Checkliste

Gewappnet für den Black Friday

| Autor / Redakteur: Marcus Ruebsam / Georgina Bott

An Black Friday haben Retailer viel zu beachten. Die Checkliste zeigt, wie der Shoppingtag zum erfolgreichsten Tag des Jahres wird.
An Black Friday haben Retailer viel zu beachten. Die Checkliste zeigt, wie der Shoppingtag zum erfolgreichsten Tag des Jahres wird. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Am Freitag ist es soweit: Black Friday. Höchste Zeit, sich vorzubereiten. Laut dem aktuellen Consumer Insights Report von SAP Hybris geben die Verbraucher 34 Millionen Euro pro Woche im Netz aus – das Meiste am Schwarzen Freitag.

Für den Einzelhandel können die Tage rund um den Black Friday über Erfolg oder Misserfolg eines ganzen Jahres entscheiden. Eine gute Vorbereitung auf diesen Tag lohnt sich. Mit der folgenden Checkliste möchte ich Retailern hilfreiche Tipps an die Hand geben, wie der Black Friday nicht zu einem schwarzen Loch, sondern zum erfolgreichsten Tag des Jahres wird:

Performance

Schon um 6:00 Uhr morgens kann es am Black Friday zu heftigen Lastausschlägen kommen. Webseiten werden um das Vier- bis Fünffache öfter aufgerufen als an normalen Tagen. Spitzenlasten können ihre Seite schon mal lahmlegen beziehungsweise verlangsamen, was sich negativ auf die Conversionrate auswirkt. Wir empfehlen die Leistungsfähigkeit ihrer Website unbedingt ein paar Tage vorher zu testen.

Code Freeze

Der E-Commerce kennt keinen Stillstand; entsprechend wird vermutlich auch Ihre Website ständig verändert und angepasst. Generell sollten Sie im November nur dann Code-Änderungen vornehmen, wenn dies zwingend notwendig ist.

Sicherheit

Sicherheit ist immer wichtig, ganz besonders aber am Black Friday. Hacker lieben Tage mit extrem hohem Traffic-Aufkommen. An diesen Tagen wird Ihre Website mit einer Flut an Anfragen bombardiert, in der sich bösartiger Datenverkehr bestens tarnen kann. Führen Sie deshalb mindestens einmal pro Halbjahr Penetrationstests durch.

Versand und Lieferung

Sind Sie für den Ansturm an Bestellungen gerüstet, der am Black Friday auf Sie zukommt? Unter Umständen müssen Sie kurzfristig zusätzliche Lagermitarbeiter einstellen, um auch an diesen Ausnahmetagen rechtzeitig liefern zu können.

Rücksendungen

Nach der Rabattschlacht müssen Sie mit einem steilen Anstieg der Rücksendezahlen rechnen, da viele Verbraucher im Eifer des Gefechts zu viel kaufen. Als Händler können Sie dagegen nicht allzu viel unternehmen, müssen sich aber in den Wochen nach dem Black Friday auf vermehrte Rücksendungen einstellen.

Kundenservice

Rund um den Black Friday gehen beim Kundenservice erfahrungsgemäß deutlich mehr Anfragen ein, sei es, weil Promotioncodes nicht funktionieren oder weil eine Auskunft zu einem Produkt oder einer Filiale gewünscht wird. Unter Umständen empfiehlt es sich, die Zahl der Servicemitarbeiter in diesem Zeitraum heraufzufahren.

Externe Anbieter

Die meisten E-Commerce-Webseiten sind auf die Dienste von Drittanbietern angewiesen, die zum Beispiel Postleitzahlen ermitteln, Payment-Gateway-Dienste leisten, Merchandising-Anbieter suchen oder Reviews bereitstellen. All diese Services stehen am Black Friday unter enormem Druck, der auch große Websites in die Knie zwingen kann. Idealerweise sollten Sie Ihre Plattform von den Systemen externer Anbieter abkoppeln.

Wettbewerb

Was macht Ihre Konkurrenz am Black Friday? Möglicherweise rufen ihre Wettbewerber auch an den Tagen um den 24. November zur Schnäppchenjagd auf, während Sie nur am Freitag aktiv sind. Recherchieren Sie deshalb unbedingt, was Ihre Konkurrenten im vergangenen Jahr gemacht haben – mit hoher Wahrscheinlichkeit verhalten sie sich auch in diesem Jahr so.

Preise

Die Preisgestaltung ist ein extrem schwieriges Thema, denn Rabatte müssen attraktiv sein, belasten aber zugleich Ihre Margen. Weder wollen Sie deutlich weniger nachlassen als Ihre Wettbewerber, noch Ihren Gewinn unnötig schmälern.

Filialgeschäft

Der Black Friday findet nicht nur online statt. Allerdings führt die Omni-Channel-Ökonomie dazu, dass die Verbraucher ein grenzenloses Einkaufserlebnis erwarten. Sie wollen nahtlos zwischen allen Kanälen wechseln und unabhängig von der Art der Interaktion ein und dieselbe Konsumerfahrung machen. Für die Verbraucher ist es selbstverständlich, dass Ihre online gewährten Black-Friday-Rabatte auch in der Filiale gelten.

Marcus Ruebsam ist Senior Vice President for Strategy & Solutions bei SAP Hybris.
Marcus Ruebsam ist Senior Vice President for Strategy & Solutions bei SAP Hybris. (Bild: eloquenza pr gmbh)

Über SAP Hybris

SAP Hybris ermöglicht echte Kundenbeziehungen: Mit den Omnichannel- und Commerce-Lösungen von SAP Hybris können Unternehmen ein kontextbasiertes Kundenverständnis in Echtzeit sowie eine eindrucksvolle Customer Experience aufbauen. Die Lösungen ermöglichen es, Produkte, Services und digitale Inhalte über alle Touchpoints, Kanäle und Endgeräte zu vertreiben.

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