Technologietrends im Marketing

Die Digitalisierung fordert Marketer

| Autor / Redakteur: Achim Reupert / Georgina Bott

Die Digitalisierung steht nicht still. Unternehmen sollten daher auf diese sieben Trends aufspringen.
Die Digitalisierung steht nicht still. Unternehmen sollten daher auf diese sieben Trends aufspringen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Marketer sind gefordert: Wer sich behaupten will, muss seine Adressaten entlang der gesamten User-Journey begeistern. Welche Technologie-Trends sich in der Marketingbranche abzeichnen, verrät Achim Reupert, Director Sales von Arvato Systems.

Trend 1: Big Data

Internetnutzer hinterlassen eine Unmenge an Spuren. So lassen sich aus einzelnen Klicks detaillierte Übersichten der Klickpfade erstellen. In cloudbasierten Data-Management-Plattformen fließen Daten aus allen angeschlossenen Systemen, wie etwa CRM-System, Buchhaltungs-Tool oder ERP-System, zusammen. Das erlaubt Marketern, Nutzerprofile zu erstellen und immer weiter zu verfeinern – die Basis, um Adressaten mit personalisierten Inhalten passgenau ansprechen zu können.

Trend 2: Crossmedialität

Was im privaten Umfeld längst Usus ist, ist auch im Marketing unerlässlich: Personalisierte Inhalte müssen kanalübergreifend möglichst schnell zugänglich und einprägsam gestaltet sein. Marketingabteilungen sollten beim crossmedialen Ausspielen von Content höchstes Augenmerk auf die Konsistenz des Erscheinungsbilds legen: Logos, Buttons, Schriftart, Farbgestaltung etc. – eben das Corporate-Design. Nur so können Unternehmen eine starke Marke aufbauen und pflegen sowie ihre Kunden an allen Kontaktpunkten begeistern.

Trend 3: Personalisierung

Auf einer Data-Management-Plattform fließen externe Informationen sowie eigene Daten der Website, aus dem Onlineshop, der App u.a. zusammen. Marketer können auch von Google bereitgestellte, anonymisierte Daten nutzen, die bei der IT-gestützten Erstellung präziser Nutzerprofile sehr nützlich sind und den Prozess enorm beschleunigen. Können sich Marketer ein immer genaueres Bild von ihren Adressaten machen, ist es ihnen möglich, konkrete Produkte zu empfehlen und personalisierte Website-Inhalte zielgerichtet auszuspielen.

Trend 4: Multi-Cloud-Anbieter

Die Trends im Cloud-Geschäft setzen große Cloud-Hyperscaler wie Amazon (Amazon Web Services, AWS) und Google (Google Cloud Platform). Daneben haben sich zahlreiche Anbieter kleinerer Plattform-Services (PaaS) und Software-Services (SaaS) etabliert, die spezifische Herausforderungen sehr effizient, kostengünstig und skalierbar lösen. Moderne Cloud-Architekturen unterstützen unterschiedliche Geschäftsziele. Auch Kostensenkungen sind möglich – wenn man bereit ist, etablierte Prozesse neu zu denken. Solche Dienstleister versetzen Unternehmen in die Lage, den Überblick über vorhandene und benötigte Ressourcen zu behalten.

Trend 5: Digitaler Kundenservice

Unternehmen sind gefordert, neue, innovative Inhaltsformen zu entwickeln, die einen wirklichen Mehrwert bieten. So haben beispielsweise Chatbots das Potenzial, den Kundenservice grundlegend zu revolutionieren, indem sie – bei routinemäßigen Anfragen – das Anliegen schnell und zielführend beantworten. Hierzu bedarf es einer flexiblen IT, die – gelöst von lokalen Speichern mittels hochskalierbarer Cloud-Lösungen – das „Always-on“ der Konsumenten auf verschiedenen Endgeräten überhaupt erst ermöglicht.

Trend 6: Flexibilisierung der IT

Marketer sollten sich von alten Strategien lösen – zugunsten eines neuen, digitalen Marketings. Das derzeit angesagte Lead-Management ist erfolgreich, da es den Konsumenten mit personalisiertem, nutzwertigem Content versorgt und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Wichtig ist, dass Unternehmen nicht in spezifische Einzellösungen investieren, sondern das große Ganze im Blick behalten: die Flexibilisierung Ihrer IT als technologische Basis für jegliche Digitalisierungsmaßnahmen.

Trend 7: Wandel als Normalität akzeptieren

Moderne Unternehmen sollten in flexible IT-Lösungen auf Basis cloudbasierter Geschäftsprozesse investieren. Es ist problemlos möglich, verschiedene Clouds zu nutzen, die sofort rückbaufähig sind. Für eine solch gravierende Neuausrichtung ist ein professionelles Change-Management erforderlich. Denn erst wenn der Wandel zu einem festen Bestandteil des Tagesgeschäfts geworden ist, kann und wird die digitale Transformation gelingen.

Achim Reupert ist Director Sales von Arvato Systems
Achim Reupert ist Director Sales von Arvato Systems (Bild: Arvato Systems)

Über den Autor

Achim Reupert ist Director Sales von Arvato Systems. Der Wirtschaftsinformatiker verfügt über rund 15 Jahre Erfahrung bei der Auswahl und Einführung von IT-Systemen in den Bereichen E-Business und Produktdatenmanagement. Als Director Sales leitet er heute ein Vertriebsteam und unterstützt Unternehmen bei der Verlagerung ihrer Geschäftsmodelle in die digitale Welt.

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