaben damals an, dass Mitarbeiter zukünftig Spezialkenntnisse in diesem Bereich benötigen. Doch auch interne Strukturen von Abteilungen gehören dringend auf den Prüfstand, denn erst abteilungsübergreifende Kollaboration ermöglicht Innovation. Die Befragten sehen im Aufbrechen von Silos nachweislich eine Chance, die Digitalisierung im Unternehmen erfolgreich voranzutreiben.

Daten beherrschen und Möglichkeiten nutzen

Anwendungskompetenzen im digitalen B2B-Marketing sind nun gefragt, um die neuen Entwicklungen und Möglichkeiten im eigenen Unternehmen nutzbar zu machen. Ganz oben auf der Prioritätenliste muss angesichts der eruierten TOP-Trends die intelligente Verknüpfung von großen Datenmengen stehen. Es gilt, mit dem richtigen Mindset der Mitarbeiter agile Methoden und Prozesse zu installieren, um flexibel auf Neues reagieren zu können. Denn nur dann ist es möglich, technologische Quantensprünge, wie KI oder Augmented und Virtual Reality, als gewinnbringende Tools in Marketing und Vertrieb einzusetzen.

Über das Trendbarometer

Die Befragung wurde mit Hilfe des Online-Tools Surveymonkey im Zeitraum vom 25. Juni bis 25. Juli 2018 durchgeführt. Insgesamt haben 251 Personen an der Befragung teilgenommen. 51 Prozent der Teilnehmer/innen sind in einem Industrieunternehmen (Herstellung von Industriegütern) tätig, 40 Prozent bei einem Dienstleistungsunternehmen (Agentur, Beratung, Software) und neun Prozent fallen unter Sonstige (hier überwiegend aus dem Bereich Hochschulen/Bildung und Handel/Großhandel).

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