Kreative Arbeitswelten Freiraum für Ideen: Mit Creative Spaces zu mehr Innovation

Autor / Redakteur: Alexander Stendel / Dr. Gesine Herzberger

Ein alltägliches Szenario: Berater und Kunden sitzen gemeinsam im Konferenzraum, um die neuesten Projekte zu besprechen. Dabei wird die typische Powerpoint-Präsentation Folie für Folie durchgearbeitet… Ist das noch zeitgemäß?

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Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie „Creative Spaces“ aussehen? So zum Beispiel! Das Bild zeigt einen Besprechungsraum der Agentur Saatchi & Saatchi Pro in Berlin. In seinem Beitrag erklärt CEO Alexander Stendel, was Creative Spaces auszeichnet und warum sie für Unternehmen so wichtig sind.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie „Creative Spaces“ aussehen? So zum Beispiel! Das Bild zeigt einen Besprechungsraum der Agentur Saatchi & Saatchi Pro in Berlin. In seinem Beitrag erklärt CEO Alexander Stendel, was Creative Spaces auszeichnet und warum sie für Unternehmen so wichtig sind.
(Bildquelle: Saatchi & Saatchi Pro)

Deutlich modernerer ist beispielsweise folgende Variante: Die Beteiligten sitzen gemeinsam in einem kreativen Think Tank und setzen vernetzte Tablets ein, die mit speziellen Collaboration- und Kreativitäts-Tools ausgestattet sind. Eine derart ausgestattete Umgebung lädt zum Austausch ein und trägt dazu bei, neue Ideen zu entwickeln und Lösungen zu finden. Das gilt für den Bereich der Produkt- und Innovationsentwicklung, ebenso wie für neuartige Marketing- und Vertriebsansätze.

Alexander Stendel ist Geschäftsführer bei Saatchi & Saatchi Pro.
Alexander Stendel ist Geschäftsführer bei Saatchi & Saatchi Pro.
(Bildquelle: Saatchi & Saatchi Pro)

Vom Konferenzraum zum Creative Space

Creative Spaces sind mehr als nur ein Konferenztisch und stimmungsvolle Beleuchtung. Es sind Raumkonzepte, die die physische und emotionale Umwelt umfassen und zu einer verbesserten Entfaltung der Kreativität und Zusammenarbeit führen. Ob in Unternehmensbüros, Konferenzräumen, auf Messen oder in Showrooms: Mit der richtigen Ausstattung wird der klassische Meetingraum zum Creative Space und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Er wird zum inspirierenden Ort für Kundenworkshops oder bietet Raum zum Ausarbeiten, Präsentieren und Bewerten von Ideen. Für Mitarbeiter bietet sich eine Online-Kreativzone im Intranet mit Foren, Innovations-Blog und Ideen-Wiki an.

Gleichermaßen lassen sich Einzelbüros, Großraumbüros oder Informationsbereiche als Creative Spaces ausstatten, die je nach Arbeitsmodus entweder eigenverantwortlich aufgesucht oder sogar, je nach Zusammensetzung des Projektteams, für die ganze Abteilung kurzfristig räumlich verändert werden. So können neue Arten der Zusammenarbeit etabliert und Innovationen rund um Produkte und Dienstleistungen in einem gemeinsamen kreativen Prozess entwickelt werden.

Mehrwert für Kunden, Kollegen und Ansehen

Kreativräume erleichtern die Kommunikation, sind flexibel gegenüber wechselnden Bedürfnissen und wecken das Kundeninteresse. Der ROI eines Creative Space kann natürlich nicht genau berechnet werden. Sicher ist aber, dass ein optimal ausgestatteter Raum Kollegen oder Kunden dabei unterstützt, ihr kreatives Potenzial zu entwickeln: Fühlt sich ein Mitarbeiter wohl, kann er seine Ideen besser entfalten und arbeitet so produktiver. Kommunikation und interdisziplinäres Arbeiten werden erleichtert und die Motivation erhöht. Zudem beeindruckt der Einsatz neuester Kommunikationstechnologien das Gegenüber und hilft, das Image als technisch affiner Innovationsführer zu festigen.

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Über Saatchi & Saatchi Pro:

Saatchi & Saatchi Pro ist die auf Kommunikation für Geschäftskunden (Professionals) spezialisierte Agentur der Saatchi & Saatchi Gruppe. Hervorgegangen ist Saatchi & Saatchi Pro aus der von Alexander Stendel gegründeten B2B-Agentur zweimaleins, deren strategische Ausrichtung und konsequente Weiterentwicklung er zwei Jahrzehnte verantwortet hat. An den Standorten Berlin, Düsseldorf und Frankfurt bietet das interdisziplinär aufgestellte Team seinen Kunden ein Full-Service-Angebot von Markenkommunikation bis hin zu Vertriebsunterstützung. Zu den Kunden zählen u.a. BASF, Bombardier, Commerzbank, Deutsche Telekom, Pepperl+Fuchs und T-Systems.

Ebenso wie reale, helfen auch virtuelle Räume, die Arbeit zu fördern und sich mit anderen auszutauschen: Chats, Social Media-Gruppen oder Blogs mit Kommentarmöglichkeit. Aber auch Innovationsplattformen zur Produktentwicklung, basierend auf dem Crowdsourcing-Prinzip, sind denkbar. Der große Vorteil all dieser digitalen Tools: Die Ergebnisse können sofort gesammelt und geteilt werden.

Kreativität schaffen durch Gestaltung und Involvement

Think Tanks sind jedoch mehr als nur ein Konferenztisch und stimmungsvolle Beleuchtung. Es sind Raumkonzepte, die die physische und emotionale Umwelt umfassen und zu einer verbesserten Entfaltung der Kreativität und Zusammenarbeit führen. Für die Einrichtung eines Kreativraums ist Equipment optimal, welches sich erweitern oder kombinieren lässt.

Mediale Präsentationswände fördern Austausch und Interaktion.
Mediale Präsentationswände fördern Austausch und Interaktion.
(Bildquelle: Saatchi & Saatchi Pro)

Digitale Einrichtungsgegenstände, wie White Boards oder interaktive 360° Präsentationswände als Alternative zu klassischen Pinnwänden, bieten sich hier besonders an. Indem auch externe Quellen wie Social Networks oder Special Interest Sites einbezogen werden können, hilft eine digitale Ausstattung, Ideen in Gang zu bringen und Austausch zu fördern. Auch durch die Vernetzung der Devices aller Teilnehmer werden neue Anwendungen von Collaboration Tools möglich, wie es sie etwa in vernetzten Präsentationen gibt: Sie involvieren die Zuhörer interaktiv, die so an Abstimmungen teilnehmen oder gemeinsam MindMaps entwickeln können.

Mit einer vernetzten Präsentation werden Kunden im Gespräch interaktiv involviert.
Mit einer vernetzten Präsentation werden Kunden im Gespräch interaktiv involviert.
(Bildquelle: Saatchi & Saatchi Pro)

Einfluss auf die Raumwirkung haben zudem die Architektur des bestehenden Firmengebäudes und die Dimensionen des neu zu gestaltenden Raumes. In die Raumgestaltung müssen aber auch Überlegungen zu Nutzertyp, Nutzungsart und der gewünschten Atmosphäre einfließen. Je nachdem, wie vertraut die Nutzer mit dem Einsatz digitaler Tools sind, ist eine moderierte Einführung sinnvoll. Ein Raum und ein paar Tools allein schaffen jedoch nicht automatisch auch mehr Kreativität. Dazu gehören ebenfalls Freiräume in der Zusammenarbeit der involvierten Personen und deren Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen.

Mit Creative Spaces dem Bedürfnis nach individueller Interaktion entsprechen

Fakt ist: Schon heute finden Entscheider einen Großteil der relevanten Kaufinformationen online. Und glaubt man den Vorhersagen der Forscher, werden Kaufentscheidungen künftig auch stark von Empfehlungen sogenannter Intelligenten Assistenten beeinflusst. Diese smarten Tools, die sich beispielsweise als Apps auf Smartphones und Tablets finden werden, vernetzen sich ständig mit weiteren Geräten und sammeln permanent Informationen, welche die User durch den Einsatz ihrer Devices produzieren. Dadurch kennen diese Intelligenten Assistenten die Interessen, Vorlieben und Bedürfnisse ihre Nutzer besser als irgendjemand sonst.

Vor allem wenn Unternehmen an Unternehmen verkaufen, wird die Kaufentscheidung immer stärker davon abhängen, wie gut es gelingt, den Kunden zusätzlich zum online verfügbaren Angebot einen spezifischen Mehrwert zu bieten. Dieser kann in einer Intensivierung des persönlichen Kundenkontakts bestehen, in Form von mehr Interaktion und Austausch. Indem sie On- und Offline-Welt miteinander verknüpfen, werden Creative Spaces zu Treffpunkten, an denen dieser persönliche Kontakt stattfindet. Hier entwickeln Berater und Kunden Innovationen, arbeiten an Optimierungen und tauschen sich darüber aus.

Die Idee von Kreativen Räumen entspricht somit auch einem neuen Marketingansatz: Durch die persönliche Partizipation an Kundenbedürfnissen und -wünschen lassen sich Kundenkontakte intensivieren. Gemeinsame Innovationen, neue Denkweisen und Kundendialoge auf Augenhöhe werden möglich und verändern nachhaltig die Unternehmenskultur. Ist ein technisch ausgestatteter Kreativraum einmal installiert, kann der Creative Space durch Analyse und Bewertung der Nutzungssituation stetig ausgebaut und die Zusammenarbeit weiterentwickelt werden.

Ergänzendes zum Thema
Über Alexander Stendel:

Alexander Stendel ist Geschäftsführer bei Saatchi & Saatchi Pro.
Alexander Stendel ist Geschäftsführer bei Saatchi & Saatchi Pro.
( Bildquelle: Saatchi & Saatchi Pro )
Alexander Stendel ist Geschäftsführer von Saatchi & Saatchi Pro und Gründer der Kommunikationsagentur zweimaleins. Saatchi & Saatchi Pro ist die auf Kommunikation für Geschäftskunden (Professionals) spezialisierte Agentur der Saatchi & Saatchi Gruppe. Hervorgegangen ist Saatchi & Saatchi Pro aus der von Alexander Stendel gegründeten B2B-Agentur zweimaleins, deren strategische Ausrichtung und konsequente Weiterentwicklung er zwei Jahrzehnte verantwortet hat.

Als Geschäftsführer von Saatchi & Saatchi Pro sorgt Alexander Stendel heute für die erfolgreiche Integration des Know-Hows von zweimaleins und Saatchi & Saatchi zu einem Full-Service-Angebot von Markenkommunikation bis hin zu Vertriebsunterstützung. In unterschiedlichsten Projekten unterstützt er seit 20 Jahren Unternehmen und Konzerne in der strategischen Kommunikationsplanung sowie bei der Marketing- und Sales-Kommunikation. Mit dieser gewachsenen B2B-Expertise, einem – durch Ausbildung, Studium und berufliche Praxis – tiefgehenden analytischen Verständnis für komplexe Technologien und einem unbeirrbaren Enthusiasmus verknüpft Alexander Stendel die Leitmotive Faszination, Kompetenz und Partnerschaft zu einer lebendigen Unternehmensvision.

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