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Vorstellung und Start von Google Drive Google Docs geht auf in Google Drive, Text- und Bilderkennung mittels OCR-Technologie …und mit Google+ wird geteilt

Redakteur: Christian Schmitt

Gestern hat Google seinen neuen Dienst Google Drive vorgestellt. Google Drive ist ein zentraler Ort, an dem Inhalte erstellt, gemeinsam genutzt, zeitgleich bearbeitet und Dateien zur Zusammenarbeit oder zur Archivierung aufbewahrt werden können.

Inhalte erstellen und zusammenarbeiten mit Google Drive
Inhalte erstellen und zusammenarbeiten mit Google Drive
(Bildquelle: Google Drive)

Egal, ob man zusammen mit einem Kollegen an einem gemeinsamen Projekt arbeitet, eine Hochzeit plant, oder die Haushaltskasse mit seinem Lebenspartner führt – all das soll mit Drive einfach möglich sein. Alle Dateien können dort hochgeladen und von überall kann zugegriffen werden, einschließlich Videos, Fotos, Google Docs, PDFs und weitere Datenformate. Grundsätzlich ist das alles nicht bahnbrechend neu. Aber die Kombination mit anderen Google Diensten wie z.B. Hangouts und die Text- und Bilderkennung mittels OCR-Technologie macht Google Drive gerade im Berufsalltag für viele nicht uninteressant.

Funktionalitäten von Google Drive

  • Inhalte erstellen und zusammenarbeiten

Google Docs ist direkt in Google Drive integriert. So kann mit anderen in Echtzeit an Dokumenten, Kalkulationstabellen und Präsentationen zusammengearbeitet werden. Anmerkungen können zu allen Dateien hinzugefügt, geantwortet (PDF-Dokumente, Bilder, Videos etc.) und Benachrichtigungen werden verschickt, wenn andere Anmerkungen zu gemeinsam bearbeiteten Dateien machen.

  • Datenarchivierung an einem Ort in der Cloud mit allen digitalen Endgeräten

Laut Google ist sicheres speichern und Zugriff auf seine Daten von überall möglich – insbesondere auch von unterwegs: über das Internet, zu Hause, im Büro oder während dem Besuch einer Messe – und das von allen digitalen Geräten mit Internetverbindung aus. Drive kann auf Mac oder PC installiert werden und die Drive App auf Android-Handys oder -Tablets herunterladen werden. Google arbeitet nach eigenen Angaben auch eifrig an einer App für iOS-Geräte von Apple. Diese soll im Laufe der nächsten Wochen verfügbar sein. Blinde Nutzer können per Screenreader auf Drive zugreifen.

  • Daten mittels OCR-Technologie schnell auffindbar

Inhalte können anhand von Schlüsselbegriffen gesucht und nach Dateityp, Besitzer, Aktivität oder vielen weiteren Kriterien gefiltert werden. Drive kann mittels OCR-Technologie sogar Text in eingescannten Dokumenten erkennen. Angenommen, ein eingescanntes Bild wird von einer alten Fachzeitschrift hochgeladen. Dann kann nach einem Wort im Text des eigentlichen Fachartikels gesucht werden. Google hat damit begonnen, die Bilderkennung in Drive zu integrieren. Wenn also Fotos von einer Geschäftsreise zur Industriemesse in Hannover per Drag&Drop in Drive gespeichert werden, werden diese Fotos aufgeführt, wenn beim nächsten Mal nach “Hannover Messe” gesucht wird. Wenngleich sich diese Technologie noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, erwartet Google, dass sie mit der Zeit immer besser und leistungsfähiger wird.

Drive wurde für eine nahtlose Zusammenarbeit mit allen anderen Anwendungen gebaut. Fotos können von Drive auf Google+ geteilt, und demnächst können Dateien von Drive auch in Google Mail direkt an E-Mails angehängt werden. Drive ist laut Google als offene Plattform konzipiert. Daher will Google auch mit zahlreichen externen App-Entwicklern zusammenarbeiten, sodass mit Drive beispielsweise auch Faxe verschickt, Videos bearbeitet oder Website-Entwürfe erstellt werden können. Zur Installation dieser Apps, ist ein Besuch des Chrome Web Store Pflicht. Loslegen kann man mit einem 5 GB kostenlosem Speicherplatz und kostenpflichtig upgraden auf bis 1 TB.

Doch dies soll erst der Anfang von Google Drive sein. Laut Google sollen noch viele weitere Funktionen hinzukommen.

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