Der digitale Marathon – Teil 4

Auf der Zielgeraden das positive Momentum halten

| Autor / Redakteur: Stefanie Peters* / Georgina Bott

Wie sollten Unternehmen die Digitale Transformation angehen? Die einzelnen Etappen dieses digitalen Marathons beschreiben wir in dieser vierteiligen Artikelserie.
Wie sollten Unternehmen die Digitale Transformation angehen? Die einzelnen Etappen dieses digitalen Marathons beschreiben wir in dieser vierteiligen Artikelserie. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Wenn ein Unternehmen eine klare Strategie definiert sowie konkrete Meilensteinen formuliert, das Geschäftsmodell und interne Prozesse adaptiert und die Veränderungen in das Unternehmen hineingetragen hat, entsteht häufig fälschlicherweise der Eindruck, die digitale Transformation sei abgeschlossen.

Zwar ist nach all der „Vorarbeit“ das Ziel ist zum Greifen nah, jedoch fehlen noch wenige – aber entscheidende – Meter, um dieses auch zu erreichen. Damit die erzielten Erfolge nicht gleich wieder verpuffen, ist es wichtig, definierte Maßnahmen konsequent umzusetzen. Diese sollten anhand ausgewählter Key Performance Indicators (KPIs) regelmäßig nachgehalten und kontrolliert werden. So bleibt das Rad der Digitalisierung in Bewegung und kommt nicht frühzeitig zum Stehen.

Die 360-Grad-Methode für digitales Wachstum

Der digitale Marathon – Teil 1

Die 360-Grad-Methode für digitales Wachstum

28.01.19 - Die Digitalisierung erfordert ein umfassendes Umdenken der Wirtschaft. Der Wille, die eigene Firma digital zu transformieren, ist bei einem Großteil der Unternehmen bereits vorhanden. Die Frage des “Wie” stellt jedoch die meisten vor erhebliche Herausforderungen. lesen

KPIs festlegen: Erfolge messen, aber richtig

Um den Unternehmenserfolg zu messen, braucht es relevante Key Performance Indicators (KPIs). Nur so kann letztlich ermessen werden, welche Fortschritte erzielt wurden und wie sich die digitale Transformation auf das Geschäft auswirkt. Das ist erst einmal nichts Neues – doch vielen Unternehmen fällt es schwer, ihre Erfolgsmessung an geänderte, digitale Geschäftsmodelle und agile Arbeitsweisen anzupassen.

In 5 Schritten zum optimalen KPI-Dashboard

Key Performance Indicators

In 5 Schritten zum optimalen KPI-Dashboard

23.11.18 - Wer erfolgreich Lead Management betreiben will, sollte regelmäßig die Kennzahlen, die Key Performance Indicators (KPIs) seines Projekts überprüfen. Die Conversion Rate, die Länge des Verkaufszyklus und der Cost-per-Lead geben Aufschluss darüber, wie effektiv Kampagnen und Maßnahmen sind. lesen

Die erste Herausforderung besteht in der Regel darin, wirklich relevante Erfolgsfaktoren zu definieren. Gerade bei großen Konzernen existiert eine Vielzahl an Kennzahlen, die erhoben und ausgewertet werden. Analyse- oder Business-Intelligence-Tools versprechen, die Auswertungen dieser Kennzahlen zu vereinfachen. Häufig bewirken sie allerdings das Gegenteil und steigern die Komplexität unnötig. Denn: Nicht jede messbare Kennzahl ist automatisch ein relevanter KPI. Wie so oft greift hier das Motto “weniger ist mehr”.

Meistens reichen wenige Faktoren aus, um zu erkennen, ob ein Projekt auf Kurs ist oder eben nicht. Aus diesem Grund ist es unabdingbar, KPIs im Voraus zu definieren und exakt auf das neue Geschäftsmodell zuzuschneiden, um den Erfolg der digitalen Transformation zielgerichtet beurteilen und skalieren zu können. Spitz auf das neue Geschäftsmodell zugeschnittene Erfolgsfaktoren lassen außerdem schnell erkennen, wenn sich die Ergebnisse ungeplant von den zu Beginn definierten Zielen entfernen. Mithilfe agiler Strukturen und Prozess kann man darauf schnell und flexibel reagieren und Ursachen ergründen.

Flexibilität als Schlüssel zum digitalen Erfolg

Der digitale Marathon – Teil 2

Flexibilität als Schlüssel zum digitalen Erfolg

04.02.19 - Im Zuge der Digitalisierung müssen sich Unternehmen neuen Herausforderungen stellen. Dafür braucht es Ausdauer. Sind die theoretischen Vorarbeiten auf dem Weg zum digitalen Unternehmen abgeschlossen, gilt es, definierte Maßnahmen und Ziele in die Praxis zu übertragen. lesen

Orientierung bieten: Eine transparente Roadmap erstellen

Die kontinuierliche Erfolgsmessung und -beobachtung ist essenziell. Die digitale Transformation ist schließlich kein linearer Prozess, sondern sollte als ganzheitlicher Ansatz verstanden werden, der in kleinen Schritten zum Ziel führt und auf dem Weg dorthin kontinuierlich mehr Gestalt annimmt. Deshalb bietet es sich an, die Umsetzung der initialen Maßnahmen mit der Build-Test-Learn-Methode zu begleiten. So können Ideen schnell erprobt und, wenn nötig, angepasst werden. Iterationen und Schleifen gehören zu dieser (agilen) Methode dazu und sind nötig, um hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Doch sich auf dieses Vorgehen einzulassen, erfordert Mut, Flexibilität, Ausdauer und vor allem eine gute Führung.

Eine gute Führung stellt – neben vielen anderen Aufgaben – die funktionierende Kommunikation im Unternehmen sicher. Silo-Denken ist schädlich für ein Vorhaben wie die digitale Transformation. Im Idealfall fördert die Führungsebene eine offene und ehrliche Zwei-Wege-Kommunikation und lebt diese konsequent vor. Diese Art des Austauschs erlaubt es, alle relevanten Stakeholder effektiv mit einzubinden. Darüber hinaus fördert sie eine gesunde Lernkultur. Sind diese Voraussetzungen gegeben, können alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen und das Unternehmen entsprechend der vorab definierten Roadmap voran bringen.

Die internen Ressourcen sinnvoll einteilen

Der digitale Marathon – Teil 3

Die internen Ressourcen sinnvoll einteilen

11.02.19 - Der digitale Marathon stellt viele Unternehmen vor eine große Herausforderung. Um ihn zu bestreiten, müssen sie einen langen Atem mitbringen. Die internen Ressourcen sollten sinnvoll eingeteilt werden und interne Prozesse müssen sich wandeln. lesen

Die Zielgerade erreichen: Ausdauer, Offenheit und Mut beweisen

Wer im Zeitalter der Digitalisierung erfolgreich und wettbewerbsfähig bleiben will, kann den Transformationsprozess nicht abkürzen. Der digitale Marathon ist kein Spaziergang, sondern ein langer, teils steiniger Weg. Er erfordert Durchhaltevermögen und Offenheit, sich von bestehenden Strukturen zu lösen und neue zuzulassen. Orientierung durch KPIs, eine klare Roadmap und offene Kommunikation sind essentielle Komponenten, um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten. Sie erlauben es, mögliche Korrekturen am Kurs schnell und flexibel umzusetzen.

Denn, wie eingangs erwähnt, folgt die digitale Transformation keinem starren Plan, sondern ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausgeprägt. Der besagte rote Faden existiert dennoch – und führt Organisationen im Wandel an den beschriebenen essenziellen Elementen vorbei letztendlich ins digitale Ziel.

* Stefanie Peters ist CEO und Gründerin von enable2grow.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45707631 / Digital)