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Mitarbeiter als Markenbotschafter Digitales Employer Branding und Social Recruiting

| Autor/ Redakteur: Lisa Lambert* / Burkard Müller

Gute Werbung bleibt im Gedächtnis. Wenn Mitarbeiter als Markenbotschafter Employer Branding betreiben, ist es nicht anders. Sie sorgen für ein positives Unternehmens-Image und ermöglichen so, dass sich wertvolle Fachkräfte bewerben.

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Die beste Werbung sind zufriedene Mitarbeiter: Fühlen sich die Menschen in Ihrem Unternehmen wohl, werden sie dies gerne kommunizieren.
Die beste Werbung sind zufriedene Mitarbeiter: Fühlen sich die Menschen in Ihrem Unternehmen wohl, werden sie dies gerne kommunizieren.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Employee Advocacy – Ihre Mitarbeiter sprechen für Sie

Unternehmen haben es auf dem heutigen Arbeitsmarkt nicht einfach, neue Mitarbeiter zu gewinnen und sowohl als attraktiver Arbeitgeber als auch als starke Unternehmens-Marke angesehen zu werden. Dadurch wird das Personalmarketing immer wichtiger. Und die beste Werbung sind nun einmal zufriedene Mitarbeiter: Fühlen sich die Menschen in Ihrem Unternehmen wohl, werden sie dies gerne kommunizieren.

Hier spricht man von Employee Advocacy. Dies steht für die Befürwortung eines Unternehmens durch Mitarbeiter. Die Glaubhaftigkeit sowie das Image eines positiven Arbeitgebers erhöhen sich dadurch ungemein und sorgen mit wenig Aufwand für hohe Resonanz. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, Informationen Ihres Unternehmens auf den gängigen Social Media-Plattformen zu teilen. Geteilte Firmennews auf Facebook, Xing, LinkedIn und Co. sorgen für weiteres Interesse und schaffen einen größeren Einzugskreis von potentiellen Interessenten.

Motivieren Sie außerdem für das Employer Branding die Mitarbeiter zur Eigeninitiative und schaffen Sie Anreize für das Teilen guter Inhalte: Zeigen Sie individuelle Wertschätzung, indem Sie sich persönlich bei denen bedanken, die schon positiv über Ihr Unternehmen berichtet haben. Ein ehrlich gemeintes „Danke“ ist viel wert. Weiterhin können Sie ein Bonusprogramm einführen, welches bei positivem Feedback zum Greifen kommt. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter in diesem Bereich nicht. Fördern Sie sie.

Social Recruiting – Maßnahmenplan und Umsetzung

Auch die Suche nach dem passenden Mitarbeiter gestaltet sich in vielen Unternehmen wesentlich schwieriger als noch vor ein paar Jahren. Zu groß und zu attraktiv ist die Auswahl für potentielle Fachkräfte am Markt.

Doch nicht nur das Image Ihres Unternehmens kann von Social Media Marketing und positivem Feedback profitieren. Auch die Chance, die richtigen Mitarbeiter anzusprechen, erhöht sich durch die sozialen Netze enorm. Hierzu lohnt es, sich einen Maßnahmenplan zum Thema Social Recruiting zu erstellen und diesen mit einigen KPIs (Key Performance Indicators) zu befüllen:

  • Was sind die Merkmale Ihres Unternehmens?
  • Welchen Außenauftritt pflegt Ihr Unternehmen bisher?
  • Welche Zielgruppe möchten Sie ansprechen?
  • Welche sind die relevanten Kanäle hierfür?

Weiterhin kann es hilfreich sein, Personas zu definieren:

  • Studienabbrecher
  • Fachkräfte
  • Absolventen
  • Studenten
  • Alleinerziehende
  • Wiedereinsteiger
  • Führungskräfte
  • Quereinsteiger
  • Schüler

Es fällt auf, dass die Aufgaben von Marketing und Human Resources (HR) in Sachen Personalsuche eng zusammenhängen. Man arbeitet häufiger interdisziplinär zusammen, um die passenden Kollegen zu finden. Wie auch immer die Kompetenzverteilung aussieht: Wichtig ist, dass eine gezielte Abstimmung stattfindet, um eine authentische Arbeitgebermarke aufzubauen.

Die Auswahl des richtigen Kanals ist essentiell

Es liegt nahe, dass nicht alle Berufs- und Altersgruppen in den unterschiedlichen Netzwerken gleich stark vertreten sind. Außerdem sind nicht sämtliche Kanäle für alle Inhalte geeignet. Die verfügbaren Social-Media-Kanäle sollten also zunächst auf ihre Relevanz für die analysierten Zielgruppen untersucht werden.

Vielschichtigkeit und Multi-Channel-Auftritt sind die Stichwörter, die Sie bei Ihrer Social-Recruiting-Strategie beachten sollten. Erstellen Sie ein klares Konzept und definieren Sie Ziele. Kombinieren Sie Kanäle, zeigen Sie Präsenz und stellen Sie Ihre Vorzüge als Arbeitgeber heraus. So schaffen Sie mit geringem Aufwand Aufmerksamkeit und sprechen die richtigen Kandidaten an.

Wie sieht das Ganze in der Praxis aus?

Sammeln Sie alle zur Verfügung stehenden Inhalte, bereiten Sie diese für die richtige Zielgruppe auf den verschiedenen Kanälen auf und spielen Sie diese zielgruppengerecht und kosteneffizient aus. In welchem Umfang Ihre Ausschreibung nun platziert und verbreitet wird, hängt auch vom zur Verfügung stehenden Budget ab und kann von einem Job-Posting auf Facebook über Stellenanzeigen auf Stepstone, Monster & Co. bis hin zu einer crossmedialen Kampagne reichen. Nach Abschluss der Kampagne können Sie die definierten KPIs genau aus- und die Kampagne selbst bewerten.

Chatbots – Vorurteilsfrei und immer verfügbar

Es liegt nahe, dass wir auch beim Thema Recruiting nicht um den virtuellen Mitarbeiter herumkommen, der es den Bewerbern einfacher macht, an den potentiellen Arbeitgeber heranzutreten, aber vor allem das Unternehmen bei der Vorauswahl und der Kommunikation mit den Bewerbern unterstützt.

Mit richtiger Technik, einer künstlichen Intelligenz und NLP (Natural Language Processing, das heißt, die Erfassung natürlicher Sprache und das Erwerben der Fähigkeit, diese anzuwenden) können Chatbots schon heute eine erste Bewerberauswahl treffen und ein direktes Feedback zur Bewerbung geben.

Wie die KI durch Robot Recruiting Ihrem B2B-Unternehmen nutzt

Die Vorteile des sogenannten „Robot Recruitings“ liegen auf der Hand: Die Künstliche Intelligenz (KI) kennt keine Geschäftszeiten und ist somit rund um die Uhr erreichbar, um einen ersten Kontaktpunkt für Bewerber zu bieten; aber auch um bereits eine Vorauswahl nach bestimmten Kriterien für das Unternehmen zu treffen.

Mit Hilfe festgelegter Parameter kann der Bot herausfinden, ob die gewünschten Kompetenzen erfüllt werden. Dies verläuft ganz vorurteilsfrei, da weder nach Geschlecht, Alter, Herkunft oder sonstigen persönlichen Merkmalen gefragt oder gefiltert wird.

Oft werden Chatbots im Facebook Messenger eingesetzt. So hat der Nutzer keine Schwierigkeiten, diesen zu bedienen und interagiert in gewohnter Umgebung mit ihm. Sollte die Künstliche Intelligenz einmal nicht mehr weiterkommen, kann ein Mitarbeiter des Unternehmens problemlos in das Gespräch einsteigen und übernehmen.

Doch nur mit dem richtigen „Training“ und permanenter Anpassung unterstützt Sie der virtuelle Human Resources-Mitarbeiter und positioniert Sie darüber hinaus als fortschrittliches und modernes Unternehmen.

*Lisa Lambert ist Senior Strategy Consultant bei der TrendView GmbH .

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