Business Case

Ein Business Case für Digital Asset Management

| Autor / Redakteur: Lodewijk de Vries * / Muteber Karacan

Ob die Wirtschaft boomt, oder in einer Krise steckt – Investitionen für neue Marketingaktivitäten zu rechtfertigen ist alles andere als einfach.
Ob die Wirtschaft boomt, oder in einer Krise steckt – Investitionen für neue Marketingaktivitäten zu rechtfertigen ist alles andere als einfach. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Warum benötigen Sie einen Business Case für Digital Asset Management (DAM)? Investitionen für neue Marketingaktivitäten zu rechtfertigen ist alles andere als einfach. Ein Grund hierfür ist, dass Marketing Teams täglich damit zu kämpfen haben, den ROI ihrer Marketingkampagnen zu beweisen und Ausgaben hierfür zu begründen.

Es ist keine große Überraschung, dass bei wirtschaftlichen Einbrüchen die Marketingbudgets als erstes gekürzt werden. Selbst wenn die Zeiten besser ausschauen, wird das Geld lieber in die Verbesserung von Vertriebsabläufen investiert, welche einen sofortigen ROI aufzeigen. Es hilft auch nicht, dass Marketingabteilungen oft als negative Kostenstelle gesehen werden, genauer gesagt, dass größere Marketinginvestitionen als Last interpretiert werden. Seien wir ehrlich: DAM Software ist eine Investition, die durchschnittlich zwischen 10.000 und 300.000 Euro jährlich kostet. Es stellt sich zudem als schwierig heraus, den Mehrwert von einer DAM Lösung zu beweisen, da die Ergebnisse im Gegenteil zu Sales langfristig gemessen werden müssen. Bei richtiger Anwendung der Software, werden Ersparnisse innerhalb von einem Jahr deutliche sichtbar.

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Marketingteams haben schon die verschiedensten Tools ausprobiert und getestet und es ist verständlich, dass die meisten Marketers gegen tiefgreifende betriebliche Veränderungen sind. DAM Systeme verändern bestehende Prozesse und Strukturen signifikant und die Implementierung einer einer neuen Lösung wird häufig besorgniserregend betrachtet. Jedoch wird eine erfolgreich implementierte DAM Plattform schon nach weniger Zeit existierende Arbeitsabläufe optimieren, die Produktivität erhöhen und einen vereinfachten Arbeitsalltag etablieren. Es wird deutlich, dass der langfristige Nutzen einer DAM Lösung oftmals von menschlichen sowie finanziellen Kosten überschattet wird. Deshalb benötigen Sie einen Business Case, um die Investitionen in eine DAM Software rechtfertigen zu können.

Wo soll man am besten beginnen?

Wenn Sie einen Business Case für DAM erstellen, müssen Sie vorab alle Herausforderungen formulieren, mit welchen sich Ihr Marketing Team täglich auseinandersetzen muss. Zum Beispiel ob Sie mit der stetig wachsenden Anzahl an neuen Kampagnen zu kämpfen haben; ob Sie zu wenig Transparenz bezüglich Ihres Budgets haben; oder ob Sie den Mehrwert Ihrer Marketinginvestitionen rechtfertigen müssen.

Bevor wir genauer darauf eingehen, in wie weit eine DAM Lösung die Effizienz Ihrer Marketingaktivitäten verbessert, möchten wir Ihnen einen generellen Überblick zu DAM geben.

DAM ist das zentrale Tool für die Verwaltung Ihrer Marketingaktivitäten.
DAM Systeme stellen Marketers eine zentrale Anlaufstelle für die Erstellung, Organisation und Verwaltung ihrer Marketing-Kampagnen bereit. Laden Sie Ihre digitalen Medien hoch, speichern und teilen Sie diese und kontrollieren Sie gleichzeitig Ihre Budgets und Ausgaben.

DAM vereinfacht Marketingprozesse
DAM Systeme ermöglichen Marketing Teams wieder besser miteinander zu arbeiten. Mithilfe von zentralen Bilddatenbanken und Marketing Projekt Management Modulen können Marketers Medien schneller miteinander teilen und unabhängig von ihrem lokalen Standort an gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten.

DAM unterstützt Marketers ökonomischer zu handeln.
Planungs- und Finanzmanagement Module helfen Marketers dabei, Ausgaben zu kontrollieren, Ressourcen zuzuordnen, den ROI ihrer Marketingkampagnen zu messen und zudem Transparenz in Bezug auf die Verteilung des Marketingbudgets zu schaffen.

Seifenfreies Medienmanagement mit dem DAM-System

Digital Asset Management-System

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17.10.18 - Never touch a running system – nicht immer trifft diese Floskel zu. Das B2B-Unternehmen Sebapharma hat seine alte Bildverwaltungssoftware durch ein neues DAM-System ersetzt. Der Praxiscase zeigt, dass System nicht gleich System ist und was diese für das B2B Marketing bedeuten. lesen

Verbessern Sie Ihren Marketing Return on Investment (ROI)

Planungs- und Finanzmanagement Module erlauben Marketingabteilungen jegliche Prozesse rund um Planung, Budget, sowie Revenue Management zu verbessern. Auf diese Weise können Marketers eine größere Anzahl an Ressourcen auf erfolgreiche Kampagnen verteilen, anstelle dass diese für unrentable Projekte vergeudet werden. Marketingabteilungen können dementsprechend:

Steigern Sie Ihre Produktivität

Mithilfe von Marketing Projekt Management Modulen, können Marketers ihren gesamten Content-Erstellungsprozess vereinfachen, Verantwortlichkeiten besser zuweisen und die Markteinführungszeit neuer Marketingmaterialien verkürzen. Marketingabteilungen können:

Reduzieren Sie Ihre Agenturkosten

Digital Asset Management Module ermöglichen Unternehmen ihre markentreuen Marketingmaterialien zu speichern und zu verwalten, vorhandenen Content wiederzuverwenden, sowie ihr gesamtes Brand Management zu optimieren. Auf diese Weise können Marketingabteilungen folgendes verwirklichen:

Investieren Sie mehr in die Wiederverwendung Ihres Marketing Contents

DAM Lösungen bieten Marketers zu jederzeit Zugriff auf ihren Marketing Content. Dies bedeutet, dass Benutzer Medien direkt bestellen, drucken oder herunterladen können. Marketingabteilungen können ab sofort:

Steigern Sie Ihren Return on Marketing Investment (ROMI)

Mithilfe einer DAM Software können Unternehmen die Erstellung von Marketingmaterialien und deren Performance, Zeit und Kosten von internen Abteilungen oder externen Agenturen messen. Marketingabteilungen können folgendes mit einer DAM Software erreichen:

Zur Veranschaulichung der oben genannten Punkte, hier eine Bildergalerie:

Investitionen und Kosten

Eine Digital Asset Management Software ist eine Investition, welche zukünftig einen großen Mehrwert mit sich bringen wird. Die meisten modernen DAM Lösungen basieren auf dem SaaS-Model, bei welchem Beitragszahlungen pro Monat, Quartal oder Jahr anfallen. Der Preis für ein Abonnement hängt von folgenden Faktoren ab:

Anzahl der Benutzer
Ihre Kosten sind abhängig von ihrer gewünschten Benutzeranzahl sowie von den Benutzertypen. Es existieren drei verschiedene Benutzertypen, welche unterschiedliche Nutzungsrechte und Verantwortlichkeiten aufweisen:

Admin
Benutzer mit uneingeschränkten Rechten für das Produkt

Regular
Benutzer mit gleichen Zugangsrechten wie Light User, mit dem Zusatz Medien hochzuladen und zu bearbeiten sowie Guidelines zu verwalten. Alle Benutzer mit dem Status "Regular" können darüber hinaus das Marketing Projekt Management Modul für Projekte, Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse verwenden.

Light
Benutzer mit „read-only“–Rechten, die Medien teilen und herunterladen können. Light User können zudem Kollektionen einsehen und diese selber erstellen.

Speicherkapazität
Der Speicherplatz kann zwischen einer Kapazität von 50GB bis zu unbegrenzten TB variieren. Mit einer hohen Anzahl an Benutzern, steigt auch die verfügbare Speicherkapazität und die Kosten. Sie können zwischen zwei verschiedenen Speicherarten wählen:

  • Hot Storage: Speicherplatz, der täglich / oft von Ihnen genutzt wird
  • Cold Storage: Speicherplatz, den Sie nicht nutzen, aber ggfs. später wieder darauf zugreifen möchte – ähnlich wie ein archivierter Speicher

Anzahl der Module
Der Preis ist zudem von der Anzahl der gewünschten Module abhängig. Je mehr Module, desto höher der Preis: Je nach den Anforderungen des Unternehmens bieten viele Anbieter verschiedene Module und Funktionen an. Als Fundament einer DAM Lösung ist das Digital Asset Management Modul meistens am kostenintensivsten - insbesondere, wenn dieses an Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst werden muss (z.B. das Hinzufügen / Bearbeiten von bereits existierenden Funktionen).

Weitere Investitionen und Kosten

  • Einmalige Gebühren für Konfiguration und Setup
    Diese Kosten beziehen sich auf die Anpassung der Plattform, sowie die Integration mit Ihren unternehmensinternen Systemen. Hierzu zählen unter anderem die individuelle Gestaltung des Erscheinungsbilds, der Import von Medien, der Aufbau Ihrer Taxonomie oder die Implementierung von API-Schnittstellen.
  • Servicegebühren
    Sobald das System aus technischer Sicht aufgesetzt wurde, werden Ihren Projektmanagern verschiedene Trainingseinheiten angeboten, um eine erfolgreiche Implementierung für alle Benutzer zu gewährleisten. Hierzu zählt beispielsweise der Support beim Launch des neuen Brand Portals – Benutzer hinzufügen oder Medien importieren, sowie Projekt Management und Beratung (z.B. das Definieren der Taxonomie, etc.).
  • Trainingsgebühren
    Um den Onboarding-Prozess schnell und erfolgreich durchzuführen, werden darüber hinaus weitere Trainings angeboten, wie z.B. personalisierte Demos, Videotrainings oder unternehmensinterne Trainings für die Implementierung angeboten.

*Lodewijk de Vries ist Global Campaign Specialist & Copywriter bei Bynder.

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