Recruiting

Google for Jobs – was Sie jetzt wissen müssen

| Redakteur: Annika Lutz

70 bis 80 Prozent aller Bewerber starten ihre Jobsuche auf Google. Seit Mai bietet Google for Stellensuchenden dabei viele Vorteile.
70 bis 80 Prozent aller Bewerber starten ihre Jobsuche auf Google. Seit Mai bietet Google for Stellensuchenden dabei viele Vorteile. (Bild: / lebenslauf.org / CC BY NaN)

Ein Großteil aller Jobsuchen beginnt heute in Google. Etwa 70 bis 80 Prozent aller Bewerber starten ihre Suche dort. Es ist daher nicht allzu verwunderlich, dass Google nun einen eigenen Algorithmus entwickelt hat, der Stellenangebote direkt in den Suchergebnissen anzeigt: Google for Jobs. Wir erklären Ihnen, worauf Sie jetzt achten müssen.

Im Mai, zwei Jahre nach der Einführung in den USA, ist Google for Jobs nun auch in Deutschland gestartet. Große Teile der Recruiting-Industrie sind sich bereits jetzt sicher: Google for Jobs wird die Art, wie Unternehmen Stellen ausschreiben und wie Bewerber Jobs finden, revolutionieren.

Was macht Google for Jobs?

Google for Jobs ist einfach gesagt eine Jobsuche innerhalb von Google, also eine Erweiterung der Google-Suche. Viele werden dieses Szenario kennen: Man sucht nach einem Restaurant, einem Hotel oder nach Flügen. Das Ergebnis: Google zeigt alle notwendigen Informationen – ohne dass einzelne Websites der Restaurants, Hotelketten oder Airlines besucht werden müssen. Nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktioniert auch Google for Jobs. Nach einer Suchanfrage wie „Marketing Stellen Würzburg“ oder „Jobs in meiner Nähe“ werden offene Positionen über allen anderen Suchergebnissen in einer blauen Box dargestellt. Auf Mobilgeräten wie Smartphones, die immer häufiger zur Jobsuche eingesetzt werden und den größten Traffic erzeugen, nimmt Google for Jobs sogar den ganzen Bildschirm ein. Kurz gesagt: als Stellensuchender kommt man an Google for Jobs kaum vorbei.

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Was bedeutet Google for Jobs für Bewerber?

Für Bewerber bietet Google for Jobs einige Vorteile. Um interessante Jobangebote zu finden, müssen nun nicht mehr eine Vielzahl an Jobbörsen durchgeklickt und -gescrollt werden – eine Suche genügt. Google bietet dem Nutzer hier gleichzeitig eine Vielzahl an Funktionen an. Stellenanzeigen können so beispielsweise nicht nur nach der Region, sondern auch nach Arbeitgeberbewertungen und Gehaltsangaben gefiltert werden. Nutzer können Suchen speichern und anhand des Suchverhaltens werden weitere Jobs, die für den Bewerber interessant sein könnten, vorgeschlagen.

Natürlich ist bei Google auch Künstliche Intelligenz im Spiel. Das Unternehmen hat die Problematik erkannt, dass viele Unternehmen gleiche Stellen anders benennen und es für Bewerber oftmals schwierig ist, alle relevanten Stellenangebote zu entdecken. Die „Google Cloud Talent Solution API“ soll als Mittel gegen diese uneinheitlichen Jobtitel wirken und sorgt dafür, dass Bewerbern auch Jobs angezeigt werden, nach denen zwar nicht direkt gesucht wurde, die aber wahrscheinlich auf sein Suchprofil passen. Findet der Stellensuchende ein passendes Angebot bei Google for Jobs, so kann er sich direkt in Google auf eine Stelle bewerben – ohne überhaupt die Website des jeweiligen Unternehmens besuchen zu müssen.

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Was bedeutet Google for Jobs für das Marketing?

Die Konsequenz für Unternehmen? Ganz klar: Ziel muss es sein, mit den eigenen Stellenanzeigen bestenfalls ganz oben in Google for Jobs gelistet zu werden. Doch wie funktioniert das?

  • Structure Data Schema: Die Stellenanzeigen, die auf der Firmenwebsite sowie Stellenportalen erscheinen, sollten nach dem Structure Data Schema von Google beziehungsweise dem Structure Data Schema von schema.iorg aufbereitet werden. Das bedeutet, dass die Anzeige nach festgelegten Daten angelegt werden sollte. Unternehmen sollten beispielsweise sollte ein Firmenlogo und eine Adresse hinterlegen, eine aussagekräftige Stellenbezeichnung verwenden sowie Hinweise zur Kontaktaufnahme und eine Adresse einfügen. Die Daten erscheinen direkt in den Google for Jobs Ergebnissen und erhöhen die Conversion Rate für das Stellenangebot.
    Viele Unternehmen sind noch zögerlich, wenn es darum geht Gehaltsangaben zu machen. Doch genau das kann ein großer Fehler sein! Wenn alle Datenpunkte angegeben werden wirkt sich dies positiv auf die Auffindbarkeit der Stellenanzeige aus – und schafft zudem Transparenz auf dem Arbeitsmarkt.
  • SEO-Kriterien: Generell sollten bei der Formulierung der Stellenanzeigen gängige SEO-Kriterien berücksichtigt werden, damit sie schneller höher und vor allem auf die richtigen Keywords gerankt werden. Zudem sollte auch eine aussagekräftige URL für die Stellenausschreibung gewählt werden.
  • Google Indexing API Quickstart: Ist die Stellenanzeige fertig aufgearbeitet, kann die Google Indexing API Quickstart genutzt werden, um Google mitzuteilen, dass es ein neues Jobangebot gibt, das in Google for Jobs angezeigt werden soll.
  • Bewertungs-Plattformen für Arbeitgeber: Unternehmen sollten außerdem ihre Profile auf Kununu und Co. im Auge behalten – denn im ganz im Gegensatz zu klassischen Stellenportale, die enorm an Bedeutung verlieren, sind die Bewertungsportale die großen Gewinner der „Google-for-Jobs“-Revolution. Sie werden immer wichtiger im Zusammenhang mit der Ausspielung von Stellenanzeigen, da die Bewertungen bei der Suche in den Ergebnissen angezeigt werden.

Fazit

Google for Jobs bietet Unternehmen enorme Chancen, immer besser geeignete Bewerber zu gewinnen. Es sollte deshalb keine Zeit verloren werden, wenn es darum geht, die eigenen Stellenanzeigen für Google for Jobs bereit zu machen. Mit ein paar einfachen Tricks ist dies schnell erledigt. Also: Besser gleich die Hausaufgaben machen, um für die „Revolution“ gewappnet zu sein!

Sie möchten noch mehr zum Thema erfahren und tiefer einsteigen? Dann haben wir hier ein Video für Sie gefunden:

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