DPRG-Veranstaltung

Interne und externe Kommunikation bei ebm papst

| Autor: Georgina Bott

Ziel der internen Kommunikation unter dem Motto „one ebm-papst“ ist es, „Die Mannschaft“ zu werden.
Ziel der internen Kommunikation unter dem Motto „one ebm-papst“ ist es, „Die Mannschaft“ zu werden. (Bild: ebm-papst)

Von Bewegtbild über Social Media bis hin zum CEO-Blog – die Kommunikation bei ebm papst ist so vielseitig, wie die Produkte des Herstellers von Elektromotoren und Ventilatoren. Bei der Veranstaltung der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) erhielt marconomy einen Einblick in die Kommunikationsmaßnahmen.

Im Mittelpunkt der DPRG-Veranstaltung, die in Kooperation mit marconomy und der Vogel Communications Group stattfand, stand ein Koffer von ebm-Papst, der den Astronauten Alexander Gerst und seine Mannschaft zur Raumstation ISS begleitet. Dazu die Frage, was das für die Kommunikation des Unternehmens bedeutet. Die mobile Ventilationsanlage von ebm papst, die sich im besagten Koffer befindet, dient zur Belüftung des Raumanzuges während des Trainings und auf dem Weg zur Raumstation. Gersts Nutzung des Koffers sorgte von Anfang an für zahlreiche positive Medienauftritte. So zum Beispiel in einer Tageszeitung unter dem Titel „ebm-papst kühlt Gerst“.

Dass das ein spannender Ansatzpunkt für die Unternehmens-Kommunikation ist, hat die Kommunikationsabteilung von ebm-papst erkannt und genutzt. Die Referenten der DPRG-Veranstaltung, Hauke Hannig, Leiter Kommunikation bei ebm-papst,und Roberto-Fabio Nobile, Referent Unternehmenskommunikation bei ebm-past, zeigten in der Gründerwerkstatt der Vogel Communications Group, wie die PR-Abteilung an dieser Stelle angesetzt hat und den Medienauftritt für die weitere Kommunikation nutzte. Das galt auch für die interne Kommunikation: Es wurde ein Event für alle Standorte mit einem „Live-Call“ zu Alexander Gerst ins Weltall gestartet. Die Mitarbeiter hatten dabei die Möglichkeit, ihm eine Frage zu stellen . Darauf hatten die Mitarbeiter bereits wochenlang hin gefiebert, wie einer der beiden Referenten betonte.

Wachsendes Kommunikationsnetzwerk mit DPRG

In eigener Sache

Wachsendes Kommunikationsnetzwerk mit DPRG

17.09.18 - marconomy schließt eine neue Kooperation mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG) und ihrer Landesgruppe Bayern. Ziel ist ein fachlicher Austausch, die gegenseitige Unterstützung sowie der Auf- und Ausbau der Netzwerke rund um professionelle Kommunikationsthemen. lesen

Um solche Themen, wie beispielsweise den „kleinen Koffer mit großer Wirkung“, sowohl intern als auch extern zu bespielen, legt die Kommunikationsabteilung von ebm papst immer einen Themeneigner fest, der das Thema vollumfänglich betreut. „Wir machen uns Gedanken, wie wir ein Thema in verschiedenen Kanälen spielen können und bereiten es dementsprechend auf“, so Hauke Hannig.

Vom Azubi-Projekt zum Geschäftsmodell

Auch die Auszubildenden stehen immer wieder im Fokus der Kommunikation von ebm papst. Sei es zum Thema Employer Branding oder zu Projekten, die die Auszubildenden durchführen. Die Förderung und Unterstützung der Nachwuchskräfte sei für ebm papst ein wichtiger Punkt, betonten die Referenten. So auch ein Azubi-Projekt, das im Jahr 2010 gestartet wurde: die Energiescouts. Ausgestattet mit Wärmebildkameras und Druckluftmessgeräten machen sie Energieverschwender in der Produktion ausfindig und achten auf Nachhaltigkeit im Unternehmen. Das Projekt wurde sehr schnell bekannt und wird nun sogar von der IHK als offizielle Schulung für andere Unternehmen angeboten.

Auch heute noch sind die Energiescouts immer wieder ein wichtiges Thema in der Unternehmenskommunikation und ein Beweis dafür, dass manche Themen und Projekte in der schnelllebigen Zeit von Internet und Social Media trotzdem länger verfolgt und gepusht werden sollten. „Oft muss man an Projekten festhalten, auch wenn sie einen selbst schon fast langweilen. Denn manchmal kann es erst dann sein, dass andere Aufmerksam darauf werden“, so Hauke Hannig.

Mittlerweile hat sich das Azubi-Projekt zu einem Geschäftsmodell für ebm papst entwickelt: Greentech. Dieses Modell wird für die Produkte und Services von ebm papst sowie im gesamten Unternehmensgebäude umgesetzt und beschäftigt sich mit „grünem Wirtschaften“. Vor allem unterstütze das Projekt unter dem Motto „ebm papst als grünes Unternehmen“ auch das Employer Branding und das Recruiting, so die Referenten.

Social Media und Bewegtbild als globaler Kommunikationskanal

Was in einer Kommunikationsstrategie natürlich nicht fehlen darf: Social Media und Bewegtbild. ebm papst ist mittlerweile auf allen für die Branche relevanten Kanälen vertreten – vor allem zielführend für das Unternehmen seien Facebook, Twitter und LinkedIn. Anzeigen über Social Media Kanäle werden bei ebm-papst hauptsächlich für das Employer Branding und die Markenbekanntheit genutzt. Auch einzelne Produktkampagnen werden über die sozialen Medien verbreitet.

Um die globale Zusammenarbeit zu stärken, wurde beispielsweise die Funktion Global Pages auf Facebook eingeführt. So können alle Unternehmensseiten aus den verschiedenen Ländern zentral verwaltet werden. Laut Roberto-Fabio Nobile hat Facebook für die B2B-Zielgruppe zunehmend an Bedeutung verloren. Dafür sieht er einen klaren Trend in Richtung LinkedIn und Twitter.

Verbunden mit den sozialen Netzwerken rückt bei ebm papst auch immer mehr das Thema Bewegtbild in den Fokus. Es wird zunehmend Video-Content für die interne und externe Kommunikation produziert und über verschiedene Kanäle verbreitet. Ein schönes Beispiel, das im Vortrag gezeigt wurde, ist das Werbevideo für die Ausbildung bei dem Mulfinger Unternehmen. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, wurde ein besonderes Video für eine Kampagne in den regionalen Kinos erstellt:

Neuer Grundsatz: interne vor externer Kommunikation

Stand früher für ebm-papst vor allem die externe Kommunikation im Fokus, so änderte sich 2017 mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze dieser Grundsatz. Denn die interne Kommunikation wurde bisher oft vernachlässigt und die eigenen Mitarbeiter erfuhren Neuigkeiten des Unternehmens oft erst aus der Presse. Im April 2017 stellte Geschäftsführer Stefan Brandl die neue Unternehmensstrategie „one ebm Papst“ vor, die den Grundsatz des Unternehmens sowie die Kommunikation zu „intern vor extern“ wandelte. „Die Mitarbeiter wollen einen greifbaren CEO; nicht einen, den sie nur aus dem Fernsehen kennen“, so Hauke Hannig.

Ein Kanal, der sich zur Umsetzung dieser Ziele laut den Referenten eignet, ist das Intranet, das im Zuge der Strategieaufstellung neu aufgesetzt wurde. Unter dem Titel „one Intranet“ stehen nun alle Informationen und News, die das Unternehmen betreffen, global zur Verfügung. Außerdem werden die rund 500 Führungskräfte bereits einige Tage vorab informiert, um die Neuerungen selbst im Team zu verbreiten, bevor sie unternehmensweit und extern kommuniziert werden. Auch das Mitarbeiter- Magazin wurde einem Relaunch unterzogen und heißt nun „one“.

Ein weiteres Format, das von ebm papst eingeführt wurde, ist der CEO-Blog. Im sechswöchigem Rhythmus steht Stefan Brandl für aktuelle Themen und Fragen der Mitarbeiter zur Verfügung. Mittlerweile wird der Blog in Form von Videos ausgestrahlt. Das mache den CEO für alle nahbar und sei leichter zu konsumieren, so die Referenten. Neben all diesen Informations-Formaten wurde auch der „OneDay“ eingeführt. Bei diesem Aktionstag für die Strategievermittlung werden alle Mitarbeiter über die strategischen Neuerungen und die Unternehmensziele informiert.

Bald gibt es weitere Einblicke in die Kommunikation bei ebm-papst auf marconomy.de. Sie wollen das nicht verpassen? Dann abonnieren Sie unseren redaktionellen Newsletter und bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen B2B Marketing und Kommunikation. Hier geht's zum Newsletter.

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