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Expertenbeitrag

 Carolin Desirée Töpfer

Carolin Desirée Töpfer

Digitalstrategin, Tech Bloggerin & Keynote Speakerin

Markenaufbau in den USA Hallo, ist da jemand? Content für die englischsprachige Community

| Autor/ Redakteur: Carolin Desirée Töpfer / Georgina Bott

Wachstum, Wachstum, Wachstum, hat sich Carolin Desirée Töpfer für ihre Digitalberatung und das Jahr 2019 auf die Agenda geschrieben. Nach der Recherche-Reise in die USA im ersten Quartal, sind viele neue Ideen entstanden – und neuer Content für die englischsprachige Community. Doch den an die Zielgruppe zu bringen ist gar nicht so einfach.

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Bei Marketing und Branding kann man landesabhängige Unterschiedene beobachten. In den USA gilt scheinbar oft „mehr ist mehr“.
Bei Marketing und Branding kann man landesabhängige Unterschiedene beobachten. In den USA gilt scheinbar oft „mehr ist mehr“.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Darf man seine Freunde eigentlich ständig mit Business Geschichten vollquatschen? Bei den meisten meiner Freunde ist das dankenswerterweise kein Problem – und es kommt immer prompt eine wertvolle Rückmeldung. So bin ich quasi aus Versehen und schon lange vor dem Start meiner englischsprachigen Online-Kurs Community Your Digital Balance im August zu zwei kleinen Cyber Security Video-Kursen gekommen. Ich erkläre auf Deutsch und Englisch wie Hacker denken und die Teilnehmer sich Zuhause, im Büro und auf Reisen besser gegen Attacken schützen können. Gehostet werden die Kurse auf einer amerikanischen Full Service Plattform. Datenschutz und User Experience unter einen Hut zu bringen, war nicht ganz so unkompliziert – aber lehrreich.

Hallo, ist da jemand?

Ich spare an dieser Stelle mal die technischen und regulatorischen Details aus (mehr dazu in meinem Blogpost #365TageDSGVO) und komme zum Verkaufsprozess. Erste Erkenntnis: es interessiert wirklich niemanden, was man so ins Internet stellt, wenn man die Leute nicht permanent mit der Nase drauf stößt. Auf der anderen Seite finde ich diese ständigen Spam-Mails und Kauf-Aufrufe nervig. Die Herausforderung liegt also darin, den perfekten Sales Funnel zu finden, der für verschiedene Kulturen passt und sich ohne großartiges Marketing Budget umsetzen lässt.

Und leider auch ohne personelle Unterstützung. Der Social Media Freelancer, mit dem wir arbeiten wollten, war leider ein Reinfall. Salesfunnel- und Content Creation liegen also weiterhin auf meinem (virtuellen) Schreibtisch. Overengineering ist nicht drin, Weiterbildung hilfreich. Aktuell beschäftige ich mich mit dem Funnelhacker-Paket von Russell Brunson. Ende Juni starte ich mit einer befreundeten Gründerin aus San Francisco einen Testballon in Sachen Podcast auf Englisch. Mal schauen, wie sich beides auf die Kursverkäufe auswirkt.

'Einfach' Geld verdienen

Das Sales Target liegt bei mindestens USD 100.000. Genau dem Betrag, der ungefähr für ein US Investorenvisum notwendig ist – das schicke Home Office in New York City noch nicht mit eingerechnet. Bei einem rabattierten Kurspreis von aktuell 20 Euro beziehungsweise USD, sind das 5000 Teilnehmer. Der Community-Zugang für den Langzeit-Kurs wird ein bisschen teurer. Aber dazu im nächsten Beitrag mehr.

Das Schöne an diesem ganzen Projekt ist, dass mir wieder aufgefallen ist, wie viele Jahre Web und Business Development ich mittlerweile auf dem Buckel habe und dass Probleme so sich wesentlich schneller lösen lassen als früher. Natürlich tut es weh, wenn die investierte Arbeit erst einmal kaum honoriert (bzw. gekauft) wird. Allerdings lassen sich Inhalte, Landingpages und Sales Texte online auch relativ schnell wieder verändern und an das Feedback und die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe anpassen.

Außerdem habe ich mal wieder erfahren, dass ich zu häufig zu kompliziert denke. Der Mehrwert für meine Kunden liegt immer mehr in der Kombination meiner eigenen Erfahrungen – diesem ganzen Trial & Error Alltag – und weniger in meiner fachlichen Expertise. Das ist irgendwie interessant, aber auch beängstigend. Möchte ich meine Arbeits- und Denkprozesse und vielleicht Teile meines Privatlebens bis ins letzte Detail mit der Welt teilen?

Zuhause läuft das Geschäft weiter

Wirklich Sinn ergibt alles, was ich mir gerade ausdenke, für Leute außerhalb meiner Bubble wahrscheinlich erst in fünf bis zehn Jahren. Dann stehen auch hoffentlich schon ein paar von unseren Future Playground Technologie-Bildungszentren. Für den ersten Standort in München suchen wir gerade einen Investor. Sobald das erste Budget da ist, starten wir mit der globalen Marketing-Kampagne. Da kann ich dann meine Sales Funnel Erfahrungen nutzen. Und in meinen Kursen berichten, was mich dieses Projekt gelehrt hat. Ich mag Synergie-Effekte.

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