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Kommentar: Unternehmensverantwortung in einem internationalisierten Markt Globale Ethik – wertlos für den Mittelstand?

Redakteur: Natalie Wander

„Made in Germany“: Das ist noch immer und zu Recht ein Qualitätsmerkmal erster Güte. Ob in den Vorzeigebranchen Automobil und Maschinenbau, in Hightechsegmenten wie Pharma und Halbleiter oder eher traditionellen Disziplinen wie der Textilindustrie – in fast jedem Sektor gibt es deutsche Unternehmen, die ganz vorne mitmischen.

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Prof. Dr. Thomas Beschorner über Unternehmensverantwortung in einem internationalisierten Markt
Prof. Dr. Thomas Beschorner über Unternehmensverantwortung in einem internationalisierten Markt
(Bildquelle: Prof. Dr. Thomas Beschorner)

Und viele davon sind im Mittelstand beheimatet: 1.400 der 1.500 deutschen Weltmarktführer stammen aus diesem Bereich. Sie erwirtschaften ca. 40 Prozent der deutschen Exportleistung. Eine Erfolgsgeschichte par excellence. Allerdings eine, die auch Risiken birgt.

Das belegt ein aktueller Konsumtrend beispielhaft. Die Rede ist vom nachhaltigen Wirtschaften: Hierzulande rückt moralisch integres, verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Und wird zunehmend zu einem starken Verkaufsargument. Kunden – egal, ob im B2C- oder B2B-Bereich – achten verstärkt darauf, in welchem Umfeld und unter welchen Bedingungen ihre Waren hergestellt werden. Aber: Wie sieht das im Rest der Welt aus? Diese Frage kann Unternehmen, die über die nationalen Grenzen hinweg operieren – und das betrifft die Weltmarktführer zweifelsohne –, vor einige Herausforderungen stellen.