Page Experience Die Core Web Vitals: Der neue Ranking-Faktor auf einen Blick

Autor / Redakteur: Toni Stork, Dr. Felix Marcinowski und Miriam Deck* / Viviane Krauss

Die Core Web Vitals werden gemeinsam einem bereits jetzt zugänglichen neuen Report in der Google Search Funktion zum offiziellen Ranking-Faktor und damit relevant für alle Betreiber von Webseiten. Was müssen Unternehmen für ihre Webseite nun also beachten?

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Die Core Web Vitals von Google machen ersichtlich, welche Standards eine Website bezüglich der Page Experience der Nutzer heutzutage erfüllen sollte.
Die Core Web Vitals von Google machen ersichtlich, welche Standards eine Website bezüglich der Page Experience der Nutzer heutzutage erfüllen sollte.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Im Mai 2021 bringt Google neue Kennzahlen zur Messung der Page Experience auf Webseiten auf den Markt. Der Internet-Riese bewertet nicht erst seit gestern mit Hilfe der Algorithmen, die für die organische Sichtbarkeit verantwortlich sind, Webseiten. Dabei ist die Position des organischen Google-Rankings essenziell für die Sichtbarkeit des Unternehmens und der Marke. Hand in Hand hiermit dient diese als Hilfe, um den Traffic auf den Online-Kanälen zu erhöhen, von denen seit Corona stärker denn je auch die Geschäftszahlen abhängen.

Die Core Web Vitals auf einen Blick

Die Core Web Vitals sind Metriken, die die gesamte Page Experience einer Webseite messen. Drei Faktoren haben allerdings eine besonders starke Wirkung auf diese Page Experience einer bestimmten Seite. Dazu zählen neben der visuellen Stabilität (Cumulative Layout Shift, CLS), auch die Interaktivität (First Input Delay, FIP) sowie die Ladegeschwindigkeit einer Seite (Largest Contentful Paint, LCP). Diese Kennzahlen wurden bereits im Mai 2020 unter der Initiative „Web Vitals“ bekannt gegeben und tragen dazu bei, dass Teile der Benutzerfreundlichkeit der Online-Seiten messbar und optimierbar werden. Als weitere Faktoren sind die Unterbrechung durch Werbung, die Optimierung für mobile Endgeräte sowie Sicherheits- und Datenschutzaspekte (wie die Nutzung von HTTPS und Prüfung nach Phishing oder Malware) zu nennen. Der Report gruppiert einzelne URLs, da Google annimmt, dass technische Probleme über die gesamte Webseite hinweg ähnlich sind. Die drei KPIs CLS, FIP sowie LCP bilden im Report die drei Core Web Vitals ab. Zusätzlich dazu sind genaue Richtwerte und Kategorien von „gut“, über „Optimierung erforderlich“ bis hin zu „schlecht“ vertreten.

Schnelle Web-Experience und Ladezeit als Essentials

Generell gilt: Website-Besucher, die schnell an bestimmte Informationen gelangen wollen sind grundsätzlich ungeduldig – insbesondere, wenn sie eine Website vom Smartphone aus besuchen. Eine Google-Studie von 2017 beweist das: Ein schneller Seitenaufbau sowie eine schnelle Ladezeit sind das A und O und beeinflussen das Nutzerverhalten ganz extrem. So können beide Faktoren eine Interaktion fördern oder sogar im schlechtesten Fall verhindern. Mit jeder Sekunde mehr an Ladezeit, steigt die Wahrscheinlichkeit um 123 Prozent, dass ein mobiler Website-Besucher die Seite wieder verlässt. Trotz dieser markanten Zahlen, brauchen immer noch 70 Prozent aller mobilen Websites mehr als sieben Sekunden, um vollständig zu laden.

How to: Die neuen Ranking-Faktoren angehen

Die Core Web Vitals von Google machen ersichtlich, welche Standards eine Website bezüglich der Page Experience der Nutzer heutzutage erfüllen sollte. Was müssen Website-Betreiber nun also konkret tun?

Zuerst sollte man sich mit dem Google Search Console Report befassen, denn dieser zeigt den Zustand jeder URL einer Online-Seite. Von dem Status quo ausgehend, lässt sich schließlich die Page Experience messen und demzufolge optimieren. Im nächsten Schritt werden Verbesserungspotentiale erkannt und angegangen. Den Seiten, die am schlechtesten abschneiden, sollte man sich vorrangig widmen. Bereits die Etablierung kleinerer Bildgrößen oder weniger zu ladender Seitenressourcen können im Idealfall helfen. LCP-, FID- und CLS-Optimierungspotenziale lassen sich durch die Analyse aus dem Report mit den Developer Tools des Chrome-Browsers verbessern.

Die Page Experience wird essenziell

Nutzer möchten über Suchmaschinen wie Google die wichtigsten Inhalte für ihre Anfragen ausgespielt bekommen. Die Suchmaschine arbeitet dafür stetig an dem eigenen Algorithmus und den genutzten Bewertungskriterien. Immer relevanter wird in diesem Zusammenhang die Page Experience. Sowohl die Digitalisierung per se als auch die steigende Erwartung der Nutzer beschleunigen diese Entwicklung und treiben sie auch zukünftig weiter. Dabei beeinflussen Faktoren wie die Interaktivität der Webseite, Mobile-Optimierung oder Seitenladezeit die Customer Journey maßgeblich. Sie sind also weit mehr als bloße Google-Ranking-Signale, denn zusätzlich formen sie die Erfahrung der Website-Besucher bezüglich Marke oder Produkt mit. Idealerweise resultiert dies in einer geringen Absprungrate, höheren Conversions und vermehrten Website-Besuchen.

Die Betreiber von Webseiten tun gut daran, Googles Core Web Vitals als tatsächliche Chance zu begreifen, um die Benutzerfreundlichkeit der eigenen Seite langfristig zu optimieren und damit das eigene Geschäft maßgeblich und zukunftsorientiert voranzutreiben.

*Toni Stork ist Gründer und Managing Partner, Dr. Felix Marcinowski ist Head of SEO und Miriam Deck ist Digital Consultant SEO bei OMMAX

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