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Headless CMS Effizientes Omnichannel Content Management – Teil 2

| Autor / Redakteur: Monika Kühnhenrich-Jacoby* / Julia Krause

Die vom Kunden erwartete Kanalvielfalt ist gleichzeitig Segen und Fluch für Unternehmen, denn sie haben nur begrenzte Möglichkeiten der persönlichen Interaktion an zig Touchpoints. Mit der Headless-Technologie gibt es nun die erstmals Möglichkeit, die Auslieferung von Inhalten deutlich effizienter zu gestalten. Aber Headless alleine reicht nicht für erfolgreiches Omnichannel Content Management.

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Entscheidend für den Erfolg von Headless-Projekten ist auch die Akzeptanz bei den Content-Verantwortlichen und den Redakteuren im Unternehmen.
Entscheidend für den Erfolg von Headless-Projekten ist auch die Akzeptanz bei den Content-Verantwortlichen und den Redakteuren im Unternehmen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Headless-Ansätze haben den Sprung aus einer Nische für Techies in den Digital Marketing Mainstream geschafft. Sie unterstützen autark arbeitende Spezialisten-Teams und die optimale und schnelle Bespielung der Touchpoints. Trotzdem gilt: Klassisches Content Management ist für viele Use Cases nach wie vor bestens geeignet. B2B-Marketer können selbst große, internationale Unternehmenswebseiten und eine Hand voll weitere Kanäle wunderbar mit traditionellen Architekturen und den Enterprise-class CMS-Funktionen im Griff haben. Es gibt heute noch viele Unternehmen, bei denen noch kein akuter Handlungsbedarf besteht und auch solche, die ihre noch recht neu implementierte Experience-Management-Lösung nicht gleich wieder umkrempeln wollen. Für sie ist daher vor allem die Frage spannend, wie sie traditionelle und Headless-Ansätze klug kombinieren können. Sie möchten das Beste aus beiden Welten herauszuholen. Für sie ist ein hybrides CMS genau das richtige.

Gibt es denn auch Argumente gegen Headless-Lösungen?

Großunternehmen brauchen nach wie vor die Stärken eines klassischen CMS. Sie sind typischerweise sehr international aufgestellt und müssen mit meist kleinen Web-Teams Kommunikation in Dutzenden Ländern meistern. Den reinen „Pureplay Headless“-CMS-Anbietern fehlt hier das grundlegende Featureset, das solche Projekte erst möglich macht. Das betrifft Themen wie Workflows, Übersetzungsmanagement und Rollenmodell. Zudem ist auch die nahtlose Anbindung von Drittsystemen wie zum Beispiel DAM-, PIM-, CRM- oder Shop-Systemen bei den Top-Anbietern klassischer CMS ganz selbstverständlich enthalten. Auch hier ist ein hybrider Ansatz, also ein klassisches CMS mit Headless-Verteilung, die beste Wahl.

Entscheidend für den Erfolg von Headless-Projekten ist ja nicht nur die Architektur, sondern auch die Akzeptanz bei den Content-Verantwortlichen und den Redakteuren im Unternehmen. Ohne sie geht es nicht! Sie möchten nicht ausschließlich in abstrakten Formularen einer reinen Headless-Lösung arbeiten. Ein komplettes Re-Platforming auf Basis von Headless-Architektur ist auch nicht trivial. Um die Vorteile voll nutzen zu können, setzen die meisten Unternehmen oft auf eine ganze Reihe neuer Paradigmen, sie wechseln zum Beispiel in die Cloud oder führen integrierte Entwicklungsprozesse oder Container-Technologie ein.

Fazit

Mit einem Hybrid CMS vereinen B2B-Marketer eine headless Content-Verteilungstechnologie mit den Enterprise-Class CMS-Features und dem Komfort aus der bekannten CMS-Welt: also die gewohnte Effizienz, Übersicht und Sicherheit mit Rechte & Rollen, Workflows, Versionierung. Marketer können komplexe Multi-Brand- und Multi-Site-Szenarien sicher umsetzen und die Redakteure können weiterhin intuitiv und Vorschau-basiert Inhalte pflegen. Wichtig ist auch, Inhalte aus angrenzenden internen und externen Systemen leicht zu integrieren. Das ist mit reinen Headless-Lösungen nicht ohne weiteres möglich.

* Monika Kühnhenrich-Jacoby ist Media Relations & Analyst Relations Manager bei der e-Spirit AG.

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