StepStone Gehaltsreport 2019

Hier verdienen PR- und Marketingfachkräfte am meisten

| Redakteur: Annika Lutz

Gehälter von Fach- und Führungskräften im Bereich PR und Marketing sind von einer Vielzahl an Faktoren abhängig.
Gehälter von Fach- und Führungskräften im Bereich PR und Marketing sind von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Für den Gehaltsreport 2019 hat StepStone die Bruttojahresgehälter von rund 85.000 Fach- und Führungskräften analysiert und zahlreiche, interessante Fakten herausgestellt. Mehr Informationen zum Thema Gehalt im Bereich PR- und Marketing finden Sie in diesem Artikel.

Fach- und Führungskräfte des Bereiches PR und Marketing verdienen teilweise sehr unterschiedliche Gehälter. Dies ist von zahlreichen Faktoren abhängig, beispielsweise der Branche, der Unternehmensgröße und der Berufserfahrung. Sie können in zahlreichen Bereichen tätig sein – interessante Jobs gibt es beispielsweise in den Berufsfeldern Warengruppenmanagement, Produktmanagement und Marktforschung.

Gehalt im Bereich PR und Marketing je nach Bundesland

PR- und Marketing-Fachkräfte verdienen im Schnitt rund 56.800 Euro pro Jahr. Die Gehälter unterscheiden sich innerhalb der Berufsgruppe je nach Arbeitsort jedoch um bis zu 60 Prozent: Während in Hessen im Durchschnitt über 63.400 Euro Bruttojahresgehalt bezahlt werden, verdienen Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nur rund 36.200 Euro.

Gehalt im Bereich PR und Marketing je nach Bildungsgrad

Zudem wurde herausgestellt, dass Akademiker fast 22 Prozent mehr verdienen als Kollegen ohne Studienabschluss. Im Bereich PR und Marketing verdienen Akademiker somit rund 60.200 Euro brutto pro Jahr, Nicht-Akademiker hingegen nur rund 49.500 Euro.

Gender-Pay-Gap im Marketing

Gleichzeitig zeigt die Auswertung eine Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern im Marketing-Bereich. Es wurde herausgefunden, dass diese im Bereich PR und Marketing etwas unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Das Statistische Bundesamt bezifferte den Gender-Pay-Gap zuletzt noch mit gut 21 Prozent – die Marketing-Branche liegt gut einen Prozentpunkt unter diesem Mittelwert. Dies macht allerdings immer noch einen Unterschied von fast 13.000 Euro im Jahr aus. So verdienen Männer knapp 64.000 Euro, Frauen hingegen nur rund 51.000 Euro. Eine Ursache hierfür ist die Tatsache, dass im Marketing im Schnitt mehr Männer in Führungspositionen arbeiten.

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Die Top- Branchen im Bereich PR und Marketing

Besonders gut verdienen Marketingfachkräfte in der Chemie- und erdölverarbeitenden Industrie (78.600 Euro). Dahinter folgen Banken (74.900 Euro) und die Automobilbranche (71.700 Euro). In der Top-Ten der bestbezahltesten Branchen im Bereich PR und Marketing befinden sich außerdem beispielsweise die Elektrotechnik, Feinmechanik & Optik mit einem Bruttodurchschnittsgehalt von rund 69.300 Euro, der Maschinen- und Anlagenbau mit rund 68.000 Euro sowie die Medizintechnik mit einem Gehalt von rund 67.500 Euro.

Ergebnisse des Gehaltsreports 2019
Ergebnisse des Gehaltsreports 2019 (Bild: Stepstone)

Gehaltsunterschiede nach Aufgabenfeld und Berufserfahrung

Neben der Branche und der Region unterscheidet sich Ihr Gehalt außerdem je nach Aufgabenfeld und Berufserfahrung. Im Berufsfeld Warengruppenmanagement kann man mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung zwar am meisten verdienen, zu Beginn Ihrer Karriere (mit weniger als 2 Jahren Berufserfahrung) können Sie jedoch im Bereich Marktforschung mehr Gehalt erwarten. Auch mit einer Berufserfahrung von 6-10 Jahren gibt es in der Marktforschung, dem Brandmanagement und dem Produktmanagement mehr Gehalt als im Warengruppenmanagement. Den geringsten Verdienst bekommen Sie im Bereich Redaktion: Während es nach mehr als 10 Jahren im Beruf im Bereich Warengruppenmanagement rund 86.400 Euro pro Jahr gibt, verdienen Sie im Bereich Redaktion mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung nur knapp 59.500 Euro.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Ein weiteres spannendes Ergebnis des Gehaltsreports: Die Unternehmensgröße ist ein relevanter Faktor in Bezug auf das Einkommen. Angestellte von Großunternehmen (> 1.000 Mitarbeiter) liegen etwa 15 Prozent über dem Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften. Beschäftigte in kleinen und mittelständischen Unternehmen (< 500 Mitarbeiter) erhalten dagegen etwa 10 Prozent weniger als der Durchschnitt. Das ist ein Unterschied von rund 14.600 Euro im Jahr.

Im Bereich PR- und Marketing kann man in einem Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern mit einem Bruttodurchschnittsgehalt von rund 50.300 Euro rechnen. In einem Unternehmen, das zwischen 500 und 1000 Mitarbeiter beschäftigt, gibt es ein Gehalt von etwa 59.900 Euro und in einem Unternehmen, das mehr als 1000 Mitarbeiter hat, können Sie sogar mit einem Gehalt von rund 69.300 Euro rechnen.

Gehaltsverhandlung

Neben dem Gehaltsreport 2019 hat StepStone außerdem eine interessante und umfassende Umfrage zum Thema Gehaltsverhandlung in Deutschland durchgeführt.
In der Befragung wurde untersucht, wie Fach- und Führungskräfte in Deutschland ihr Gehalt verhandeln. Für die Umfrage hat StepStone im Januar 2019 eine Online-Befragung unter insgesamt rund 11.000 Fach- und Führungskräften in Deutschland durchgeführt, darunter waren rund 9.000 Fachkräfte ohne Personalverantwortung und rund 2.000 Führungskräfte.

Das Ergebnis dieser Studie war, dass rund 59 Prozent der Befragten nur unregelmäßig nach einer Gehaltserhöhung fragen- immerhin 41 Prozent fragen den Chef regelmäßig nach mehr Gehalt. 59 Prozent der Fach- und Führungskräfte fragen jährlich nach einer Gehaltserhöhung, 8 Prozent zweimal jährlich, 28 Prozent alle zwei Jahre und 12 Prozent fragen nur dann, wenn sie Höchstleistungen erbracht- oder etwas Herausragendes geleistet haben.

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Interessant war außerdem das Ergebnis der Frage, wie Fach- und Führungskräfte an Ihre Gehaltserhöhung gekommen sind. Die Mehrheit der Befragten (46 Prozent) gab an, dass sie die Gehaltserhöhung aktiv eingefordert haben. 31 Prozent stellten heraus, dass die Gehaltserhöhung seitens des Managers aufgrund guter Leistungen erfolgte und 22 Prozent gaben an, dass sie im Rahmen der standardmäßigen, jährlichen Erhöhung mehr Gehalt erhalten haben. Nur 12 Prozent gaben an, dass sie nur eine Gehaltserhöhung bekommen haben, weil jeder in der Abteilung eine Erhöhung erhalten habe.

Ausgeglichen war das Ergebnis auf die Frage, ob sich Fach- und Führungskräfte dabei wohlfühlen, eine Gehaltserhöhung zu verlangen. Hierbei antworteten 49 Prozent mit „Ja“ und 51 Prozent mit „Nein“.
Von den 51 Prozent, die mit „Nein“ geantwortet haben, wurde noch einmal erörtert, wieso sie sich nicht wohl dabei fühlen, eine Gehaltserhöhung zu verlangen. Die Mehrheit der Befragten gab an, nicht gerne über Geld zu reden (34 Prozent), Sorgen zu haben, dass das gute Verhältnis zum Chef durch die Frage nach mehr Gehalt geschädigt wird (31 Prozent) oder es im Unternehmen nicht gern gesehen ist, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen (36 Prozent). Nur 5 Prozent der Fach- und Führungskräfte fühlen sich nicht dazu berechtigt, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, da sie laut Angaben nicht genügend Verantwortung übernehmen, um mehr Gehalt fordern zu können.

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