Social Media Strategien für Corporate Blogs – Teil 1

Durch Crossposting im Social Media mehr Traffic auf dem Corporate Blog

| Autor / Redakteur: Melanie Tamblé / Georgina Bott

Tipps für Facebook Profile, Business Pages und Gruppen

Das derzeit größte Soziale Netzwerk weltweit wird zwar primär für die private Kommunikation genutzt, aber auch Geschäftskontakte sind Privatmenschen und mit anderen Geschäftskontakten vernetzt.

  • Blogbeiträge können auf einem Profil, auf Facebook-Seiten und in Facebook Gruppen geteilt werden.
  • Die Zeichenanzahl für Facebook Postings und Kommentare sind unbegrenzt, aber nur die ersten 480 Zeichen werden im Stream angezeigt, dann folgt der Link auf „Mehr anzeigen“.
  • Das Teilen von Blogbeiträgen funktioniert am besten mit kurzen, persönlichen Kommentaren, auf Profilen persönlicher als auf der Business Seite und in Gruppen jeweils angepasst an die jeweiligen Gruppenregeln und die aktuelle Diskussion.
  • Facebook unterscheidet zwischen einem Link Post, bei dem der Blogbeitrag als Vorschau und mit Link zum Post angezeigt wird, und einem Bild Post, bei dem das Bild mit dem Facebook Album verlinkt wird. Bild Posts erzielen häufig eine höhere Reichweite als Link Posts. Der Link zum Blog kann dann ins Kommentarfeld integriert werden. Der Vorteil von Bild Posts ist, dass die Bilder im Facebook Album gespeichert werden und so auf dem Facebook Profil einen dauerhaften Zugriff auf die Beiträge bieten.
  • Fragen und persönliche Kommentare erzielen die meiste Interaktion.
  • Hashtags sind möglich, funktionieren aber nicht für den Dialog, erhöhen aber die Fundstellen für die Beiträge nach Keywords.
  • Die besten Zeiten für das Posten auf Facebook sind mittags zwischen 13:00 und 16:00 Uhr und abends zwischen 18:00 und 22:00 Uhr.
  • Posten Sie Ihre Blogbeiträge zeitversetzt auf Profil, Business Page und in Gruppen und variieren Sie die Kommentare. Wenn Sie Bild Posts verwenden, können Sie Ihren Post auch mit verschiedenen Bildern aus Ihrem Beitrags im Abstand von mehreren Tagen erneut teilen.
  • Teilen Sie Ihren Evergreen Content alle zwei bis drei Monate neu.

Tipps für Slideshare

Slideshare gehört seit 2012 zu LinkedIn ist auf den Austausch von Dokumenten spezialisiert. Gerade für den B2B-Bereich eignen sich Slideshare, um aktuelle Präsentationen, Whitepapers, Prospekte, Ebooks oder Pressemitteilungen zu veröffentlichen. Die Dokumente bleiben dauerhaft im Kanal verfügbar und sind somit sowohl über Linkedin, Slideshare direkt oder über die Suchmaschinen auffindbar.

  • Wandeln Sie Ihren Blogbeitrag in ein pdf-Dokument und laden Sie es bei Slideshare hoch.
  • Ergänzen Sie weitere passende Dokumente, wie Whitepaper, Präsentationen und verknüpfen Sie diese mit Ihrem Blogbeitrag.

Tipps für Google+

Google wird vor allem von Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Kommunikationsbranche genutzt. Da eine Präsenz bei Google+ einen nicht unwesentlichen Faktor für die Sichtbarkeit in der Google Suchmaschine spielt, lohnt es sich allemal, bei Google präsent zu sein.

  • Ähnlich wie bei Facebook können Blogartikel bei Google+ auf persönlichen Profilen, Unternehmensseiten und in Google+ Communities veröffentlicht werden. Für Google gelten die gleichen Posting Regeln wie bei Facebook. Die Zeichenanzahl ist unbegrenzt.
  • Postings mit #Hashtags funktionieren bei Google besser als bei Facebook.
  • Bei Google funktionieren auch durchaus längere Texte gut. Bis zu 680 Zeichen werden im sichtbaren Bereich angezeigt. Nutzen Sie hier also durchaus eine längere Einführung zu Ihrem Blogpost und erläutern Sie, warum ihn jemand lesen oder teilen sollte.
  • Posten Sie Ihre Blogbeiträge zeitversetzt auf Profilen, Seiten und Communities und nutzen Sie auch andere Bilder und Grafiken aus Ihrem Blogbeitrag, um die Ansprache zu variieren.
  • Teilen Sie Evergreen Content alle zwei bis drei Monate erneut.
  • Die besten Zeiten zum Posten auf Google sind morgens zwischen 07:00 und 10:00 Uhr und nachmittags zwischen 14:00 und 15:00 Uhr.

Die Bilder Netzwerke: Pinterest, Instagram und Flickr

Die Bildernetzwerken Pinterest, Instagram und Flickr gewinnen zunehmend an Bedeutung. Im B2B Bereich eignen sich Bilder und Infografiken hervorragend, um komplexe Prozesse zu visualisieren. Bilder sind ein sehr wichtiges Element, um Reichweite in den Suchmaschinen zu erzielen, denn über die Google Bildersuche werden die Bilder separat indexiert und generieren so nochmal eine eigene Reichweite, unabhängig vom Hauptindex.

Bei Instagram geht es primär um eine Echtzeitkommunikation mit Bildern. Es gibt nur ein einheitliches, quadratisches Bildformat. Im Gegensatz bietet Pinterest die Möglichkeit, Bilder auf Pinnwänden zu sammeln und zu ordnen, was vor allem einer Themen- und Marken Kommunikation zuträglich ist. Bei Pinterest sind alle Arten und Größen von Fotos, Infografiken, Statistiken, Postern oder Screenshots möglich. Flickr ist eines der ältesten Bilder-Netzwerke und ist direkt mit den Yahoo Online-Diensten verknüpft.

Tipps für Pinterest, Instagram und Flickr

  • Posten Sie nicht nur Ihr Beitragsbild, sondern auch alle weiteren im Blogbeitrag verwendeten Bilder und Grafiken. So können Sie jeweils unterschiedliche visuelle Aufhänger nutzen, um Ihren Beitrag zu teilen. Teilen Sie Ihre Bilder an unterschiedlichen Tagen und zu anderen Zeiten, um mehr User zu erreichen und die Lebensdauer Ihrer Postings zu verlängern.
  • Verknüpfen Sie Ihre Bilder jeweils mit einem Link auf Ihren Blogbeitrag. Bei Instagram wird der Link zwar nicht aktiviert, sollte aber trotzdem im Kommentar eingefügt sein.
  • Beschreiben und kommentieren Sie Ihre Bilder. Bei Pinterest stehen dafür 500 Zeichen zur Verfügung, bei Instagram 2.000 Zeichen, bei Flickr ist die Zeichenanzahl unbegrenzt.
  • Hashtags sorgen bei allen drei Netzwerken für die Zuordnung und Auffindbarkeit der Bilder zu bestimmten Keywords.
  • Die besten Zeiten für das Posten auf Pinterest sind 12:00 - 14:00 Uhr und 19:00 - 22:00 Uhr. Auf Instagram lohnt es sich zwischen 17:00 und 20:00 Uhr und in Flickr von 7:00 bis 9:00 und von 17:00 bis 19:00 Uhr.

Tipps für Content-Netzwerke wie Medium, Torial und LinkedIn Pulse

Content Netzwerk oder Blogging Netzwerke wie Medium, Torial oder LinkedIn Pulse sind interessante Netzwerk für die Veröffentlichung von Blogbeiträgen. Bei allen Netzwerken können die Beiträge ganz, in Teilen oder in abgewandelter Form geteilt werden.

LinkedIn Pulse zeigt die Beiträge direkt im LinkedIn Profil an. Torial ist ein Redaktions-Netzwerk für Journalisten und eignet sich daher gut, um Blogbeiträge zu verbreiten, die auch für Journalisten interessant sind.

  • Veröffentlichen Sie Ihre Beiträge auf Content Netzwerken immer erst ein paar Tage nach der Veröffentlichung auf Ihrem Blog, um den Suchmaschinen die Möglichkeit zu geben, Ihren Blogbeitrag als Original zuerst zu indizieren.
  • Auf den Content Netzwerken können Sie Ihren Beitrag ähnlich wie auf Ihrem Blog im Rich Text Format veröffentlichen und daher auch Überschriften und Zwischenüberschriften hervorheben, Keywords einbauen und die Links und Bilder direkt im Text integrieren.

Cross Social Media Marketing Strategien zahlen sich aus

Jedes Social Network bietet unterschiedliche Optionen, Blogbeiträge zu präsentieren und zu promoten. Social Media ist Echtzeitkommunikation. Wann immer ein Blogbeitrag in den Social Media geteilt wird, erreicht er immer nur einen Bruchteil der Follower, die gerade in dem jeweiligen Kanal unterwegs sind und die sich gerade für dieses Thema interessieren. Daher ist sinnvoll, Blogbeiträge zu unterschiedlichen Zeiten in verschiedenen Netzwerken zu teilen, um eine höhere Reichweite und längere Lebensdauer zu erzielen.

Für eine erfolgreiche Cross Social Media Marketing Strategie ist es wichtig, die Zielgruppenansprache pro Netzwerk zu variieren, die besten Zeiten zum Posten, sowie die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln der einzelnen Social Networks zu berücksichtigen.

Checkliste für Social Media Projekte

Sie möchten eine Cross Social Media Marketing Strategie in Ihrem Unternehmen umsetzen? In der kostenfreien Checkliste finden Sie die wichtigsten To-Dos und Tipps für Ihre Strategie.

Vorschau Teil 2

Social Media Automatisierungstools sind verlockend, um den Arbeitsalltag von Corporate Bloggern zu erleichtern. Tools erfordern aber eine gezielte Strategie, um für die Kommunikation mit B2B Kunden erfolgreich zu funktionieren. In Teil zwei dieser Serie erfahren Sie am 12. Juni hier auf marconomy.de welche Vor- und Nachteile die Automatisierung von Corporate Blogs mit sich bringt.

Vor- und Nachteile der Social Media Automatisierung

Social Media Strategien für Corporate Blogs – Teil 2

Vor- und Nachteile der Social Media Automatisierung

12.06.17 - Social Media Automatisierungstools sind verlockend, um den Arbeitsalltag von Corporate Bloggern zu erleichtern. Tools erfordern aber eine gezielte Strategie, um für die Kommunikation mit B2B Kunden erfolgreich zu funktionieren. lesen

Melanie Tamblé ist Geschäftsführerin von ADENION und Expertin für PR, Online-Marketing und Social Media.
Melanie Tamblé ist Geschäftsführerin von ADENION und Expertin für PR, Online-Marketing und Social Media. (Bild: ADENION GmbH)

Über die Autorin

Melanie Tamblé ist Geschäftsführerin der ADENION GmbH und Expertin für PR, Online-Marketing und Social Media.
Die Online-Dienste der ADENION GmbH unterstützen Unternehmen und Agenturen bei der täglichen Kommunikationsarbeit in den digitalen Medien. PR-Gateway, Blog2Social und CM-Gateway ermöglichen eine einfache und schnelle Verteilung von Pressemitteilungen, Social Media News, Blogartikeln, Bildern und Dokumenten an Presseportale, Blogs, Newsdienste und Social Media. Mit Influma bietet die ADENION ein Recherche und Analyse-Tool für Content und Influencer Marketing.

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