Abschlussbericht Studie „Mobiles Arbeiten“

Fit für die mobile Arbeitswelt?

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„An stationären Bildschirmarbeitsplätzen müssen die Unternehmen für die Gefährdungsbeurteilung im einfachsten Fall lediglich eine einzige Arbeitsstätte einer Beurteilung unterziehen. Bei mobiler Bildschirmarbeit hingegen gibt es nicht den festen Arbeitsort, nicht den einen Nutzungskontext“, erklärt Prof. Prümper ein Problem der Arbeitgeber. Da Unternehmen die mobilen Systeme in dynamischen Umwelten beurteilen müssten, seien viel kleinteiligere Untersuchungen der möglichen negativen Auswirkungen in verschiedensten Arbeitssituationen nötig.

Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung sind skeptischer

Durch mobiles Arbeiten entwickeln sich Arbeitszufriedenheit, Arbeitsleistung und die Arbeitsqualität der Beschäftigten laut den Befragten aller Hierarchieebenen positiv. Aus Sicht der Studienteilnehmer sind Führungskräfte, Beschäftigte und die gesamte Organisation gut für die Anforderungen IT-gestützter, mobiler Arbeitsformen gerüstet. Doch Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung sind diesbezüglich meist nicht so optimistisch. Die Befragten sind sich auch noch nicht einig, welchen Einfluss die mobile IT auf das Arbeitssystem hat. Während viele die Entwicklung bei Arbeitszeit, -tätigkeiten, -aufgaben und -organisation positiv sehen, ist die Lage in puncto Arbeitsumgebung, -raum, -platz und -mittel eher kritisch. Insbesondere bezüglich der Hard- und Software legt die Studie nahe, dass sich gängige Office-Applikationen für manche Geräte wie Smartphone und Tablets noch nicht eignen und vielfach noch mit Laptops operiert wird.

„Unternehmen und Beschäftigte werden von einer gestiegenen Arbeitszufriedenheit profitieren“, folgert Katharina Heuer Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Zukünftig seien kaum noch Berufe vorstellbar, in denen die Mobilität nicht Einzug halte. „Aber, und auch das ist Teil der Realität, mobiles Arbeiten hat seine Grenzen und birgt Konfliktpotential: Wer kann, darf und möchte mobil arbeiten, wer nicht? Dies auszuhandeln wird und ist Aufgabe des Personalmanagements.“

Zur Studienerhebung

An der Befragung zur Studie „Mobiles Arbeiten“ nahmen im März und April 2016 insgesamt 674 Unternehmensvertreter teil. Alle Branchen waren vertreten, die meisten Teilnehmer sind jedoch für Betriebe tätig, die sich auf die „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (33,7 Prozent) spezialisiert haben. 16,3 Prozent der Befragten arbeiten für Kleinstbetriebe (≤ 9 Beschäftigte), 15,5 Prozent für Kleinbetriebe (10-49 Beschäftigte), 28 Prozent für Mittlere Unternehmen (50-499 Beschäftigte), 20,4 Prozent für Großbetriebe (500-2999 Beschäftigte) und 19,9 Prozent für sehr große Unternehmen (≥ 3000 Beschäftigte). 57,4 Prozent waren Führungskräfte (mit Budget- und/oder Personalverantwortung). 19 Prozent der Befragten kommen aus dem Management (Unternehmensleitung, Geschäftsführung), 38 Prozent der Befragten waren Abteilungszugehörige mit und 42,6 Prozent ohne Führungsfunktion. Auf die Frage nach dem Unternehmensstandort gaben 91,5 Prozent der Befragten Deutschland und 7,4 Prozent Österreich an (1,1 Prozent sonstige Länder).

Das Projekt entstand auf Initiative des Messeveranstalters spring Messe Management. Als Projektpartner für die Durchführung und wissenschaftliche Auswertung kamen die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin), die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) sowie das Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie (bao GmbH) hinzu.

Der ausführliche Abschlussbericht mit Handlungshilfen und Ausblick steht ab sofort zum kostenfreien Download zur Verfügung.

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Über spring Messe Management:

spring Messe Management veranstaltet Fachmessen für Personalmanagement, Professional Learning, Corporate Health, Job and Career und den Public Sector. Langjährige Messe-Erfahrung, thematische Expertise und nachhaltige Kundenorientierung machen die Veranstaltungen von spring zu etablierten Branchenplattformen. spring-Fachmessen sind Seismographen für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen. Das Tochterunternehmen der Deutschen Messe AG ist in fünf Ländern vertreten: Deutschland, Österreich, Russland, Türkei und Ungarn.

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