Zentralisierte Datenhaltung

Digitale Landungsbrücke für Hamburg@work

| Autor / Redakteur: David Gottschalk* / Georgina Bott

Digitale Landungsbrücke : mit neuer, zentralisierter Plattform erhöht Hamburg@work Effizienz, Kundenbindung, redaktionelle Schlagkraft und Monetarisierungsmöglichkeiten.
Digitale Landungsbrücke : mit neuer, zentralisierter Plattform erhöht Hamburg@work Effizienz, Kundenbindung, redaktionelle Schlagkraft und Monetarisierungsmöglichkeiten. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Zu viele digitale Daten verstopfen Systeme: Das technologieübergreifende Business-Netzwerk Hamburg@Work erfuhr dies am eigenen Leib. Mit der neuen zentralisierten Plattform erhöht das Hamburger Netzwerk für Digitalisierung nun Effizienz, Kundenbindung und redaktionelle Schlagkraft.

Die Digitalisierung führt zu hohem Informations- und Handlungsbedarf bei Entscheidungsträgern. Ihnen fehlt jedoch oft die Zeit, sich durch den Wust an Informationen, Handlungsempfehlungen und Angeboten zum Thema digitale Business-Transformation zu wühlen und Spreu vom Weizen zu trennen. Hier setzt die private Nichtregierungsorganisation Hamburg@work an: 1997 als Multimedia-Netzwerk ins Leben gerufen, vereint die neu aufgestellte Organisation heute branchenübergreifend Unternehmen in einem Cluster und sensibilisiert für erfolgreiche digitale Transformation. Sie informiert, bringt Akteure der norddeutschen Digitalwirtschaft online und live zusammen und bündelt Aktivitäten zu gemeinsamen Themen, Zielsetzungen und Problemen. Die Monetarisierung erfolgt durch Mitgliederbeiträge, Veranstaltungs- und Konferenzeinnahmen, kostenpflichtige Leistungen sowie Sponsorings.

Ausgangssituation: zu viele IT-Systeme

Auf mehreren getrennten Online-Präsenzen, unter anderem einer Veranstaltungs- sowie einer Mitgliederplattform, kommunizierte Hamburg@work mit seinen Mitgliedern. Konkret speicherten die Zuständigen 1.500 Vertrags- und Mitgliederdaten mit dem „Vereinsmanager“ der Firma Sewobe in der Mitgliederdatenbank ab. Auch für Faktura nutzten sie das Tool. Veranstaltungsmanagement lief über die Selfservice-Plattform „Eventbrite“. Via „Copernica“ des gleichnamigen niederländischen Herstellers pflegte Hamburg@work 15.000 Nutzerprofile, versendete E-Mail-Einladungen und Newsletter.

Während die Anzahl der Profile stetig stieg, sank ihre Qualität. Die Datenbestände wiesen Fehler, Doppelungen und Lücken auf, Abgleichen gelang nur händisch. Wachstum und Systemvielfalt schränkte effizientes Vorankommen zusehends ein. Daher entschied sich der Vorstand, im Zuge einer Neugestaltung der Plattform Daten aus der bestehenden Systemlandschaft zu konsolidieren.

„Neben technischer Anforderungen musste auch die Neuaufstellung von Hamburg@work berücksichtigt werden. Mit den Erfahrungen von mehr als 20 Jahren als Cluster für Medien, IT- und Telekommunikation übernimmt Hamburg@work den kontinuierlichen Ausbau einer übergeordeneten Digitalplattform oberhalb der vertikalen Fokusbranchen und technologieübergreifend im Kontext neuer Querschnittstechnologien“, erläutert Kommunikationsvorstand Dr. Anna Schwan.

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Peilung: Vereinheitlichung und Contentgenerierung

Hamburg@work will neue Mitglieder in allen Branchen gewinnen und Bestandsmitglieder binden, das Leistungsportfolio erweitern und neue Möglichkeiten der Monetarisierung einführen. Dazu sollte die Kommunikation zielgerichteter ablaufen, Fehlerquellen sollten beseitigt und Mehrwert für Mitglieder sollte erhöht werden. Fokussierte Kommunikation verlangt exzellente Qualität des Datenstamms: Eine zentrale Plattform würde Daten validieren und sie ohne umständliche Pflegeprozesse stets aktualisiert aufbewahren, so lautete der Plan. Diese Basis von Mitglieder-, User- und Zielgruppendaten sollte Rückschlüsse auf aktuelle Interessen der Mitglieder und ihre Vernetzung mit anderen zulassen. Hohe News-Frequenz und zielgerichtete Informations- und Angebotsausgabe liefern Mitgliedern Mehrwert und lenken ihre Aufmerksamkeit auf individuell passende Offerten.

Doch wie die Schlagzahl von News erhöhen, ohne zusätzliche redaktionelle Kapazitäten zu beanspruchen? Indem Contentmanager nicht nur selbst Inhalte erstellen, also Content generieren, sondern Fremd-Inhalte selektieren, bündeln und zuordnen – also kuratieren. Diesen Wandel meistert technologisch gesehen ein bewegliches Publishing-System, das sowohl die Aufgaben eines Redakteurs als „Content Curator“ als auch die Aufgaben eines Community-Managers als Mitgliederbetreuer unterstützt. Nach innen komplex, nach außen einfach: Last but not least sollte das Ganze intuitiv bedienbar sein, damit im Bedarfsfall auch studentische Aushilfen ohne lange Einarbeitung, Rückfrageketten oder Einpflegehürden Content kuratieren und distribuieren können.

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Am Steuer: Blackbit

Hamburg@work wählte das im Markt als hervorragend bewertete Open-Source-Programm „Pimcore“, um die beschriebene Aufgabenstellung zu lösen. Mit passgenauem Zuschnitt und Umsetzung betraute es die von Pimcore als Goldpartner empfohlene Digital-Commerce-Agentur Blackbit. Blackbit, ebenfalls Mitgliedsunternehmen von Hamburg@work, schuf eine vereinheitlichte, funktionsstarke Plattform, die Mitglieder des digitalen Clusters ebenso intuitiv bedienen wie seine Mitarbeiter.

Auf Kurs: das neue System

Die bis dato verwendeten Einzellösungen zu Newsletterversand sowie Veranstaltungsmanagement wichen zugunsten einer zentralen Systemlandschaft. Jetzt fungiert „Campaign Monitor“ als Newslettersystem; über eine Schnittstelle koppelte Blackbit es mit dem „Pimcore Customer Management Framework“. Die Buchung von Veranstaltungen und den Ticketverkauf erledigen Mitarbeiter nun mit dem „Pimcore E-Commerce Framework“. Was bleibt, ist einzig der „Vereinsmanager“, das ERP-Herz der Anwendung. Weil Hamburg@work darauf nicht verzichten mochte, band Blackbit es flexibel über einen Webservice an. Die Vereinheitlichung reduziert den Verwaltungsaufwand spürbar und hebt die Qualität des Datenstamms auf ein neues Level.

Auch der Bereich Content Curation hielt mit Pimcores Multi-Channel-Publishing-Struktur Einzug: Ein Inhaltskurator rollt nun zielgruppenrelevante Inhalte maßgeschneidert für alle Endgeräte und Kanäle aus. Zunächst bewertet er automatisiert die Qualität von Fremd-Inhalten und prüft sie auf Mehrwert und Handlungsrelevanz. Anhand der hinterlegten Nutzerinteressen identifiziert er verwandte Interessenlagen und fällt die Entscheidung, welche Inhalte wen inspirieren können. Daraufhin verschickt er personalisierte News-Feeds. Dieser spezifische Feed lichtet beim Adressaten das Infodickicht und beschafft ihm komfortabel relevante Informationen. Ein klarer Mehrwert für die User – die nun auch Artikel empfehlen und damit Verbindung schaffen. Dies kurbelt intrinsische Vernetzung an. Im Einklang mit der DSGVO werden Mitglieder dabei über gespeicherte und verarbeitete Daten zu ihrer Person informiert und behalten jederzeit Hoheit darüber.

Während sich der Content Curator Inhalten widmet, konzentriert sich der Community-Manager mit voller Kraft auf engmaschige Mitgliederbetreuung. Gestärkt durch datenreiche Nutzerprofile, fördert er das Zusammenspiel der Communitymember untereinander und ermuntert Nutzer, die bisher nur registriert sind, zu Aktivität. Den Wunsch nach schärferer Charakterisierung erfüllte Blackbit mit der Möglichkeit, in „Pimcore“ Personas zu definieren. Personas sind Modelle, die Mitglieder und Nutzer von Hamburg@work in ihren Merkmalen charakterisieren. Personas verfolgen Ziele, hegen Vorlieben, verhalten sich individuell. Die neue Plattform erlaubt die methodische Untersuchung geeigneter Daten des Nutzers wie Verhalten auf der Webseite, geäußerte Interessen, kommunikative Präferenzen oder Auftreten auf Veranstaltungen. Anhand dieser Daten ermitteln Mitarbeiter nun Personas, die sie in Gruppen bündeln und ganz gezielt ansprechen oder einladen können.

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Volle Kraft voraus

Die von Blackbit umgesetzte Zentralisierung merzt Fehlerquellen aus und erlaubt durch zahlreiche Analysemöglichkeiten zielgerichtete Kommunikation und mehr Monetarisierungsoptionen. Content Curators selektieren und kuratieren im Publishing-System wie gewünscht interessanten Fremdinhalt, Community-Manager kümmern sich konzentriert um die Community. Herauskristallisierte Persona-Gruppen erhalten treffende Informationen.

„Hamburg@work vernetzt nicht nur vor Ort auf Veranstaltungen, sondern verbindet mit der neuen Online-Plattform Unternehmen und Entscheider über Online-Kanäle – ein wichtiger Schritt in der digitalen Transformation unseres Netzwerkes“, erläutert Vorsitzender Uwe Jens Neumann. Stefano Viani, Geschäftsführer bei Blackbit, ergänzt: „Auf Basis des Digital-Commerce-Frameworks Pimcore werden komplexe Systeme und verstreute Prozesse in einer einzigen, anwenderfreundlichen Plattform vereint. Das spart Zeit, optimiert Arbeitsabläufe und ermöglicht, neue Geschäftsfelder zu entwickeln.“

* David Gottschalk ist Key Account Manager bei Blackbit.

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