Digitalisierung Digitalisierung umsetzen: Die richtige Telekommunikations­infrastruktur hilft

Autor / Redakteur: Dr. Sören Trebst* / Fiona Gaubitz

Viele Unternehmen haben das Potenzial der Digitalisierung erkannt, dennoch gelingt es ihnen häufig nicht, diese auch auszuschöpfen. Nicht selten mangelt es an Know-how, Mut oder aber dem Bewusstsein für eine ganzheitliche Digitalstrategie.

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Das Thema Digitalisierung mit der Pandemie stärker in den Fokus gerückt. Bei der Umsetzung ist eine stabile und sichere Telekommunikationsinfrastruktur das A und O.
Das Thema Digitalisierung mit der Pandemie stärker in den Fokus gerückt. Bei der Umsetzung ist eine stabile und sichere Telekommunikationsinfrastruktur das A und O.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Die Digitalisierung hält Einzug in alle Bereiche der Wirtschaft. Nicht erst seit Corona, wobei die Pandemie die Digitalisierung in deutschen Unternehmen zusätzlich fördert. Neue Technologien und digitale Anwendungen wie Cloud-Computing, standortübergreifende Vernetzung oder Machine-to-Machine-Kommunikation bieten große Potenziale zur Effizienzsteigerung.

Grundvoraussetzung für jedes Digitalisierungsvorhaben

Innovationen der Digitalisierung werden noch zu oft durch veraltete IT und komplizierte Infrastrukturen der Unternehmen ausgebremst. Die Krux liegt häufig in den Bandbreiten: Um Onlineservices unternehmensweit für Kunden sowie Mitarbeiter einzuführen und dafür moderne IT-Anwendungen einzurichten, reichen die vorhanden Übertragungsgeschwindigkeiten häufig nicht aus.

Grundvoraussetzung für jedes Digitalisierungsvorhaben ist immer eine entsprechend leistungsfähige Telekommunikationsinfrastruktur, idealerweise mit symmetrischem Highspeed-Internet im Gigabitbereich. Einzig ein Glasfaseranschluss direkt ins Gebäude (Fiber to the Home/Building bzw. FTTH/B) kann das leisten.

Kundenorientierter Onlineservice und Produktivitätssteigerung

Durch den Einsatz von digitalen Lösungen können nicht nur interne Prozesse optimiert werden, auch im Kundenservice ergeben sich zahlreiche Potenziale: Spezifische Datenanalysen geben zum Beispiel einen Einblick in die persönlichen Wünsche der Kunden und ermöglichen so eine persönlichere Kundenansprache. Die Daten werden zentral gespeichert, wodurch eine übersichtliche Gesamtperspektive jedes einzelnen Kunden entsteht. Alle relevanten Aspekte einer Customer-Journey sind somit auf einen Blick einsehbar.

Eine effiziente IT ist außerdem die beste Antwort auf den allgemeinen Kostendruck: Durch den Abbau veralteter und mitunter teurer IT-Insellösungen kann die gesamte IT-Infrastruktur konsolidiert werden. Ein Glasfaser-Hausanschluss schafft zudem die Voraussetzung, um alte Teilnehmeranschlussleitungen abzukündigen – auch das birgt Einsparpotenziale und reduziert, ebenso wie die Bündelung der IT, die Komplexität der Infrastruktur um ein Vielfaches. Für die Unternehmen bedeutet das stabile, störungsfreie Leitungen, weniger Supportanfragen und schnellere Verbindungen.

Ein weiterer Vorteil: IT-Ressourcen, die über eine glasfaserbasierte Infrastructure-as-a-Service abgebildet werden, sind nahezu beliebig skalierbar, reagieren also bei Belastungsspitzen performant und erzeugen bei Leerzeiten keine unnötigen Kosten. Da Glasfaser im Gegensatz zu Kupferleitungen keine Störstrahlungen sendet, ist die Qualität der Verbindungen außerdem deutlich höher.

Sichere Netze und verschlüsselte Verbindungen

Gerade wenn es um sehr sensible Kundendaten geht, ist der Sicherheitsaspekt mit am wichtigsten. Cyberrisiken haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen und der Schutz von IT-Systemen und darauf gespeicherten Daten hat oberste Priorität. Dabei minimieren einheitliche Firmennetzwerke die Gefahr von Cyberangriffen. Offene, verschlüsselte Internetverbindungen und hochsichere MPLS-VPN-Anbindungen sollten nicht ohne eine leistungsfähige Overlay-Struktur (z. B. in Form von SD-WAN) vermischt werden, um Klarheit über den Sicherheitsstatus des Gesamtsystems zu behalten.

Um die Sicherheit zu erhöhen, werden meist verschiedene Netze für Kunden, Unternehmensinterna oder Sicherheits- und Alarmsysteme verwendet. Alle Systeme müssen parallel und maximal stabil laufen. Das heißt, kein Dienst darf Zugriff oder Auswirkungen auf einen anderen haben. So ist im Ernstfall gewährleistet, dass nur ein Dienst ausfällt und nicht alle auf einmal betroffen sind.

Eine Glasfaserinfrastruktur bietet darüber hinaus optimale Voraussetzungen für getrennte Netze, z. B. durch die Einrichtung von Virtual Local Area Networks (VLAN) oder die Terminierung von Sprache, Internet oder Firmendaten über verschiedene Dienste-Router, sodass bei einem Hardware-Ausfall die anderen Dienste problemlos weiter funktionieren. Backup-Systeme über getrennte Access-Technologien (z. B. VDSL oder LTE) ermöglichen ein zusätzliches Maß an Ausfallsicherheit.

Fazit

Es wird deutlich, dass Unternehmen – egal ob groß oder klein – als Reaktion auf die Krise vor allem in Sicherheit und Business Continuity investieren. Das ist grundsätzlich nachvollziehbar; die Digitalisierung muss aber ganzheitlich – also in allen Unternehmensbereichen – forciert werden, damit die Investitionen nachhaltigen Erfolg haben können.

*Dr. Sören Trebst ist Vorsitzender der Geschäftsführung von 1&1 Versatel.

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