Reisemanagement

Geschäftsreisen 2019 – Neuerungen und Trends

| Autor / Redakteur: Juliane Neumann* / Georgina Bott

Geschäftsreisen sind auch im B2B-Bereich nicht wegzudenken. 2019 gibt es einige Neuerungen, die es zu kennen lohnt.
Geschäftsreisen sind auch im B2B-Bereich nicht wegzudenken. 2019 gibt es einige Neuerungen, die es zu kennen lohnt. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Der Reisebereich entwickelt sich rasant: 2019 gibt es einige Neuerungen, die Auswirkungen auf Planung, Durchführung und Abrechnung von Geschäftsreisen haben. Auch einige der Trends für 2019 sollte man kennen.

1. Neue Verpflegungspauschalen

Jährlich werden die Spesensätze für die Verpflegung auf Geschäftsreisen vom Bundesministerium angepasst. Diese sind immer vom Zielland selbst abhängig. Im Inland gelten oft auch andere Sätze als im Ausland. Für 2019 werden in 33 Ländern geänderte Beträge eingeführt. In einigen Staaten oder Städten wurde nur die Übernachtungspauschale verändert. In manchen Ländern bezieht sich die Änderung nicht auf das gesamte Land, sondern nur auf bestimmte Großstädte beziehungsweise Regionen. So gibt es beispielsweise neue Pauschbeträge für Breslau und Krakau, die nicht im Rest von Polen gelten.

In Europa gibt es neue Regelungen für Österreich, Polen, Spanien und Griechenland. Die meisten der Änderungen sind erhöhte Pauschalen, jedoch gibt es auch ein paar wenige Spesensätze, die verringert wurden. Eine Übersicht über alle Neuerungen bietet das Bundesministerium unter folgendem Link.

2. Höhere Reiseausgaben

2019 werden die Ausgaben für Geschäftsreisen steigen. Dies ist auf weltweit steigende Preise, aufgrund von höherer Nachfrage und steigender Ölpreise zurückzuführen. Bei Hotelpreisen ist im weltweiten Durchschnitt eine Steigerung von 3,7 Prozent zu erwarten. Der Durchschnitt heißt auch, dass die Steigerung in verschiedenen Ländern höher oder niedriger ausfallen kann. Bei Flugtarifen ist global mit 2,6 Prozent Steigerung zu rechnen. Um die Kosten möglichst auf Vorjahresniveau zu halten, empfiehlt es sich, langfristig zu planen und Optionen zu vergleichen.

3. Streckenarbeiten der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn beginnt in diesem Jahr mit umfassenden Sanierungsarbeiten, die sich über die kommenden fünf Jahre erstrecken. Im Juni 2019 geht es mit dem Teilabschnitt Hannover-Göttingen los. Für Reisende auf der Strecke bedeutet das langsamere Zugverbindungen und in der ersten Bauphase Verzögerungen von etwa 30 bis 45 Minuten für die Verbindungen Hamburg-Frankfurt, Berlin-Frankfurt und Hamburg-München. Zudem kommt es zu Kapazitätseinschränkungen zwischen Hamburg beziehungsweise Berlin und Frankfurt. Gegebenenfalls ist es sinnvoller, auf diesen Strecken auf Auto oder Flugzeug auszuweichen, um unnötige Verspätungen zu vermeiden.

4. Sharing Economy im Trend

Der Trend der Sharing Economy, zu denen Dienste wie Uber, Car2go, Flinkster, Airbnb und Wunderflats zählen, ist im Geschäftsreisebereich angekommen und wird auch 2019 weiterhin ein Thema sein.

Vor allem im Transportbereich zeigt sich dies deutlich: Eine Umfrage von FreshBooks ergab, dass 2014 das Verhältnis zwischen Taxi und Uber unter Kleinunternehmern bei 3:1 lag. Im Jahr 2017 hat es sich dann zu 1:3 gedreht. Auch bei Unterkunftsangeboten wie Airbnb ist die Zahl bei Kleinunternehmern in den letzten Jahren gestiegen, wenn auch weniger stark – 2014 war das Verhältnis Hotel zu Airbnb bei 16:1; 2017 dann schon bei 6:1.

Noch stehen Bonusprogramme und spezielle Firmenrichtlinien oft einer Nutzung von Sharing-Diensten aufgrund von Sicherheit und versicherungsrechtlichen Bedenken im Wege. Jedoch wird auf beiden Seiten daran gearbeitet, diese Hürden zu überwinden – denn Nachhaltigkeit ist auch im Geschäftsreisebereich ein wichtiger Aspekt.

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5. Komplettservice und Digitalisierung

Ein weiterer Trend, der 2019 zu erwarten ist, sind die sogenannten Komplettservice-Angebote. Neben dem klassischen Service vom normalen Buchen und Verwalten einer Reise fordern Unternehmen immer häufiger eine Rundumbetreuung. Komplettservice bedeutet in diesem Fall neben der Reiseplanung auch Visum-Support, Check-in-Unterstützung und Taxi-Buchungen.

Der Komplettservice geht häufig auch digital. Mit smarten Abrechnungs-Tools, wie zum Beispiel Expensify, lässt sich viel Zeit sparen. Statt alle Belege zu sammeln und dann einzuscannen oder gesammelt an die nächste Abteilung zu geben, kann man die Belege einfach direkt mit dem Handy fotografieren und hochladen. Automatisiertes Ausgaben-Management erleichtert die Reise und bedeutet weniger Aufwand. Die nächste Stufe der Automatisierung ist die Nutzung eines Tools und Services, das die Zahlung durch Kostenübernahme komplett übernimmt. Hotel- und Transportkosten werden über einen Anbieter gezahlt.

* Juliane Neumann ist Redakteurin bei Comtravo und verantwortlich für alle Themen rund um B2B-Reisetrends.

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