HR-Report 2017

Digitalisierung wirft die Personal-Agenda über den Haufen

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Durch die Digitalisierung ändert sich momentan sehr viel in unserer Arbeitswelt – so auch die HR-Prioritäten. Die Agenda wird neu aufgestellt und Spitzenreiter dabei war 2016 die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen.
Durch die Digitalisierung ändert sich momentan sehr viel in unserer Arbeitswelt – so auch die HR-Prioritäten. Die Agenda wird neu aufgestellt und Spitzenreiter dabei war 2016 die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Digitalisierung sorgt dafür, dass sich die HR-Prioritäten (Human Resources) in Unternehmen verschieben. So hat sich die Rangfolge der wichtigsten Handlungsfelder im Personalwesen im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert. Das zeigt der neue HR-Report 2017.

Hinter der Flexibisierung der Arbeitsstrukturen ist die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur Topthema Nummer zwei. Die Vorbereitung der Mitarbeiter auf die digitale Transformation belegt den dritten Platz. Das Thema stieg von Rang acht im letztjährigen HR-Report auf den dritten Platz. Dagegen sind die beiden Dauerbrenner Führung und Mitarbeiterbindung signifikant abgefallen. Dies spiegeln die Ergebnisse des sechsten HR-Reports 2017 von Hays wider. Als Human Resources bezeichnet man laut Definition das Wissen, die Fähigkeiten und die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters in einem Unternehmen.

Welche Handlungsfelder haben für das Personalmanagement an Bedeutung gewonnen?
Welche Handlungsfelder haben für das Personalmanagement an Bedeutung gewonnen? (Bild: Hays)

Für den HR-Report befragte das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag des Personaldienstleisters Hays knapp 600 Unternehmen. Die wichtigste Herausforderung bei der Gestaltung des digitalen Wandels sehen die Befragten im Managen der immer komplexer werdenden Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter (sagen 58 Prozent der Befragten), wie es bei Projekten der Fall ist. Die bestehende Führungskultur an flexible Arbeitsmodelle anzupassen, wird als zweitwichtigste Herausforderung bewertet (53 Prozent).

Die Bereitschaft der Mitarbeiter zu fördern, sich aktiv auf Veränderungen einzulassen, ist das Feld, auf dem die Befragten den höchsten Handlungsbedarf sehen (78 Prozent). Hier sind, wie die Umfrageergebnisse zeigen, in erster Linie mentale Kompetenzen notwendig, deren Vermittlung aber als schwierig erachtet wird: 61 Prozent der Befragten betrachten es als schwierig, die Mitarbeiter auf die Veränderungen in der Arbeitswelt vorzubereiten und ihre Eigenverantwortung zu stärken (54 Prozent).

Flexibilität zählt im digitalen Zeitalter

„Flexible Arbeitsstrukturen sind ein zentraler Schlüssel für den digitalen Wandel. Dabei geht es sowohl um neue Arbeitsweisen als auch um andere Formen der Zusammenarbeit. Dagegen sind flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice etabliert, nun geht es um einen neuen Schritt“, kommentiert Prof. Jutta Rump, Leiterin des IBE, die Bedeutung der Flexibilisierung.

„Die befragten Unternehmen betonen die positiven Beschäftigungseffekte der digitalen Transformation. So rechnet mehr als die Hälfte damit, dass neue Tätigkeitsfelder für ihre Mitarbeiter entstehen. Nur jedes fünfte Unternehmen geht dagegen von einer Verkleinerung seiner Belegschaft aus“, fasst Klaus Breitschopf, Vorstandsvorsitzender von Hays, die Ergebnisse zu den arbeitsmarktpolitischen Effekten des digitalen Wandels zusammen.

Über den HR-Report

Der jährlich erscheinende HR-Report greift zentrale HR-Fragestellungen in Unternehmen und Organisationen auf. Er basiert auf einer Online-Befragung des IBE von 591 Unternehmen sowie Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Befragt wurden Geschäftsführer (12 Prozent), HR-Führungskräfte (20 Prozent), Fachbereichsleiter (45 Prozent) sowie Mitarbeiter ohne Personalverantwortung (23 Prozent) aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Der diesjährige Schwerpunkt lautet „Kompetenzen für die digitale Welt“.

Hier gehts zum HR-Report 2017.

* Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal PROCESS. Verantwortlicher Redakteur: Tobias Hüser.

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